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Monaco

Außenpolitik

Stand: Oktober 2013

Verhältnis zu Frankreich und zur Europäischen Union

Mit dem Inkrafttreten am 15. Februar 2006 des Grundlagenvertrags mit Frankreich vom 24. Oktober 2002 hat sich Monaco weiter von Frankreich losgelöst und insbesondere seinen außenpolitischen Spielraum erhöht. Nachdem Monaco zuvor ein „vorheriges Einvernehmen“ Frankreichs zu allen außenpolitischen Entscheidungen einzuholen hatte, ist nunmehr eine „angemessene und regelmäßige Abstimmung“ zu den Grundzügen der internationalen Beziehungen Monacos vorgesehen.

Zwischen Monaco und Frankreich hatte jahrzehntelang ein völkerrechtliches Protektorats-Verhältnis, das im "Schutzvertrag mit Frankreich" von 1918 kodifiziert worden war, bestanden. Frankreich garantierte darin zwar die Unabhängigkeit und Souveränität Monacos, wichtige Einzelentscheidungen der monegassischen Außenpolitik wurden jedoch einer Konsultationspflicht unterworfen. Der neue Grundlagenvertrag hat diesen Schutzvertrag abgelöst.

Frankreich ist heute mit einer eigenen Botschaft in Monaco vertreten, ebenso wie Italien. Andere Länder, wie Deutschland, haben sich für Doppelakkreditierungen in der Regel des Botschafters in Paris entschieden.

Monaco ist kein Mitgliedstaat der EU, unterhält zu ihr aber enge Beziehungen. Über Frankreich nimmt Monaco am Schengen-Raum teil. Seit 1997 nimmt Monaco an der Zollunion der EU und seit 2000 an der Warenverkehrsfreiheit des Binnenmarkts teil. Monaco unterhält eine Vertretung bei der EU in Brüssel.

Zahlungsmittel in Monaco ist der Euro. Mit dem Inkrafttreten am 30. März 2012 der EU-Verordnung zur SEPA (Single Euro Payment Area) beteiligt sich Monaco an der Einführung eines europaweit einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums.

Monaco ist Mitglied der am 13. Juli 2008 gegründeten „Union für das Mittelmeer“.

Auswärtige Beziehungen

Seit Abschluss des Grundlagenvertrags mit Frankreich baut Monaco seine diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten aus. Inzwischen sind 50 Botschafter in Monaco akkreditiert. Daneben gibt es 75 konsularische Vertretungen in Monaco. Monaco selbst unterhält 124 Konsulate in 72 verschiedenen Ländern sowie neun Botschaften in 20 Ländern bzw. internationalen Organisationen

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Monaco ist seit dem 28. Mai 1993 Mitglied der Vereinten Nationen, gehörte jedoch schon vorher zahlreichen internationalen Sonderorganisationen an, z.B. der UNESCO, der WHO, der Internationalen Fernmeldeunion (ITO), dem Weltpostverein (UPU) und der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO). Monaco ist Mitglied des Exekutivrats der UNESCO. Diese vierjährige Mitgliedschaft endet im November 2013. Monaco nimmt außerdem mit Sitz und Stimme an zahlreichen internationalen Konferenzen teil. Seit 2004 ist Monaco Mitglied des Europarats.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.