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150 Jahre deutsch-japanische Freundschaft

„Es soll ewiger Friede und beständige Freundschaft bestehen zwischen Seiner Majestät dem Könige von Preußen und Seiner Majestät dem Taikuhn von Japan, ihren Erben und Nachfolgern“ – so lautet der erste Paragraph des 1861 geschlossenen Vertrags. Tatsächlich sind auch heute die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan freundschaftlich und herzlich.

Die preußische Ostasien-Expedition des Grafen Eulenburg landete vor 150 Jahren, im Herbst 1860, in der Bucht von Edo, dem heutigen Tokyo. Drei Monate später, am 24. Januar 1861, schlossen beide Länder einen Freundschafts- und Handelsvertrag. 

In den 150 Jahren, die seither verstrichen sind, haben beide Länder eine umfassende Partnerschaft aufgebaut. Als Partner in globaler Verantwortung arbeiten Deutschland und Japan insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Abrüstung, aber auch in Afghanistan und bei der Reform des VN-Sicherheitsrats eng zusammen. 

Bundesminister Guido Westerwelle besuchte Japan zuletzt im Juli 2012 zur Tokioter Afghanistan-Konferenz. Japan ist nach China wichtigster Wirtschaftspartner Deutschlands in Asien. Das zivilgesellschaftliche Netzwerk der deutsch-japanischen Zusammenarbeit in Japan ist mit 60 Japanisch-Deutschen Gesellschaften, 428 Hochschulkooperationen und mittlerweile 67 Städtepartnerschaften eines der größten, über die Deutschland im Ausland verfügt. Das Goethe-Institut ist mit drei Zweigstellen in Tokyo, Osaka und Kyote vertreten.

Um das 150. Jubiläum der Beziehungen gebührend zu feiern, führen Deutschland und Japan seit der Eröffnungsfeier an der Deutschen Schule Tokyo-Yokohama am 16. Oktober 2010 im jeweiligen Partnerland eine Veranstaltungsserie unter dem Motto „150 Jahre Freundschaft – Deutschland und Japan“ durch. Ziel ist, die gewachsenen Verbindungen zu stärken, neue Verbindungen zu schaffen, die Menschen noch näher zueinander zu bringen und vor allem die Herzen der japanischen Jugend für Deutschland zu gewinnen.

Unterstützt wird das Vorhaben von den beiden Schirmherren der Veranstaltungsserie, dem Bundespräsidenten und Seiner Kaiserlichen Hoheit, Kronprinz Naruhito.

Erdbeben, Tsunami und AKW-Havarie in Ostjapan im März 2011

Auf tragische Weise überschattet wurde das Jubiläumsjahr durch das schwere Erdbeben am 11. März 2011, den anschließenden Tsunami und die darauf folgende Havarie des Kernkraftwerks Fukushima. Wegen der Schwere des Unglücks stellte sich sogar kurzzeitig die Frage eines Abbruchs der Veranstaltungsreihe. diese Überlegung wich aber rasch der auf deutscher wie auf japanischer Seite gleichermaßen gewachsenen Überzeugung, dass gerade die Fortführung des Veranstaltungsprogramms das richtige Zeichen der Anteilnahme und Solidarität sein müsse.

Zusätzlich zu den bestehenden Programmpunkten wurden weitere Veranstaltungen und Maßnahmen initiiert, die sich speziell an die Opfer der Katastrophe richten. Großzügige Spenden aus Deutschland in Höhe von circa 60 Millionen Euro ermöglichten Hilfsprojekte wie den Bau eines Gemeindezentrums in Koriyama. Zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte des Leipziger Streichquartetts und der Violinistin Arabella Steinbacher, Fußballcamps von Pierre Littbarski und ein Schüleraustausch mit Kindern aus der Präfektur Fukushima brachten ein wenig Abwechslung, Trost und Aufmunterung in die betroffenen Gebiete.

Veranstaltungen zum Jubiläum

Seit dem Eröffnungsfest an der Deutschen Schule Tokyo-Yokohama am 16. Oktober 2010 konnten bisher allein in Japan  circa 800 Einzelveranstaltungen durchgeführt werden. Einen außergewöhnlichen Höhepunkt markierte der 23. Oktober 2011, als der Bundespräsident und Seine Kaiserliche Hoheit Kronprinz Naruhito gemeinsam mit über 20.000 Besuchern unter dem Motto "an der Seite Japans" im Arisugawa-Park in Tokyo auf dem angrenzenden Gelände der Deutschen Botschaft ein großes Detuschland-Fest feierten. 

Geboten wurde eine reiche Auswahl kulinarischer und kultureller Angebote für Gäste jeder Altersgruppe. Deutsche Unternehmen informierten über ihre Arbeit in Japan. Nicht zuletzt konnten sich die Besucher über die große Vielzahl an gemeinsamen Projekten zur Unterstützung der Opfer der Katastrophe des 11. März informieren. Das Fest bildete gleichzeitig den Auftakt des fünftägigen Japanbesuchs des Bundespräsidenten. 

Weil eine Reihe von Veranstaltungen nach dem 11. März 2011 verschoben werden mussten, wird die Veranstaltungsreihe bis Frühjahr 2012 fortgesetzt werden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in Japan


150 Jahre Freundschaft Deutschland - Japan

2011 feiern Deutschland und Japan 150 Jahre diplomatische Beziehungen mit einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm und hochrangiger Sichtbarkeit. Machen Sie mit!

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