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Papua-Neuguinea

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: September 2014

Offizielle Sprachen in Papua-Neuguinea sind Englisch, Tok Pisin und Hiri Motu. Tok Pisin ist als Umgangssprache in Papua-Neuguinea weit verbreitet. Das bis vor einigen Jahrzehnten überall im Land populäre Hiri Motu wird fast nur noch in der Region Central und Gulf Provinz von Papua, die im Süden der Hauptinsel liegen, und auch in der Hauptstadt Port Moresby gesprochen. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung beherrscht Englisch. In Papua-Neuguinea, dem größten Pazifikstaat, werden außerdem etwa 860 indigene Sprachen gesprochen. Dies entspricht einem Zehntel aller weltweit gesprochenen Sprachen.

Die Anfänge des Schulwesens in Papua-Neuguinea gehen auf die kirchlichen - teilweise deutschen - Missionen zurück. Auch heute noch unterhalten die katholischen und evangelischen Missionen Schulen, Berufsschulen und Ausbildungszentren. Zahlen über die Anzahl der Schulen und Schüler sowie die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs liegen nicht vor. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 62,4%. In Papua-Neuguinea gibt es eine Vielzahl von Berufsschulen und Fachhochschulen sowie sechs Universitäten, von denen die meisten in den 1960er Jahren gegründet wurden: Die größte Universität ist die University of Papua New Guinea in Port Moresby, gefolgt von der University of Technology (Unitech) in Lae sowie der katholischen Divine Word University in Madang, der University of Goroka und der Pacific Adventist University in Port Moresby. In Rabaul hat die Papua New Guinea University of Natural Resources and Environment ihren Sitz.

Auf dem Human Development Index (HDI) 2013 belegt Papua-Neuguinea Rang 157 von 187. Zahlen über die Ausgaben für Bildung liegen nicht vor.

Große Teile der Bevölkerung leben in kleinen abgelegenen Dorfgemeinschaften. Ihr Lebensstil ist stark von traditionellen Wertvorstellungen und Bräuchen geprägt. Dabei herrscht innerhalb der Bevölkerung Papua-Neuguineas eine kulturelle Vielfalt, wie sie weltweit einzigartig ist. Die Verfügbarkeit moderner Waffen und die Zuwanderung aus dem Ausland verstärken aber die Auswirkungen der traditionellen Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen, was insbesondere im Hochland und in den größeren Städten spürbar wird.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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