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Physiknobelpreis an US-Forscher mit deutschen Wurzeln

Der Nobelpreis für Physik geht dieses Jahr an die US-Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne für die Entdeckung von Gravitationswellen. Der Nachweis der Wellen gilt als Jahrhundertentdeckung. Der gebürtige Berliner Rainer Weiss war als Kind mit seiner Familie auf der Flucht vor den Nationalsozialisten in die USA emigriert.

Meilenstein der Forschung

Vor hundert Jahren hatte Albert Einstein über Existenz von Gravitationswellen doziert. Für den Nachweis bekommen nun die US-Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne die höchste Auszeichnung für Physiker. Es sei eine Entdeckung, die die Welt wahrhaftig erschüttert habe, so Professorin und Mitglied des Nobelpreis-Komitees für Physik, Olga Botner, bei der Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreisträger.

Die drei Forscher hatten maßgeblichen Anteil am Bau der beiden sogenannten Ligo-Detektoren in den USA, mit denen vor zwei Jahren erstmals Gravitationswellen nachgewiesen werden konnten. Diese Wellen hatten die Erde für wenige Augenblicke zum Erzittern und bislang im Verborgenen liegende Seiten des Universums zum Vorschein gebracht.

Emigration in die USA

Nobelpreis in Physik für Weiss, Barish und Thorne

Nobelpreis in Physik für Weiss, Barish und Thorne
© picture alliance / abaca

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Nobelpreis in Physik für Weiss, Barish und Thorne

Nobelpreis in Physik für Weiss, Barish und Thorne

Nobelpreis in Physik für Weiss, Barish und Thorne

Preisträger Rainer Weiss wurde 1932 in Berlin als Sohn eines jüdischen Arztes geboren und floh mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten. Über Prag führte der Weg die Familie schließlich in die USA. Weiss studierte und forschte am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er heute Professor emeritus ist. Seine Lebens- und Emigrationsgeschichte ist nicht zuletzt auch symptomatisch für den intellektuellen Aderlass in Deutschland, den die Herrschaft der Nationalsozialisten bewirkt hat.

 


Stand 04.10.2017

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