Hauptinhalt

Uganda

Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2014

Politische Beziehungen

Diplomatische Beziehungen wurden unmittelbar bei Unabhängigkeit Ugandas am 9.10.1962 aufgenommen und das zuvor eingerichtete Konsulat in eine Botschaft umgewandelt.

Das Deutschlandbild in Uganda ist positiv. Deutschlands Engagement im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, gegenseitige Besuche der beiden Staatsoberhäupter sowie andere hochrangige Besucher haben bewirkt, dass Deutschland in Uganda deutlicher wahrgenommen wird. Im Februar 2008 kam der damalige Bundespräsident Horst Köhler zu einem Staatsbesuch nach Uganda, im Juli 2010 reiste der damalige Außenminister Westerwelle zu einem Besuch nach Kampala. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, war im Mai/Juni 2013 zu Regierungsverhandlungen über Entwicklungszusammenarbeit in Uganda. Reisen von Abgeordneten des Deutschen Bundestags finden regelmäßig statt; Ende März 2012 nahm Bundestagspräsident Lammert an der 126. Tagung der Inter-Parliamentary Union in Uganda teil.


Wirtschaftsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind in einer Reihe von Abkommen und Protokollen geregelt (Investitionsschutz, Finanzielle und Technische Zusammenarbeit).

Deutschland ist innerhalb der EU-Staaten ein wichtiger Handelspartner Ugandas (Handelsvolumen 2013: 166 Millionen Euro), neben Großbritannien, den Niederlanden und Belgien. Der Handel mit Uganda weist ein Defizit von 21 Millionen Euro auf deutscher Seite aus..

Wichtigste Exportprodukte sind Kaffee, Fisch, in geringerem Umfang auch andere landwirtschaftliche Produkte, Kobalt und einfache technische Produkte.

Uganda importiert aus Deutschland vor allem Maschinen und chemische Erzeugnisse.


Entwicklungs- und humanitäre Zusammenarbeit

Die deutsch-ugandische Entwicklungszusammenarbeit begann 1964, vor genau 50 Jahren. Bei den letzten ugandisch-deutschen Regierungsverhandlungen im Mai 2013 wurde eine Neuzusage von 120 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren vereinbart.

Die ugandisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit fokussiert auf die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, Wasserver- und Abwasserentsorgung und die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im ländlichen Raum inkl. angepasster Finanzdienstleistungen.

Zusätzlich werden flankierende Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Finanzmanagements und zur Steigerung von Eigeneinnahmen (Stärkung der ugandischen Steuerbehörde) gefördert.

Die Bundesregierung zielt im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit besonders auf die Entwicklung des Nordens mit Beratungs- und Friedensfördermaßnahmen und richtet Investitionsvorhaben auf diese Region aus. Bei den Regierungsverhandlungen 2013 wurde zudem ein Neuvorhaben zur Stärkung der Menschenrechte vereinbart. Zusätzlich werden Maßnahmen im Bereich der entwicklungsorientierten Sofort- und Übergangshilfe in Karamoja durchgeführt.

Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW, Finanzielle Zusammenarbeit) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ, Technische Zusammenarbeit) durchgeführt. Die Bundesregierung unterstützt ferner die Arbeit politischer Stiftungen (Friedrich Ebert- und Konrad Adenauer- Stiftung sind mit Büros in Kampala vertreten), von Kirchen und Nichtregierungsorganisationen. Daneben unterstützen rund 100 Vereine und Initiativen in Deutschland Projekte speziell in Uganda.


Kulturelle Beziehungen

Seit 1989 gibt es eine Ugandan German Cultural Society (UGCS), die seit 2008 den Status eines Goethe-Zentrums hat Das Goethe-Zentrum Kampala organisiert Ausstellungen, Workshops, Veranstaltungen und Künstleraustausch und bietet Deutschkurse an (2012/13 über 800 Sprachschüler).

Rund 5000 Schüler lernen an 9 ugandischen Schulen Deutsch. Eine Schule wird als Partner-Schule, sogenannte PASCH-Schule, besonders vom Goethe-Institut gefördert. Das Goethe-Zentrum Kampala und die deutsch-ugandische Kulturgesellschaft unterstützen die Spracharbeit vor Ort. Das Goethe-Zentrum in Kampala ist als anerkanntes Institut für die Abnahme der Sprachprüfungen gemäß den Vorgaben des Goethe-Instituts akkreditiert.

Die Zahl ugandischer DAAD-Alumni liegt bei 700-800 Stipendiaten. Dazu kommenUgander, die von (ehemals) InWEnt (jetzt GIZ) gefördert wurden. Eine kleine Zahl von Alumni haben sich in einem Alumni-Verband organisiert. Das Interesse an einem Studium in Deutschland ist hoch, allerdings ist die Zahl der Germanistik-Studenten rückläufig. An der Makerere-Universität ist eine Lektorin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes tätig.

2009-2013 unterstützte ein entsandter Langzeitexperte des Deutschen Olympischen Sportbundes die ugandische Leichtathletik insbesondere durch Ausbildung von Sportlehrern.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere