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Monaco

Wirtschaft

Stand: Dezember 2014

Wirtschaftslage

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Monaco lag im Jahr 2013 bei 4,94 Milliarden Euro (2012: 4,48 Mrd. Euro). Damit betrug die Wachstumsrate 2013 gegenüber dem Vorjahr 9,3 Prozent. Bei der offiziellen Berechnung des BIP pro Kopf wird nicht nur die Wohnbevölkerung (36.136 Personen, davon nur 8.837 monegassische Staatsangehörige, Stand 2013) berücksichtigt, sondern auch die pendelnden Erwerbspersonen aus dem Umland einbezogen, so dass das BIP statistisch auf 75.279 Personen bezogen wird. Daraus ergibt sich für 2013 ein BIP pro Kopf von 64.082€.

Die große Zahl von Pendlern weist bereits darauf hin, dass nahezuVollbeschäftigung herrscht – die  Arbeitslosenquote liegt bei circa zwei Prozent. Die Zahl der Beschäftigten nahm im Jahr 2013 um 2,4% zu und übersteigt mit 50.792 die Zahl der Einwohner. Im Jahr 2012 betrug die Inflationsrate 1,7%.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Mehr als ein Drittel (33,4%) des Gesamtumsatzes Monacos stammen aus zwei Wirtschafts­zweigen. Hierbei handelt es sich um den Banken- und Versicherungssektor (16,7% am BIP) sowie den Sektor der wissenschaftlichen– und technischen Aktivitäten und der Verwaltung (16,7% des BIP). Weitere wichtige Zweige sind Handel (8,3%), Verwaltung, Bildung, Gesundheit und Soziales (8,2%) und die Immobilienbranche (8,4%).

Außenhandel

Monaco hat eine Zollunion mit Frankreich, daher erfasst Monacos Außenhandelstatistik nicht den Warenaustausch mit Frankreich. Aus diesem Grund wird Deutschland als wichtigster Außenhandelspartner vor Italien für Monaco geführt.

Den überwiegenden Teil seines Außenhandels wickelt Monaco mit Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) ab (66 % des Exports und 67 % des Imports). Wichtige Wirtschaftspartner außerhalb der EU sind die USA, Tunesien und China.

Der Gesamtwert der Exporte von Monaco überstieg 2013 mit 1.037 Mio. € den der Importe von 1.015 Mio. €, so dass sich ein Handelsbilanzüberschuss von circa 22 Mio. € ergab.

Infrastruktur

Ein großer Anteil der Staatsausgaben wird für den Ausbau der Infrastruktur verwandt. Um mehr wertvolle Bauflächen zu gewinnen wurde der Gleiskörper der Eisenbahn unter die Erde verlegt.

Wissenschaft und Technologie

Die technische Infrastruktur Monacos ist hoch entwickelt. Insbesondere der Telekommunikationssektor des Fürstentums ist auf einem führenden Entwicklungsstand.

Seit 2006 existiert die von Fürst Albert II gegründete Umweltstiftung „Fondation Prince Albert II de Monaco“, deren deutscher Zweig „Freunde der Stiftung Fürst Albert II“ im Februar 2009 gegründet wurde. Das Tätigkeitsspektrum dieser Stiftung umfasst den Klimawandel, Biodiversität und Wasser. Monaco ist bestrebt, sich als einer der Vorreiter für Umweltschutz unden Schutz der Meere zu etablieren, so im Rahmen von "Rio+20".

Staatshaushalt

Im Jahr 2012 standen den Staatseinnahmen von rd. 900 Mio Euro (2011: 810 Mio Euro) Ausgaben von 896 Mio. € (2011: 861 Mio Euro) gegenüber, so dass der Haus­halt erstmals seit 2008 wieder einen Überschuss verzeichnete.

Haupteinnahmequellen sind Mehrwertsteuer (49 Prozent), Körperschaftsteuer, Steuer auf wirtschaftliche und juristische Transaktionen sowie diverse andere Steuereinnahmen.
Eine Einkommensteuer für natürliche Personen wird nicht erhoben. Die früher für die Staatseinnahmen bedeutenden Staatsmonopole (Spielbank, Briefmarken, Tabaksteuer) spielen heute nur noch eine geringe Rolle.

Das Land hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Bankenaufsicht zu stärken und Geldwäschemöglichkeiten zu unterbinden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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