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Simbabwe

Kultur und Bildung

Stand: Juni 2017

Kultur

Es gibt eine sehr lebendige Kulturszene mit vielen talentierten jungen Künstlern, vor allem in den Bereichen Bildende Kunst und Musik. Kulturelle Aktivitäten beruhen meist auf privaten Initiativen, da der simbabwische Staat fast keine finanziellen Mittel zur Förderung der Kunst bereitstellen kann. Die urbane Kultur ist stark von westlicher Kultur und Bildung beeinflusst. In ländlichen Gebieten haben traditionelle Werte und Kunsthandwerk Vorrang.

Die "National Gallery" in Harare, 1954 gegründet, trägt sehr zur Kunstförderung bei, vor allem im Bereich Steinskulpturen. Diese Skulpturen (unter dem Namen Shona-Skulpturen geläufig) sind zum Symbol für Kunst aus Simbabwe geworden und haben auch im Ausland ihren Markt.

Der "Zimbabwe International Film & Festival Trust" (ZIFFT) organisiert ein jährliches Filmfestival, auf dem Nachwuchs-Filmemacher aus Simbabwe und anderen afrikanischen Ländern ihre Werkepräsentieren.

Insgesamt ist das Interesse an ausländischer Kultur beträchtlich. Entsprechende Veranstaltungen finden immer ein interessiertes Publikum.


Bildung

Das Bildungswesen Simbabwes hat eine komplexe Geschichte, angefangen mit einem kolonialen, nach Rassen getrennten Bildungssystem. Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1980 wurde es ausgebaut, was einen enormen Anstieg der Schülerzahlen zur Folge hatte. Negative Folgen waren überfüllte Bildungseinrichtungen und ein Mangel an Schulbüchern und Unterrichtsmaterial. Dennoch erreichte Simbabwe die höchste Alphabetisierungsrate in Afrika (für Erwachsene über 15 Jahren: 91,7 Prozent, laut UNESCO-Statistik 2015).

Durch die schwere wirtschaftliche Krise seit Anfang des 21. Jahrhunderts leidet das Bildungssystem an Unterfinanzierung und Lehrermangel. Seit 2008 haben Tausende von Lehrern das Land verlassen. Die niedrigen Lehrergehälter wirken sich negativ auf die Qualität des Unterrichts aus. Die unsichere Ernährungslage und die AIDS-Pandemie führten in ländlichen Gebieten in den letzten Jahren zu einem deutlichen Rückgang des Schulbesuchs.

Die University of Zimbabwe in Harare mit ca. 10.000 Studenten ist chronisch überlastet und  unterfinanziert. Weitere (Fach-)Hochschulen befinden sich in Harare, Masvingo, Gweru, Mutare, Chinhoyi, Bindura und Bulawayo. Seit 2009 hat sich die Situation im Bildungswesen wieder etwas stabilisiert,  auch dank westlicher Hilfe. Zahlreiche Geber – darunter auch Deutschland - haben in einen von UNICEF verwalteten Bildungsfonds eingezahlt, um alle Schüler mit Schulbüchern auszustatten, Benachteiligte zu unterstützen und Begabte zu fördern. Seit 2012 sind daher alle Grundschüler und Sekundarschüler vollständig mit eigenen Schulbüchern versorgt.

Hinweis:

 

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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