Hauptinhalt

'Rumours About Germany' - Aufklärungskampagne in Afghanistan

Das Auswärtige Amt hat in Afghanistan im Rahmen seiner Aufklärungskampagne gegen falsche Gerüchte und Lügen von Schleppern eine Plakataktion gestartet. Die Kampagne richtet sich über Plakate und soziale Medien an Afghaninnen und Afghanen, die über eine Flucht nach Deutschland nachdenken. Sie sollen davor bewahrt werden, auf Grundlage falscher Informationen ihr Leben auf dem Weg nach Deutschland zu riskieren.

Schleuser streuen gezielt Falschinformationen

Bereits seit mehreren Wochen geht das Auswärtige Amt gegen die Vielzahl von Gerüchten und Lügen vor, die insbesondere in den sozialen Medien über die Flucht nach Deutschland verbreitet werden. Dort streuen Schleuser gezielt Falschinformationen, um ihr kriminelles Geschäft zu beleben. Dazu gehört etwa die falsche Behauptung, dass Flüchtlinge in Deutschland sofort eingebürgert werden, oder dass die deutsche Unterstützung für die Stabilisierung Afghanistans eingestellt werden soll. Die deutschen Auslandsvertretungen in den Herkunftsländern haben diese Lügen in den lokalen Medien und über ihre eigenen Social-Media-Kanäle aufgegriffen und richtiggestellt.

Großflächige Plakate und Kampagne in sozialen Medien

Auch auf Bussen in Stadt und Land wird aufgeklärt

Auch auf Bussen in Stadt und Land wird aufgeklärt
© Auswärtiges Amt

Bild vergrößern
Auch auf Bussen in Stadt und Land wird aufgeklärt

Auch auf Bussen in Stadt und Land wird aufgeklärt

Auch auf Bussen in Stadt und Land wird aufgeklärt

In der ersten Phase wurden Ende 2015 in Kabul, Masar-e Scharif und Herat großflächige Plakate an Orten mit besonders hohem Durchgangsverkehr aufgestellt. Darauf sind in den lokalen Sprachen Dari und Paschtu Fragen formuliert: "Afghanistan verlassen? Sind Sie sicher?" und "Afghanistan verlassen? Haben Sie das gut durchdacht?". Darunter verweisen die Plakate auf den Hashtag "#RumoursAboutGermany" und das Informationsportal "www.rumoursaboutgermany.info", mit denen das Auswärtige Amt im Internet systematisch falsche Gerüchte aufgreift und richtigstellt. In der zweiten Phasen sind Anfang 2016 sowohl Überland- als auch Stadtbusse mit dem Aufklärungsslogan beklebt worden.

Aufklärung, nicht Abschreckung

Das Ziel der Kampagne ist Aufklärung, nicht Abschreckung. Denn aktuell verkaufen manche Menschen all ihr Hab und Gut, um damit kriminelle Schleuser zu bezahlen und ihr Leben auf der Flucht zu riskieren - angelockt von bewusst gestreuten Falschinformationen über Deutschland. Die Aktion antwortet darauf mit verständlichen Darstellungen zu den tatsächlichen Lebensumständen in Deutschland und den Risiken der Flucht sowie den rechtlichen Bedingungen für Einreise und Aufenthalt. 

Ein wichtiger Teil der Botschaft ist das klare Bekenntnis zum deutschen Engagement in Afghanistan. Denn die Arbeit an Stabilisierung und zivilem Wiederaufbau steht nicht in Frage. Und die Beteiligung an der Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte im Rahmen der Mission "Resolute Support" soll nach der für Dezember erwarteten Zustimmung des Bundestages verlängert werden.

Die Aktion wird flankiert durch das Informationspaket "Flucht nach Europa", das die Deutsche Welle seit Ende September auf den Sprachen Dari, Paschtu und Urdu für Afghanistan und Pakistan anbieten. Außerdem läuft die Aufklärungsarbeit der deutschen Auslandsvertretungen weit über die Region hinaus weiter. Denn niemand sollte aufgrund falscher Informationen sein Leben in die Hände von kriminellen Schleppern legen.

Zum Weiterlesen

Informationsportal www.rumoursaboutgermany.info

Regionaler Schwerpunkt Afghanistan


Stand 26.01.2016

Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere