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Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik

Kultur- und Bildungspolitik

*VN-Mitgliedschaft unter der Bezeichnung "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien". Der Staatsname ist zwischen der griechischen und der mazedonischen Regierung umstritten. Es laufen Vermittlungsbemühungen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.

Stand: März 2017

Bildungspolitik

Das mazedonische Bildungswesen ist flächendeckend und mehrstufig ausgebaut, jedoch erkennbar unterfinanziert. Das Schulsystem gliedert sich in eine neunjährige Grundschul- und eine vierjährige Sekundarschulzeit. Englischunterricht ist ab Klasse 1 Pflicht.

Vier staatliche Universitäten in Skopje, Bitola, Tetovo und Stip sowie fünf Berufs- und Technikschulen bieten ein breites Spektrum von Bildungsmöglichkeiten auf Hochschulebene an. Im Oktober 2001 begann die Südosteuropa-Universität in Tetovo ihren Lehrbetrieb. Ihr Gründungsauftrag ist es, eine Hochschulausbildung in albanischer Sprache zu ermöglichen und einen Beitrag zur interethnischen Verständigung zu leisten. Hinzu kommen verschiedene staatlich akkreditierte Privathochschulen, darunter Filialen auswärtiger Institutionen. An der im Land führenden Universität „Hll. Kyrill und Method“ von Skopje ist ein Germanistik-Lektorat des DAAD eingerichtet.

Im Januar 2015 wurde eine Hochschulreform im Parlament verabschiedet, die die Einführung von Staatsexamina vorsieht, um das bislang niedrige Niveau der Hochschulausbildung aufzuwerten. Das Projekt wurde nach Protesten von Professoren, Schülern und Studenten zunächst zurückgestellt.

Kultur

Die ejR Mazedonien verfügt über ein reiches architektonisches Erbe, insbesondere aus dem Mittelalter und der osmanischen Zeit und trotz begrenzter öffentlicher Mittel über ein traditionell vielfältiges Kulturleben. Die mittelalterliche Stadt Ohrid gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Kultur und Geschichte werden als wesentliche Teile nationaler Identität begriffen.

Kulturelles Zentrum ist die Hauptstadt Skopje mit Oper und Ballett, Philharmonie, Theatern, Konzertsaal, Museen, Nationalbibliothek mit Deutschem Lesesaal und Verlagen. In Bitola gibt es ein Nationaltheater. Unter dem Titel „Skopje 2014“ wurden zahlreiche Gebäude  in einem barock-antikisierenden Stil errichtet oder renoviert, archäologisches Museum, Nationaltheater, Philharmonie, Außen- und Justizministerium und Verfassungsgericht. Unzählige  Statuen und Standbilder mit Heldendarstellungen, Säulen, Löwen und Pferden prägen das Bild der Innenstadt. Das Bauprogramm und dessen Kosten werden in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert.

Zu den bedeutendsten Kulturereignissen gehören die Sommerfestivals in Skopje und Ohrid sowie das Jazzfestival und das Blues- und Soulfestival in Skopje. Die „Abende der Poesie“ in Struga  sind eines der ältesten und größten Lyrikfestivals weltweit. Überregionale Bedeutung kommen etwa dem Festival der klassischen Musik "Interfest" Bitola, dem Kamerafilmfestival "Manaki Brothers" in Bitola und dem Young Open Theatre "MOT" zu.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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