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Botsuana

Wirtschaft

Außenhandel

Stand: April 2014

Botswana gehört zu den Ländern mit einem gehobenen mittleren Einkommen (Upper Middle Income Country) und steht dennoch – ungeachtet aller bemerkenswerten Fortschritte seit seiner Unabhängigkeit 1966 – vor den typischen Herausforderungen eines Entwicklungslandes : Hohe Abhängigkeit von einem Rohstoff (Diamanten), begrenzte öffentliche Infrastruktur (Straßen, Telekommunikation, Wasser- und Stromversorgung) sowie hohe Arbeitslosigkeit (ca 18 %) und verbreitete Armut weiter Bevölkerungskreise.

Botsuana hat sich zunehmend von den Schockwirkungen der Weltfinanzkrise 2008/9 erholt. 2013 erzielte die Wirtschaft ein reales Wachstum von 5,4 5; die Inflationsrate konnte auf 4,1 % zu Ende 2013 gedrückt werden. Die Exporte nahmen Fahrt auf, und der Haushalt wies wieder einen Überschuss auf.

Wichtigster Träger der Wirtschaft bleibt der Bergbau (weit überwiegend Diamanten), der mit (nur noch) 20 % zum BIP beiträgt, dabei 86 % der Exporterlöse und mehr als 30 % der Staatseinnahmen erwirtschaftet. Der Regierung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Weiterverarbeitung von Rohdiamanten im Lande spürbar voranzubringen; außerdem wurde im Nov. 2013 die monatliche internationale Auktion von Debeers-Diamanten von London nach Gaborone zu verlagern. Die Landwirtschaft (überwiegend Rinderzucht) trägt mit 2-3 % zum BIP bei, sorgt allerdings weiterhin für das (bescheidene) Einkommen weiter Bevölkerungskreise v.a. in den ländlichen Gebieten. Der Tourismus (v.a. Hochpreistourismus in den Hauptattraktionen Okavango-Delta und Chobe-Nationalpark) steuert etwa 15 % zum BIP bei und ist auch vergleichsweise beschäftigungsintensiv.

Außenhandel

Die Außenhandelsbilanz wies 2013 ein Defizit von circa US $ 600 Mio auf. Exporten in Höhe von US $ 8,9 Mrd. (davon ca 80 % Diamanten) standen Importe in Höhe von US $ 9,6 Mrd. gegenüber. Hauptabnehmerländer waren die EU-Mitgliedstaaten (besonders Großbritannien mit rund 65 Prozent der Exporte), die Mitgliedstaaten der Zollunion "Southern African Customs Union" (SACU; Botsuana, Südafrika, Swasiland, Lesotho und Namibia) sowie die USA, China, Russland und Indien (letztere besonders bei Diamanten).

Der Anteil Deutschlands am Gesamt-Ausfuhrwert bleibt unverändert auf niedrigem Niveau. Hauptausfuhrerzeugnisse nach Deutschland sind Fleischwaren. Die Haupteinfuhrgüter aus Deutschland: Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Metallwaren, chemische Erzeugnisse, Holz- und Papiererzeugnisse. Statistisch nicht erfasst werden bedeutende Mengen von Importgütern, die von in Südafrika ansässigen deutschen Unternehmen hergestellt und nach Botsuana ausgeführt werden (zum Beispiel PKW). 

Die Zahlungsbilanz Botsuanas verzeichnete demgegenüber wieder einen Überschuss von knapp US $ 1 Mrd (wegen der Zollüberweisungen von SACU und weiterer Übertragungen). Die Währungsreserven beliefen sich Ende 2013 auf knapp US $ 8 Mrd (ausreichend für Importe von etwa 16 ½ Monaten).

Staatshaushalt 2013/14

(Haushaltsjahr 01.04.2013 – 31.03.2014)

Einnahmen : 45,43 Milliarden BWP (US $ 5,44 Mrd)
Ausgaben : 45,04 Milliarden BWP (US $ 5,4 Mrd)

Daraus folgte ein Überschuss von 386 Mio BWP (0,35 % des BIP).



Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.