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Botsuana

Wirtschaft

Stand: Oktober 2014

Überblick

Botswana gehört zu den Ländern mit einem gehobenen mittleren Einkommen (Upper Middle Income Country) und steht dennoch – ungeachtet aller bemerkenswerten Fortschritte seit seiner Unabhängigkeit 1966 – vor den typischen Herausforderungen eines Entwicklungslandes: Hohe Abhängigkeit von einem Rohstoff (Diamanten), begrenzte öffentliche Infrastruktur (Straßen, Telekommunikation, Wasser- und Stromversorgung) sowie hohe Arbeitslosigkeit (ca. 18 Prozent) sowie verbreitete Armut weiter Bevölkerungskreise.

Botsuana hat sich zunehmend von den Schockwirkungen der Weltfinanzkrise 2008/9 erholt. 2013 erzielte die Wirtschaft ein reales Wachstum von 5,4 Prozent; die Inflationsrate konnte auf 4,1 Prozent zu Ende 2013 gedrückt werden. Die Exporte nahmen Fahrt auf, der Haushalt wies wieder einen Überschuss auf.

Wichtigster Träger der Wirtschaft bleibt der Bergbau (weit überwiegend Diamanten), der mit (nur noch) 20 Prozent zum BIP beiträgt, dabei 90 Prozent der Exporterlöse und mehr als 30 Prozent der Staatseinnahmen erwirtschaftet. Der Regierung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Weiterverarbeitung von Rohdiamanten im Lande spürbar voranzubringen; außerdem wurde im November 2013 die monatliche internationale Auktion von De Beers-Diamanten von London nach Gaborone verlagert. Die Landwirtschaft (überwiegend Rinderzucht) trägt mit 2-3 Prozent zum BIP bei, sorgt allerdings weiterhin für das (bescheidene) Einkommen weiter Bevölkerungskreise v.a. in den ländlichen Gebieten. Der Tourismus (v.a. Hochpreistourismus in den Hauptattraktionen Okavango-Delta und Chobe-Nationalpark) steuert etwa 15 Prozent zum BIP bei und ist auch vergleichsweise beschäftigungsintensiv.

Außenhandel

Die Außenhandelsbilanz wies 2013 ein Defizit von circa 600 Millionen US-Dollar auf. Exporten in Höhe von 8,9 Milliarden US-Dollar (davon rund 80 Prozent Diamanten) standen Importe in Höhe von US $ 9,6 Mrd. gegenüber. Hauptabnehmerländer waren die EU-Mitgliedstaaten (besonders Großbritannien mit rund 65 Prozent der Exporte, die seit 2014 nach Verlegung der Diamanten-Auktionen deutlich im Rückgang begriffen sind), die Mitgliedstaaten der Zollunion "Southern African Customs Union" (SACU; Botsuana, Südafrika, Swasiland, Lesotho und Namibia) sowie die USA, China, Russland und Indien (letztere besonders bei Diamanten).

Der Anteil Deutschlands am Gesamt-Ausfuhrwert bleibt unverändert auf niedrigem Niveau. Hauptausfuhrerzeugnisse nach Deutschland sind Fleischwaren. Die Haupteinfuhrgüter aus Deutschland: Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Metallwaren, chemische Erzeugnisse, Holz- und Papiererzeugnisse. Statistisch nicht erfasst werden bedeutende Mengen von Importgütern, die von in Südafrika ansässigen deutschen Unternehmen hergestellt und nach Botsuana ausgeführt werden (zum Beispiel PKW). 

Die Zahlungsbilanz Botsuanas verzeichnete demgegenüber wieder einen Überschuss von knapp einer Milliarde US-Dollar (wegen der Zollüberweisungen von SACU und weiterer Übertragungen). Die Währungsreserven beliefen sich Ende 2013 auf knapp 8 Milliarden US-Dollar (ausreichend für Importe von etwa sechzehneinhalb Monaten).

Staatshaushalt 2014/15

(Haushaltsjahr 01.04.2014 – 31.03.2015)

Einnahmen : 50,2 Milliarden BWP (gut 4 Milliarden Euro)
Ausgaben : 48,9 Milliarden BWP (ca. 4 Millarden Euro)

Daraus folgte ein Überschuss von 1,3 Milliarden BWP, was einem Prozent des BIP entspricht.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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