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Deutsches Personal fördern
Deutsches Personal ist in Internationalen Organisationen in immer stärkerem Maße vertreten. Dieses Fazit zieht die Bundesregierung in einem Bericht für den Deutschen Bundestag.
Der Bericht zeigt aber auch: Dieses Ziel kann nur langfristig erreicht werden, ein ganzheitliches System der Personal- und Nachwuchsförderung ist Voraussetzung für seine Verwirklichung.
Dank der systematischen Nachwuchsförderung hat Deutschland seine personelle Repräsentanz in Internationalen Organisationen kontinuierlich verbessern können. So ist Deutschland zum Beispiel im Sekretariat der Vereinten Nationen inzwischen - nach den USA - zweitgrößter personalstellender Mitgliedsstaat. Zuwächse im Nachwuchsbereich - dank gezielter Förderung der Bundesregierung - sind unter anderem auch bei EU, Weltbank, Internationalem Währungsfonds und einigen VN-Sonderorganisationen zu verzeichnen.
Besonders erfreulich hat sich die Vernetzung mit deutschen Beschäftigten bei internationalen Organisationen entwickelt. Beispiele sind
- die seit 2006 jährlich vom Auswärtigen Amt veranstaltete "Konferenz für deutsche Beschäftigte bei Internationalen Organisationen" (zuletzt am 10. und 11. Juni 2010 mit mehr als 300 Teilnehmern),
- die ebenfalls vom Auswärtigen Amt entwickelte, internetgestützte Kommunikationsplattform "CommIO" (seit dem Start im Oktober 2008 bereits über 1400 registrierte Nutzer aus internationalen Organisationen).
Der Bericht konstatiert aber auch Defizite: So besteht Verbesserungspotential in einigen Organisationen inbesondere hinsichtich der Besetzung von Spitzenpositionen durch deutsche Beschäftigte. Nur der langfristig angelegte Aufbau geeigneter Kandidaten wird hier Abhilfe schaffen.
Internationale Organisationen werden bei der Bewältigung internationaler Krisen, wie jetzt aktuell bei der Finanzkrise, immer bedeutender. Für die Verwirklichung der Interessen Deutschlands ist es daher von besonderer Bedeutung, in den entscheidenen Gremien personell gut positioniert zu sein.
Stand 15.09.2010
