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Jamaika

Wirtschaft

Stand: März 2015

Aktuelle Wirtschaftslage

Im Jahr 2014 wuchs die Wirtschaft nach Angaben den Bank of Jamaica um 0,9 Prozent. Damit hält die leichte Aufwärtsbewegung, die in der zweiten Hälfte 2013 einsetzte, an. Die Prognosen sehen eine Fortsetzung dieses Wachstums bei durchschnittlich 1,5, bis 2 Prozent.

Die offizielle Arbeitslosenrate lag im Oktober 2014 bei 14,2 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt im Alterssegement 14 bis19 Jahren bei 41,8 Prozent (minus 7,6 % gegenüber Oktober 2013) und im Altersegment von 20 bis 24 Jahren bei 31,4 Prozent (minus 3,8 % gegenüber Oktober 2013).  Die Inflationsrate lag im Kalenderjahr 2014 bei 6,4 Prozent und damit unterhalb des Zielkorridors (7-9%) der Zentralbank. Die Nettowährungsreserven sind auf 2,181 Mrd. US$ (Quelle: Bank of Jamaica,) gestiegen.

Sozial abfedernd wirken die Überweisungen der Auslandsjamaikaner (vor allem aus USA, Großbritannien und Kanada). Die wirtschaftliche Stagnation der vergangenen Jahrzehnte hat zur Auswanderung und damit zum Verlust vieler gut ausgebildeter Jamaikaner geführt. Ihre jährlichen Überweisungen an die Familien zu Hause lagen 2013 bei über 2 Milliarden US-Dollar. Die Überweisungen der Auslandjamaikaner leisten neben dem Tourismus den größten Beitrag zur Wirtschaft.


Wirtschaftsstruktur

Die jamaikanische Wirtschaft wird gestützt von den vier Säulen Tourismus, Überweisungen der Auslandsjamaikaner, Tonerde/Bauxit und dem informellen Sektor. Letzterer wird von der Weltbank auf ein Volumen von 43 Prozent des BIP geschätzt. Zwei Drittel des (formellen) BIP entfallen auf den Dienstleistungssektor, nur circa 27 Prozent auf die Industrie, Landwirtschaft und Bergbau. Vor allem in der Landwirtschaft zeichnen sich erste Erfolge der Reformprogramme ab. Der Sektor konnte überproportional zulegen (1. Quartal 2014 um 18%).


Außenhandel

Jamaika ist weltweit einer der größten Exporteur von Bauxit beziehungsweise Tonerde. Die Branche musste jedoch seit Mitte 2008 einen dramatischen Preisverfall und infolge der internationalen Wirtschaftskrise eine sinkende Nachfrage verkraften. Der Markt erholte sich nur sehr langsam. Bei der Dominanz des Dienstleistungssektors (Tourismus, Finanzen, Transport, Handel) und der Abhängigkeit von nur wenigen Exportgütern (Bauxit, Zucker, Kaffee, Rum) sorgt der hohe Bedarf an Konsum- und Investitionsgüterimporten (vor allem aus den USA) traditionell für eine stark negative Handelsbilanz. Importiert werden vor allem Konsumgüter, Rohstoffe, Kraftstoff und Kapital-/Investitionsgüter. In den ersten beiden  Quartalen 2014  importierte Jamaika Waren im Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar und exportierte Waren im Wert von 717 Millionen US-Dollar.

Die USA bleiben auch im laufenden Jahr der mit Abstand größte Handelspartner.


Staatshaushalt/Verschuldung

Im Mai 2013 hat Jamaika mit dem IWF eine „Extended Fund Facility“ über 4 Jahre (2014-17) über ca. 2 Milliarden US-Dollar (davon WB und IDB je 510 Mio.) abgeschlossen. Mittlerweile konnte Jamaika seine Verschuldung von circa 147 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Januar 2013) auf 138% reduzieren (Oktober 2014). Das bisher erfolgreich angelaufene Reformprogramm soll Jamaika aus der Überschuldung heraus auf den Weg eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums führen. Im Dezember 2014 hat Jamaika die 6. Überprüfung erfolgreich bestanden, und Mitte Februar 2015 ist die 7. Überprüfung angelaufen.


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