Hauptinhalt

Afghanistan

Afghanistan

Stand: Dezember 2014

Ländername: Islamische Republik Afghanistan

Klima: trocken und kontinental, heiße Sommer und kalte Winter

Lage: Zentralasien, grenzend an Turkmenistan, Tadschikistan, Usbekistan (im Norden), China und Pakistan (im Osten und Süden), Iran (im Westen)

Fläche: 652.000 qkm

Hauptstadt: Kabul (4,5 Millionen Einwohner, geschätzt 2011)

Bevölkerung: 30,6 Millionen Einwohner (geschätzt 2013). 23% der Bewohner leben in Städten (geschätzt 2011). Ethnische Aufteilung der Bevölkerung (geschätzt 2011): Paschtunen ca. 42%, Tadschiken ca. 27%, Hazara und Usbeken je ca. 9%, zahlreiche kleinere ethnische Gruppen (Aimak ca. 4%, Turkmenen ca. 3%, Baluchi 2%, sowie Nuristani und andere). Bevölkerungswachstum: 2,2% (geschätzt 2013). Durchschnittsalter der Bevölkerung: 18,2 Jahre (geschätzt 2011). 42,3% der Bevölkerung sind jünger als 15; nur 2,5% sind über 64. Geburtenrate 37,8 pro 1000 Einwohner (geschätzt 2014).

Landessprachen: Zwei offizielle Landessprachen Dari (50%) und Paschtu (35%). Daneben Turksprachen (insb. Usbekisch und Turkmenisch) 11% und zahlreiche weitere Sprachen. Viele Bürger sind zweisprachig.

Religionen: 99% Muslime (80% Sunniten und 19% Schiiten), sonstige 1% (geschätzt 2012)

Nationaltag: 19. August (Unabhängigkeitstag)

Unabhängigkeit: 08. August 1919 (von Großbritannien; Vertrag von Rawalpindi)

Regierungsform: Republik, Präsidialsystem

Staatsoberhaupt und Regierungschef: Mohammad Ashraf Ghani; Regierungsvorsitzender (CEO) Abdullah Abdullah (beide seit 29. September 2014 im Amt)

Wahlen: Der Präsident und zwei Vizepräsidenten werden auf fünf Jahre vom Volk direkt gewählt (Wiederwahl nur für eine weitere Amtszeit möglich). Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang mind. 50% der Stimmen erreicht, müssen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen in einer Stichwahl gegeneinander antreten.

Das afghanische Parlament schuf im Juli 2013 die notwendige gesetzliche Grundlage (Wahlgesetz und Wahlstrukturgesetz) für die Wahlen und die Arbeit der beiden zentralen Wahlinstitutionen. Die Unabhängige Wahlkommission (Independent Election Commission, IEC) organisiert den Wahlprozess, während die Wahlbeschwerdekommission (Independent Electoral Complaints Commission, IECC) sich der Beschwerden gegen Kandidaten und gegen Wahlbetrugsversuche annimmt. Am 5.4.2014 hielt Afghanistan die erste Runde der Präsidentschaftswahlen ab, am 14.6.2014 fand die Stichwahl zwischen Abdullah Abdullah und Mohammad Ashraf Ghani statt. Die hohe Wahlbeteiligung in beiden Runden galt als großer Erfolg der Wahl; allerdings wurde sie im Nachgang von Betrugsvorwürfen überschattet. Nach einer Überprüfung der Stichwahl unter internationaler Beobachtung gab die Wahlkommission am 21.9.2014 Ghani als neuen Präsidenten bekannt, sein Kontrahent Abdullah besetzt die neu geschaffene Position des Regierungsvorsitzenden (CEO).

Parlament: Das Parlament (“Nationalversammlung“) besteht aus zwei Kammern: das Unterhaus oder Volksvertretung (“Wolesi Jirga“) mit 249 Abgeordneten (für 5 Jahre gewählt), sowie dem Oberhaus oder Ältestenrat (“Meshrano Jirga“) mit 102 Abgeordneten. Das Oberhaus setzt sich laut Verfassung zu je einem Drittel aus Vertretern der Provinz- und Distrikträte zusammen. Das letzte Drittel der Senatoren wird durch den Präsidenten bestimmt. Die letzten Unterhauswahlen fanden am 18.9.2010 statt. Nach Veröffentlichung der Ergebnisse im November 2010 hat sich das neue Parlament am 26.02.2011 konstituiert. Am 21.08.2011 hat die Afghanische Unabhängige Wahlkommission entschieden, neun Abgeordnete wegen Unregelmäßigkeiten im Wahlverfahren durch Nachrücker zu ersetzen. Parlamentspräsident ist seit dem 27.2.2011 Abdul Rauf Ibrahimi.

Verwaltungsstruktur des Landes: Zentralstaat mit 34 Provinzen, die in Distrikte gegliedert sind. Provinzgouverneure und Distriktchefs werden von der Zentralregierung ernannt. Jede Provinz verfügt über einen Provinzrat. Die letzten Provinzratswahlen fanden zeitgleich mit der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 5.4.2014 statt, das Ergebnis wurde am 25.10.2014 verkündet. Unter den 458 gewählten Provinzräten sind auch 97 Frauen. Damit wurde die gesetzlich verankerte Zwanzig-Prozent-Quote leicht übertroffen.

Bruttoinlandsprodukt: 20,4 Mrd. USD (Schätzung der Vereinten Nationen, 2012)

Prokopf-BIP: 683 USD (Schätzung der Vereinten Nationen, 2012)

Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Entwicklung

Afghanistan ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Schwerpunkte sind: Energie, Trinkwasserversorgung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Grundbildung sowie die Förderung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte.
Nähere Informationen hierzu beim BMZ:

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere