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Monaco

Wirtschaft

Stand: Oktober 2013

Wirtschaftslage

Das Bruttoinlandsprodukt von Monaco lag im Jahr 2011 bei 4,375 Milliarden Euro (2010: 4,04 Mrd. Euro). Damit betrug die Wachstumsrate 2011 gegenüber dem Vorjahr 6,6 Prozent. Bei der offiziellen Berechnung des BIP pro Kopf wird nicht nur die Wohnbevölkerung (36.371 Personen, davon nur 8.389 eigentliche Monegassen) berücksichtigt, sondern auch die pendelnden Erwerbspersonen aus dem Umland einbezogen, so dass das BIP statistisch auf 76.565 Personen bezogen wird. Daraus ergibt sich für 2011 ein BIP pro Kopf von 57.135 €.

Die große Zahl von Pendlern weist bereits darauf hin, dass Vollbeschäftigung herrscht – die  Arbeitslosenquote liegt bei Null Prozent. Die Zahl der Beschäftigten nahm im Jahr 2011 um 2,65 Prozent zu und übersteigt mit 50.580 die Zahl der Einwohner. Im Jahr 2011 betrug die Inflationsrate 1,5 Prozent.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Rund ein Drittel (32,4 Prozent) des Gesamtumsatzes Monacos stammen aus zwei Wirtschafts­zweigen. Hierbei handelt es sich um den Banken- und Versicherungssektor (16,5 Prozent am BIP), sowie dem Sektor der wissenschaftlichen und technischen Aktivitäten und der Verwaltung (15,9 Prozent des BIP). Weitere wichtige Zweige sind Handel, Tourismus und die Immobilienbranche.

Außenhandel

Monaco hat eine Zollunion mit Frankreich, daher erfasst Monacos Außenhandelstatistik nicht den Warenaustausch mit Frankreich. Aus diesem Grund wird Deutschland als zweit-wichtigster Außenhandelspartner nach Italien für Monaco geführt.

Der Wert der Exporte aus Monaco überstieg 2011 mit 622 Mio. € den der Importe von 610 Mio. €, so dass sich ein Handelsbilanzüberschuss von 12 Mio. € ergab.

Der Wert monegassischer Exporte nach Deutschland belief sich auf 53 Mio. € (entspricht 16 Prozent des monegassischen Gesamtexports), nach Italien (17 Prozent) und vor Großbritannien (14,4 Prozent). Bei den Herkunftsländern der Importe nach Monaco liegt Deutschland mit einem Wert von 80,5 Mio. € (entspricht 26 Prozent des Gesamtimports Monacos) hinter Italien (31,4 Prozent) und vor Großbritannien (19,4 Prozent).

Infrastruktur

Ein großer Anteil der Staatsausgaben wird für den Ausbau der Infrastruktur verwandt. Um mehr wertvolle Bauflächen zu gewinnen wurde der Gleiskörper der Eisenbahn unter die Erde verlegt.

Wissenschaft und Technologie

Die technische Infrastruktur Monacos ist hoch entwickelt. Insbesondere der Telekommunikationssektor des Fürstentums ist auf einem führenden Entwicklungsstand.

Seit 2006 existiert die von Fürst Albert II gegründete Umweltstiftung „Fondation Prince Albert II de Monaco“, deren deutscher Zweig „Freunde der Stiftung Fürst Albert II“ im Februar 2009 eröffnet wurde. Das Tätigkeitsspektrum dieser Stiftung umfasst den Klimawandel, Biodiversität und Wasser.

Staatshaushalt

Den Staatseinnahmen von 810 Mio. € standen 2011 Ausgaben von 861 Mio. € gegenüber, so dass sich ein Defizit von 50 Mio. €  ergab. 2010 betrug das Defizit 78 Mio. €.  Dennoch ist Monaco eines der wenigen Länder ohne Staatsverschuldung. Im Falle einer defizitären Jahresbilanz wird diese durch Entnahmen aus dem Staatsvermögen ausgeglichen.

Haupteinnahmequellen sind Mehrwertsteuer (49 Prozent), Körperschaftsteuer, Steuer auf wirtschaftliche und juristische Transaktionen sowie diverse andere Steuereinnahmen.
Eine Einkommensteuer für natürliche Personen wird nicht erhoben. Die früher für die Staatseinnahmen bedeutenden Staatsmonopole (Spielbank, Briefmarken, Tabaksteuer) spielen heute nur noch eine geringe Rolle.

Das Land hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Bankenaufsicht zu stärken und Geldwäschemöglichkeiten zu unterbinden.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.