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Fit für die Krise: Laufbahnübergreifendes "Zirkeltraining" in der Akademie

Flugzeugabstürze, Erdbeben, Terroranschläge, politische Umwälzungen – sobald im Ausland Krisen auftreten, sind die Botschaften und Konsulate vor Ort und ist die Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin gefragt. Vorrangig geht es darum, möglicherweise betroffenen Deutschen und anderen EU-Bürgern Hilfe zu gewähren. Hinzu kommt Unterstützung für das Gastland bei der Bewältigung der Krise, zum Beispiel durch die Entsendung von Rettungsteams oder humanitäre Hilfslieferungen. In der Krise ist es besonders wichtig, dass Teamarbeit gut funktioniert und möglichst jeder eine konkrete Vorstellung von den anstehenden Aufgaben hat.

Vom 9. bis 13. Januar fand daher in der Akademie Auswärtige Dienst zum sechsten Mal das laufbahnübergreifende Zirkeltraining statt. Über 110 Anwärterinnen und Anwärter für den mittleren, den gehobenen und den höheren Auswärtigen Dienst – die KSA 09, die RSA 10 und die Attachés der 66. Crew - durchliefen in gemischten Gruppen verschiedene Stationen, in denen sie sich unter anderem mit interkulturellen Fragen, Problemen der Mitarbeiterführung und Teambildung und mit dem Themenbereich humanitäre Hilfe beschäftigten. Herzstück des laufbahnübergreifenden Zirkeltrainings war wie immer die Vorbereitung auf konkrete Krisensituationen.

Der Leiter des Krisenreaktionszentrums und Mitarbeiter des Pressereferats berichteten sehr plastisch, vor welchen Herausforderungen das Auswärtige Amt angesichts der immer häufiger auftretenden Krisen weltweit steht. Nach einer Einführung ins Kriseninformationssystem "KriSys" absolvierten die RSA, KSA und Attachés eintägige Krisensimulationen, in denen die Aufgaben einer Auslandsvertretung bei einem Erdbeben, bei politischen Unruhen oder einem Großschadensereignis sehr realitätsnah nachgespielt wurden. Die Simulationen wurden von den Sprachdozenten der Akademie und von Experten der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durchgeführt.

Auf die Krise eingestellt: Das "Lagezentrum" in der Akademie

Auf die Krise eingestellt: Das "Lagezentrum" in der Akademie
© AA

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Auf die Krise eingestellt: Das "Lagezentrum" in der Akademie

Auf die Krise eingestellt: Das "Lagezentrum" in der Akademie

Auf die Krise eingestellt: Das "Lagezentrum" in der Akademie

Alle Teilnehmer werden in diesem Jahr ihre Ausbildung beenden und ihren ersten Posten antreten. Viele werden im Sommer ins Ausland versetzt. "Auf Sie warten spannende Eindrücke und neue Herausforderungen, die Sie, davon bin ich überzeugt, mit dem, was Sie mitbringen und dem, was Sie hier in Ihrer Ausbildung gelernt haben, gut und sicher bewältigen werden", erklärte die stellvertretende Leiterin der Akademie Auswärtiger Dienst, Sabine Stöhr, zur Eröffnung des laufbahnübergreifenden Zirkeltrainings. "Genauso wichtig wie das theoretische Wissen ist dabei Ihre Fähigkeit, mit unvorhergesehenen Krisen umzugehen, Aufgaben gemeinsam zu lösen, unter Stress einen kühlen Kopf zu bewahren und mit Personen aus anderen Kulturkreisen aufgeschlossen und respektvoll umzugehen. Das Auswärtige Amt braucht keine Einzelkämpfer, sondern Teamspieler." Die Woche des laufbahnübergreifenden Zirkeltrainings an der Akademie Auswärtiger Dienst bot die Möglichkeit, all diese Fähigkeiten einzuüben und zu vertiefen.

Rund um die Uhr im Einsatz: Mehr zum Krisenreaktionszentrum im Auswärtigen Amt


Stand 13.01.2012