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Frieden, Sicherheit, Abrüstung

Deutsche Außenpolitik ist Friedenspolitik. Gemeinsam mit seinen Partnern engagiert sich Deutschland in den Vereinten Nationen, der Nato, der OSZE und anderen Organisationen für eine gerechte, friedliche und stabile internationale Ordnung. Die Prävention und Bewältigung von Krisen sowie die Abrüstung und Nichtverbreitung sind besondere Schwerpunkte dieser Politik.

Als international eng vernetztes Land und große Handelsnation hat Deutschland ein starkes Interesse an einer stabilen und friedlichen Welt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es in West- und Mitteleuropa keine Kriege mehr gegeben. Doch schon die Konflikte im früheren Jugoslawien Anfang der 1990er Jahre haben gezeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist. In vielen Teilen der Welt herrschen heute noch militärische und politische Konflikte. Deutschland setzt sich in multilateralen Bündnissen und Organisationen dafür ein, diese Konflikte zu lösen.

Vereinte Nationen

Deutschland engagiert sich umfassend in den Vereinten Nationen (UNO) und gestaltet deren Arbeit in praktisch allen Bereichen wesentlich mit. Deutschland ist heute der drittgrößte Beitragszahler in der UNO und potentieller Kandidat für einen Ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Organisation.

Platz der Bundesrepublik in der UN-Vollversammlung

Platz der Bundesrepublik in der UN-Vollversammlung
© photothek.net

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Platz der Bundesrepublik in der UN-Vollversammlung

Platz der Bundesrepublik in der UN-Vollversammlung

Platz der Bundesrepublik in der UN-Vollversammlung

In den Jahren 2011 und 2012 konnte Deutschland als nichtständiges Mitglied die Arbeit des Sicherheitsrats aktiv mitgestalten. Deutschland hat dabei zum Beispiel bei Themen wie "Kinder und bewaffnete Konflikte", "Klimawandel und Sicherheit" sowie Afghanistan Akzente gesetzt. Besonders wichtig ist Deutschland auch die Achtung der Menschenrechte. Für den Zeitraum 2013 bis 2015 wurde Deutschland in den UN-Menschenrechtsrat in Genf gewählt.

Auch die Reform der Vereinten Nationen will Deutschland weiter mit vorantreiben, damit die Organisation die heutigen Kräfteverhältnisse in der Welt besser widerspiegelt als bisher und ihre Aufgaben effizient erfüllen kann.

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Nordatlantische Allianz

Seit dem Beitritt der Bundesrepublik zur NATO haben sich deren Aufgaben durch die veränderten sicherheitspolitischen Gegebenheiten gewandelt. Nach dem Zerfall des Warschauer Pakts sind zu den Hauptaufgaben der Abschreckung und Verteidigung wichtige Themen hinzugekommen: die Zusammenarbeit mit früheren Gegnern, die Aufnahme neuer Mitglieder und die Konfliktverhütung und Krisenbewältigung außerhalb des NATO-Gebietes, wie beispielsweise beim NATO-Einsatz in Afghanistan.

Auf dem NATO-Gipfel im November 2010 in Lissabon hat sich die Allianz ein neues Strategisches Konzept gegeben. Deutschland hat sich erfolgreich dafür stark gemacht, dass die NATO nun auch das Ziel der Abrüstung und Nichtverbreitung verfolgt. Beim letzten NATO-Gipfel im Mai 2012 in Chicago beschlossen die Bündnispartner, ihre Kampftruppen bis Ende 2012 aus Afghanistan abzuziehen. Doch auch danach soll Afghanistan mit Ausbildung, Beratung und finanziell weiter unterstützt werden.

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Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

Auch im Rahmen der OSZE setzt sich Deutschland für die Sicherung des Friedens und den Wiederaufbau nach Konflikten ein.

Die Organisation entstand 1975 mit der Schlussakte von Helsinki. Ihre Aktivitäten sind in drei Themenbereiche ("Dimensionen") gegliedert: die politisch-militärische Dimension, die Wirtschafts- und Umweltdimension und die menschenrechtliche Dimension. In fast allen OSZE-Langzeitmissionen und OSZE-Institutionen ist Deutschland vertreten. Eine besondere Bedeutung misst Deutschland der Bekämpfung des Antisemitismus durch die OSZE bei.

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Abrüstung und Rüstungskontrolle

Kleinwaffenkontrolle in Afghanistan

Kleinwaffenkontrolle in Afghanistan
© picture alliance/ dpa

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Kleinwaffenkontrolle in Afghanistan

Kleinwaffenkontrolle in Afghanistan

Kleinwaffenkontrolle in Afghanistan

Deutschland setzt sich für Abrüstung, Rüstungskontrolle und die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen ein und unterstützt das Ziel einer atomwaffenfreien Welt. Im Rahmen der Initiative für Nichtverbreitung und Abrüstung (NPDI) engagiert sich die Bundesrepublik gemeinsam mit neun weiteren Staaten für den Abbau nuklearer Risiken durch praktische Schritte wie etwa die Aufnahme von Verhandlungen über ein Verbot der Produktion von spaltbarem Material für Waffenzwecke.

In vielen Ländern der Welt fördert Deutschland Projekte zur Kontrolle von Kleinwaffen und zur Umsetzung und Universalisierung des Verbots von Landminen und Streumunition.

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Krisenprävention und Friedenskonsolidierung

Deutschland ist ein wichtiger Partner der internationalen Gemeinschaft bei friedenserhaltenden Maßnahmen im Rahmen der Vereinten Nationen.

Seit mehr als 20 Jahren beteiligt sich Deutschland mit Friedenstruppen ("Blauhelmen") an internationalen Missionen der Vereinten Nationen, so etwa in Afghanistan, Kosovo, im Libanon sowie in Sudan und Südsudan. Auch in der internationalen Hilfe zum Polizeiaufbau ist Deutschland ein wichtiger Akteur. Ein Schwerpunkt ist das deutsche Engagement beim Polizeiaufbau in Afghanistan. 

Das Auswärtige Amt fördert auch Projekte der Demokratisierungshilfe und Projekte von Nichtregierungsorganisationen zur Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung.

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Stand 12.12.2013

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