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Gabun

Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2013

Politische Beziehungen

Die Politischen Beziehungen mit Gabun sind spannungsfrei, aber ausbaufähig. Es besteht eine enge Zusammenarbeit im Rahmen internationaler Organisationen. Diplomatische Beziehungen zwischen Gabun und Deutschland bestehen seit der Unabhängigkeit Gabuns 1960. Eine deutsche Botschaft wurde in Libreville im Jahre 1962 eröffnet. 1994 wurde Deutschland - zusammen mit anderen Partnern Gabuns - gebeten, als Vermittler an den Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition ("Comité de suivi des Accords de Paris") teilzunehmen.

Im Rahmen der Vereinten Nationen und anderer zwischenstaatlicher Gremien setzt sich Gabun häufig für deutsche Belange ein. In den letzten Jahren weilten verschiedene Mitglieder der gabunischen Regierung zu offiziellen Besuchen in Deutschland. Im Juni 2005 war der gabunische Staatspräsident Omar Bongo Ondimba zu einem offiziellen Besuch in Deutschland. Von deutscher Seite besuchten  im Juli 2006 im Rahmen der Eufor-Aktion "Unterstützung der Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo" der damalige Bundesverteidigungsminister Jung und im Dezember 2007 der damalige Bundeswirtschaftsminister Glos mit Unternehmerdelegation das Land. In seiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter hat Herr Glos Gabun auch in den Jahren 2010 und 2011 besucht.

Wirtschaftsbeziehungen

Die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen haben Potential zum weiteren Ausbau. Gabun ist außerordentlich rohstoffreich und hat ein interessantes Programm für die wirtschaftliche Entwicklung. Davon könnten auch deutsche Firmen profitieren. Bisher sind deutsche Firmen im Gesundheitssektor, in der Zementproduktion, im Logistiksektor und der Infrastruktur in Gabun aktiv. Die Frankreich-Orientierung des Landes, ein begrenzter Markt, hohe Produktions- und Lebenshaltungskosten, Korruption sowie Fachkräftemangel erschweren ausländische Direktinvestitionen, an denen Gabun großes Interesse hat. Gabun ist ein Land mit mittlerem Einkommen und ist deshalb kein Partnerland der bilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die 1992 mit dem Projekt der Rehabilitation der Forstschule Cap Esterias wieder aufgenommenen deutschen Leistungen im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit sind 2001 ausgelaufen. Im Jahre 2012 hat die GIZ ein ppp-Projekt mit der Firma Shell in Gabun begonnen. Seit Juli 2009 fliegt die Lufthansa Libreville fünf Mal pro Woche an, seit November 2010 im Direktflug.

Kulturelle Beziehungen

An 27 Schulen -davon seit 2008 zwei PASCH-Schulen- erhalten etwa 5.000 Schüler Unterricht in Deutsch als zweiter Fremdsprache. An der Staatsuniversität Omar Bongo in Libreville wurde im Januar 2010 der Fachbereich Deutsch eingeführt. Dort sind jetzt 35 Studenten eingeschrieben. Seit 1982 vergibt die gabunische Regierung jährlich etwa 25 Stipendien für Studien in Deutschland überwiegend in naturwissenschaftlichen Fächern. Insgesamt studieren ca. 200 junge Gabuner in Deutschland. Betreut werden diese von den Carl Duisberg Centren. Die medizinische Fakultät der Universität Tübingen betreibt Malaria-Forschung am Albert-Schweitzer-Hospital in Lambarene mit einem intensiven Austausch von Studenten und Wissenschaftlern. Ebenso besteht eine punktuelle Zusammenarbeit deutscher Forschungsinstitute mit dem internationalen medizinischen Forschungszentrum (Centre de Recherches Medicales, Schwerpunkt Primatenforschung, HIV) in Franceville. Das Interesse Gabuns an der Ausbildung von Sporttrainern an deutschen Hochschulen ist ungebrochen. Es werden jährlich 2-3 Trainer nach Leipzig entsandt.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.