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IRENA: Erneuerbare Energien international fördern

Globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen: Energiesicherheit, Umweltschutz und Armutsbekämpfung lassen sich nicht im Alleingang erreichen. Erneuerbare Energien spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) fördert den Ausbau regenerativer Energien weltweit. Mit heute über 75 Mitgliedern, darunter die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika, ist die maßgeblich von Deutschland mit ins Leben gerufene IRENA ein großer Erfolg.

IRENA - Homepage

Deutschland als Gründungsvater der IRENA

Eine Internationale Organistation für erneuerbare Energien wurde erstmals 1981 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in Nairobi. 2001 veranstaltete Eurosolar (Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien) in Berlin eine Internationale Impulskonferenz für eine Internationale Organistaion für Erneuerbare Energien. Auf der Konferenz über erneuerbare Energien von 2004 in Bonn (Renewables 2004) wurde die Frage einer eigenen Organisation für erneuerbare Energien ebenso diskutiert wie auf der im Jahr 2008 abgehaltenen Washington International Renewable Energy Conference (WIREC), bei der von deutscher Seite bereits konkrete Ideen zu IRENA vorgestellt wurden. Die damiligen Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hatten das Ziel der Gründung einer IRENA 2005 im Koalitionsvertrag verankert.

Am 26. Januar 2009 wurde der Gründungsvertrag für die neue Organisation in Bonn unterzeichnet. Bereits einen Tag nach der Gründungskonferenz fand das erste Treffen der Mitgliedsstaaten statt. Deutschland ist sog. Depositar und damit Verwahrer von Unterzeichnungen und Ratifizierungen. Der Gründungsvertrag der IRENA trat am 8. Juli 2010 in Kraft, nachdem am 8. Juni die 25. Ratifikationsurkunde beim Auswärtigen Amt hinterlegt wurde. Bislang haben 148 Staaten sowie die Europäische Union das Statut unterzeichnet, über 75 Staaten haben ratifiziert. Weitere wichtige Partner werden in Kürze folgen.

Aufgaben der Organisation

IRENA ist die erste internationale Organisation, die sich ausschließlich auf erneuerbare Energien konzentriert. Die Organisation wird ihre Mitgliedsstaaten dabei beraten, ihre politischen Rahmenbedingungen anzupassen, Kompetenzen aufzubauen sowie Finanzierung und Technologie- und Wissenstransfer für erneuerbare Energien zu verbessern.

Viele Staaten haben sich weltweit das ambitionierte Ziele gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien an ihrem Energieverbrauch zu steigern. Dies ist bislang nur wenigen in entscheidendem Maße gelungen. Gleichzeitig bieten erneuerbare Energien bislang ungenutztes Potential:

  • Selbst erhebliche Nachfragesteigerungen können durch das enorme Energiepotenzial des Windes, der Sonne und anderer erneuerbarer Energiequellen gedeckt werden.
  • Mit sinkenden Technologiekosten werden erneuerbare Energien in Zukunft zu stabilen Energiepreisen beitragen.
  • Erneuerbare Energien ermöglichen die Reduzierung von Treibhausgasen und Luftschadstoffen.
  • Erneuerbare Energien können die Ärmsten der Welt mit Energie versorgen. Sie benötigen keine kostspieligen Stromnetze und können dezentral den Energiebedarf der gesamten Weltbevölkerung decken.

IRENA soll dazu beitragen, die Lücke zwischen dem Potenzial und dem noch ausbaufähigem Marktanteil weltweit so schnell wie möglich zu schließen.

Bonn ist Standort des Technologie-Zentrums für Erneuerbare Energien

Im Wettbewerb zwischen Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Österreich um den Sitz der IRENA ist eine gemeinsame Lösung gefunden worden: Abu Dhabi ist Hauptsitz der IRENA, Bonn Sitz des Innovations- und Technologiezentrums und Wien erhält ein Verbindungsbüro für Kontakte zur UN im Bereich Energie und zu anderen internationalen Institutionen.

Deutschland wird in Bonn vier Millionen Euro in den Aufbau des Innovations- und Technologiezentrums investieren und jährlich zwischen zwei und drei Millionen Euro bereitstellen. Deutschland als Technologieführer behält damit maßgeblichen Einfluss auf die internationale Entwicklung der Erneuerbaren Energien.


Stand 09.06.2011

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