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Erklärungen des Sprechers des Auswärtigen Amts in der Bundespressekonferenz vom 16.10.2017

Terroranschlag in Somalia

SEIBERT (Bundesregierung): Meine Damen und Herren, guten Tag! Ich möchte für die gesamte Bundesregierung unser Entsetzen über das terroristische Attentat ausdrücken, das am Samstag in Mogadischu weit über 200 Menschen ‑ möglicherweise weit über 250 Menschen ‑ das Leben genommen und Hunderte von Menschen verletzt hat. Auch in Somalia, wo die Menschen ja seit Langem schreckliche Erfahrungen mit der ständigen terroristischen Bedrohung haben, sticht diese massenmörderische Tat in ihrer Bösartigkeit und ihrer Dimension hervor. 

Wir denken in diesen Stunden an das leidgeprüfte somalische Volk. Wir denken an die Angehörigen der Toten und an die Verletzten. Es ist durch diese Tat wieder einmal klar geworden, dass die Terroristen in Somalia mit ihren Bomben den Menschen genau das verweigern wollen, was diese Menschen in Somalia so dringend ersehnen, nämlich Ruhe, Wiederaufbau, Ordnung und eine Chance auf eine friedliche Zukunft. 

Deutschland wird Somalia auf diesem Weg trotz aller Rückschläge, aller Tragödien weiter unterstützen. Wir ermutigen die somalische Regierung, ihren Weg hin zu einem demokratischen Prozess, zu innerstaatlicher Stabilisierung entschlossen weiter zu gehen.

[…]

FRAGE LEIFERT: Herr Seibert, welche Folgen hat Ihr Entsetzen und Ihr Gedenken an die Menschen in Somalia konkret? Wie werden Sie jetzt in Gesprächen, in Hilfestellungen Ihre Anteilnahme dort zum Ausdruck bringen? 

SEIBERT: Zunächst einmal muss man wissen, dass Deutschland bei der Unterstützung Somalias bereits sehr aktiv ist, dass wir dort einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Das heißt, wir sind sowohl militärisch an EU-Missionen beteiligt; wir leisten einen sehr starken und langfristigen Beitrag in der Entwicklungszusammenarbeit; wir leisten akute humanitäre Hilfe. Das alles rundet sich ab zu einer sehr deutlichen und klaren Unterstützung Somalias auf seinem Weg hin zu der Wiedererlangung von Stabilität. Das werden wir natürlich mit allem Nachdruck fortsetzen. 


Twitter-Marathon des Auswärtigen Amtes 

BREUL (Auswärtiges Amt): Schönen guten Morgen, bei mir geht es weniger ernst zu. Ich möchte Sie einladen. Wie Sie wissen, ist das Auswärtige Amt nur zu einem Bruchteil hier in Berlin vertreten. Ein großer Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet im Ausland an den Botschaften. Um Ihnen einen Einblick in die Arbeit der Botschaften und der Zentrale gewähren, werden wir am 17. Oktober um 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit für 24 Stunden einen Twitter-Marathon veranstalten. Sie können über den Twitteraccount des Auswärtigen Amtes und den Hashtag #AA24 eine ganze Reihe von Geschichten verfolgen, die an diesem Tag rund um den Globus passieren. Naturgemäß weiß ich jetzt noch nicht genau, was das sein wird. Wir sind selbst gespannt und hoffen darauf, dass Sie uns folgen. 


Mögliche Einladung durch den iranischen Präsidenten 

FRAGE JUNG: Herr Seibert, der französische Präsident Macron hat die Einladung von Herrn Rohani aus dem Iran angenommen und wird bald den Iran besucht. Hat die Kanzlerin auch eine Einladung aus dem Iran bekommen, und falls ja, wird sie diese annehmen? 

SEIBERT (Bundesregierung): Ich kann Ihnen heute keine Reise der Bundeskanzlerin in den Iran ankündigen. 

ZUSATZ JUNG: Ich habe ja gefragt, ob Herr Rohani Frau Merkel in den Iran eingeladen hat. 

SEIBERT: Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich kann Ihnen jedenfalls nicht ankündigen, dass die Bundeskanzlerin eine solche Reise plant. 

ZUSATZFRAGE JUNG: Herr Breul, ist Herr Gabriel in letzter Zeit in den Iran eingeladen worden? 

BREUL (Auswärtiges Amt): Dazu habe ich auch nichts zu berichten.


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Martin Schäfer

Der Sprecher des Auswärtigen Amts

Martin Schäfer ist Sprecher des Aus­wärtigen Amts.

Maria Adebahr

Die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts

Maria Adebahr ist stellvertretende Sprecherin des Aus­wärtigen Amts.

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