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Ausstellung "Nie wieder Atomtests! – Deutschland und der Teststoppvertrag" im Auswärtigen Amt

Überirdischer Atomwaffentest in Polynesien, 1971

Überirdischer Atomwaffentest in Polynesien, 1971
© Creative Commons

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Überirdischer Atomwaffentest in Polynesien, 1971

Überirdischer Atomwaffentest in Polynesien, 1971

Überirdischer Atomwaffentest in Polynesien, 1971

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die gesamte Bandbreite des Themenkomplexes Teststoppvertrag, von den Anfängen der Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization (CTBTO) über die technische Umsetzung bis hin zum aktuellen Stand der Implementierung des Vertrages und einem Ausblick auf die Zukunft des noch nicht in Kraft getretenen Vertragswerks.

Bei der Ausstellungseröffnung am 2. September lobte Staatsminister Michael Roth die Wirkung des CTBT schon vor seinem eigentlichen Inkrafttreten. Denn außer Nordkorea halten sich alle Staaten der Welt an das Teststopp-Moratorium. Allerdings stellte Roth auch klar:

Es gibt überhaupt keinen Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Der Vertrag muss so schnell wie möglich in Kraft treten, um seine volle normative Kraft entfalten zu können. Immer noch haben acht Staaten den Vertrag nicht ratifiziert – darunter die USA, Israel, China, Iran und Nordkorea. Dafür werben wir gemeinsam mit den Staaten, die sich als Freunde des Teststopp-Vertrags dieses Ziel auf die Fahnen geschrieben haben.

Die Ausstellung veranschaulicht durch interaktive Exponate der Partner CTBTO, Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die komplexe Materie des CTBT. Dadurch macht sie das Thema für das Publikum durch haptische Erfahrungen erlebbar. Anfassen der Exponate durch die Besucher ist hier ausdrücklich erwünscht.

Als Vorgeschmack auf die Ausstellung finden Sie hier Informationen zu ausgewählten Exponaten:

Die Operationsbasis der Atomtestdetektive

Die CTBTO hat dem Auswärtigen Amt für die Ausstellung ein Zelt zur Verfügung gestellt, das in umfassenden Feldübungen der CTBTO verwendet wird und als Operationsbasis für die Inspekteure dient. Diese Zelte sind extrem widerstandsfähig, halten Stürmen und Temperaturen von minus 44 bis plus 49 Grad Celsius stand und können daher in allen Klimazonen genutzt werden. Bei einer Feldübung in Jordanien im November 2014 war die Operationsbasis innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit. Ca. 24 dieser Zelte dienten als Besprechungs- und Arbeitsräume sowie zur Unterkunft. Während der Ausstellung wird das Zelt für Besucher begehbar sein. Ausrüstungsgegenstände einer Vor-Ort-Inspektion komplettieren den Gesamteindruck einer Feldübung der CTBTO.

Ground Penetrating Radar System der CTBTO

Ground Penetrating Radar System der CTBTO
© CTBTO

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Ground Penetrating Radar System der CTBTO

Ground Penetrating Radar System der CTBTO

Ground Penetrating Radar System der CTBTO

Georadar

Das "Ground Penetrating Radar System" erlaubt mittels hochfrequenter elektromagnetischer Wellen eine Charakterisierung des Untergrunds bis zu einer Tiefe von 12m. 

Das bei Vor-Ort-Inspektionen verwendete System befindet sich auf einem kleinen Wagen und wird zum Aufspüren von Abweichungen der natürlichen Beschaffenheit des Untergrunds genutzt, wie zum Beispiel von Spalten, Hohlräumen oder Kabelsträngen. 

Das Georadar steht unseren Besuchern gemeinsam mit einem Fototeppich von einer CTBTO-Feldübung in Jordanien für eigene Erkundungen zur Verfügung.

"1945 – 1998"

Der japanische Künstler Isao Hashimoto widmet sich in seinen Kunstwerken zu Nuklearwaffen den Themen Angst und Absurdität. Im Rahmen dieser Ausstellung zeigt das Auswärtige Amt sein beeindruckendes 15-minütiges Video “1945 – 1998“ aus dem Jahr 2009, in dem Hashimoto alle Atomwaffentest seit 1945 in einer Weltkarte illustriert. Als Vorgeschmack auf die Ausstellung finden Sie das Video unter:

www.youtube.com

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit der Comprehensive Nuclear-Test-Ban Organization, dem Bundesamt für Strahlenschutz und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.

Die Ausstellung ist vom 2. September bis zum 15. Oktober 2015 im Lichthof des Auswärtigen Amts zu sehen. Öffnungszeiten: wochentags von 10 bis 19 Uhr.

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Stand 21.08.2015

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