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Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Oktober 2012
Bildungspolitik und Bildungssystem
Bildungspolitik ist ein Schwerpunktbereich der botsuanischen Entwicklungspolitik. Das Land ist auf vielen Gebieten immer noch von ausländischen Fachkräften abhängig, insbesondere bei modernen Technologien, in der Leitung großer staatlicher Unternehmen und im Dienstleistungssektor.
Die Schulausbildung war bis 2007 in Botsuana kostenlos, seitdem wurden Schulgebühren eingeführt, die etwa 50 Euro pro Kind und Jahr ausmachen. Das Schulsystem wurde nach britischem Vorbild entwickelt. Neben staatlichen Schulen bestehen auch einige wenige private Einrichtungen. Setsuana ist die erste, Englisch die zweite offizielle Amtssprache. Englischunterricht wird deshalb auch an den Schulen erteilt, bzw. wird im Sekundarschulbereich auf Englisch unterrichtet.Weitere Fremdsprachen wie Französisch, Chinesisch oder Spanisch werden hauptsächlich an Privatschulen gelehrt. Die Alliance Française unterhält ein Sprachkursangebot.
90 Prozent der Kinder haben Zugang zu den Primärschulen und 63 Prozent besucht eine der Mittelschulen. Die Analphabetenrate ist mit 8,8 Prozent im regionalen Vergleich relativ niedrig.
Die Universität von Botsuana war bisher die einzige des Landes (25.000 Studenten, nicht alle Fachbereiche werden angeboten). Im August wurde die Botswana International University of Science and Technology (BIUST) in Palapaye gegründet. Darüber hinaus gibt es noch das Botsuana College of Agriculture, welches Bachelorstudiengänge anbietet.
Außerdem entsendet der Staat viele Studenten mit staatlichen Stipendien ins Ausland, in erster Linie nach Südafrika, aber auch in die USA, nach Großbritannien, China und Russland.
Kultur
Eigenständige kulturelle Überlieferungen finden sich in Volkstänzen und im Volksgesang. Die größte kulturelle Veranstaltung ist das alljährlich im April stattfindende Maitisong-Festival in der Hauptstadt Gaborone, zu dem Theater- und Musikgruppen aus dem ganzen südlichen Afrika anreisen. Daneben zieht das Kuru San Dance Festival im August jeden Jahres in der Nähe von D'kar in der Kalahari drei Tage lang Besucher an, welche sich von den traditionellen Tänzen und Gesängen der Buschmänner (San) begeistern lassen.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
