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Chile

Bilaterale Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2014

Politische Beziehungen

Seit der Rückkehr Chiles zur Demokratie 1990 wurden die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen ausgebaut. Der bilaterale politische Dialog ist eng und vertrauensvoll. Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Santiago am 26./27. Januar 2013 hat die guten Beziehungen bekräftigt. Beide Seiten beschlossen bei dieser Gelegenheit unter anderem die Zusammenarbeit in Rohstofffragen zu vertiefen. Staatspräsidentin Michelle Bachelet besuchte Deutschland am 27./28. Oktober 2014.

Zu Deutschland bestehen langjährige enge Bindungen. Die Leistungen deutscher Einwanderer im Süden Chiles (ab 1850) sowie das Engagement deutscher Wissenschaftler, Erzieher, Unternehmer und Experten aller Bereiche haben viel zum Aufbau des Landes beigetragen und finden noch heute Anerkennung.

Chile begegnet deutschen Anliegen grundsätzlich mit Wohlwollen. Im multilateralen Bereich gibt es viele gemeinsame Interessen, bei denen sich beide Regierungen eng abstimmen. Beispiele hierfür sind globale Fragen wie Erneuerbare Energien (Chile ist Gründungsmitglied der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien/IRENA), Umweltschutz, Klimawandel, Abrüstung und nukleare Nichtverbreitung, Menschenrechte (beide Länder sind derzeit Mitglied im VN-Menschenrechtsrat) sowie Reform und Stärkung der Vereinten Nationen. Chile unterstützt den Anspruch Deutschlands auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Die Arbeit deutscher politischer Stiftungen (), die ein breites Spektrum abdecken, ist erfolgreich und wird geschätzt. Die Konrad-Adenauer-, Heinrich-Böll-, Friedrich-Ebert- und Hanns-Seidel-Stiftung unterhalten teilweise seit mehreren Jahrzehnten Büros in Chile, die Rosa-Luxemburg-Stiftung führt ebenfalls Projekte durch.


Wirtschaftliche Beziehungen

Zwischen Deutschland und Chile bestehen seit vielen Jahren gute und intensive wirtschaftliche Beziehungen.

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Chiles innerhalb der Europäischen Union und steht in der Liste der Ursprungsländer chilenischer Einfuhren weltweit weiterhin an fünfter Stelle. Die deutschen Ausfuhren nach Chile beliefen sich 2014 auf 2,6 Mrd. USD (-18,5%) und die Einfuhren beliefen sich auf 981 Mio.USD (-2,9%).

Deutschland exportiert nach Chile vornehmlich Luft-, Wasser- und Schienenfahrzeuge sowie Automobile, Anlagen- und Maschinenbauprodukte, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung, elektrotechnische, medizinische und fotografische Geräte sowie Mess- und Regeltechnik, chemische Erzeugnisse und Waren aus unedlen Metallen.

Auf den vorderen Plätzen der Einfuhren aus Chile stehen nach wie vor Kupfer und damit verwandte Produkte. In nennenswertem Umfang bezieht Deutschland aus Chile außerdem Obst, Konserven, Säfte, Wein, Fisch und Fischzubereitungen, Fleisch und Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, sowie Zellulose, Holz, und chemische Erzeugnisse. 

Auf Grundlage einer zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem chilenischem Bergbauministerium unterzeichneten Absichtserklärung wurde Anfang Juli 2013 das Deutsch-Chilenische Forum für Bergbau und mineralische Rohstoffe ins Leben gerufen. Am jüngsten Treffen des Forums in Berlin nahm im Oktober 2014 auch Staatspräsidentin Bachelet teil. Die Institutionalisierung und Intensivierung der Zusammenarbeit wird zudem durch die Gründung eines Bergbaukompetenzzentrums an der AHK Chile sowie einer strategischen Partnerschaft zwischen der AHK Chile und dem Forschungszweig des chilenischen Bergbauverbandes gefördert. Ein Kooperationsprojekt im nachhaltigen Bergbau zwischen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), der AHK-Chile und chilenischen Partnern soll zudem neue Möglichkeiten für Technologiepartnerschaften zwischen deutschen und chilenischen Firmen schaffen.


Deutsche Direktinvestitionen in Chile

Die Direktinvestitionen sind mit ca. 2 Mrd USD (akkumuliert) relativ gering (weniger als 1 % der Gesamtauslandsinvestitionen in Chile). Deutsche Unternehmen haben vor allem in Technologiebereichen und Weiterverarbeitung einheimischer Rohstoffe investiert, zunehmend aber auch im Immobilienbereich. Größte deutsche Investition ist Kali & Salz, die Anfang 2014 in Chile eine neue Anlage einweihen konnten, die die chilenische Produktionsstätte damit zur größten der Firma weltweit macht. Weitere große Investitionen vor allem von Südzucker, Immobilienfonds, Joint Ventures im Industriebereich (Ferrostaal, Linde Hochtief etc.). Daneben gibt es viele kleinere Investments von mittelständischen Unternehmen.


Wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit       

Die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit (WTZ) zwischen Deutschland und Chile hat sich in den letzten Jahren stetig intensiviert. Anlässlich des Chile-Besuchs von Bundesministerin Schavan wurde zudem 2012 ein aktualisiertes umfassendes Rahmenabkommen zur bilateralen Zusammenarbeit in der WTZ unterzeichnet, das im September 2013 in Kraft getreten ist. Gleichzeitig gab sie den Startschuss für den Aufbau eines deutsch-chilenischen Exzellenzzentrums für bergbaubezogene Technologie, Ausbildung und Forschung (Domeyko). Partner der Initiative von deutscher Seite sind die Technische Universität Bergakademie Freiberg und Technische Fachhochschule Georg Agricola für Rohstoff, Energie und Umwelt zu Bochum sowie von chilenischer Seite die Universidad de Atacama (Copiapó), die Universidad Católica del Norte (Antofagasta) und die Universidad de Concepción.

Die seit 2011 in Chile mit dem Fraunhofer Center für biotechnologische Systeme ansässige Fraunhofer Gesellschaft, baute auch 2014 ihre erfolgreiche Forschungspartnerschaft mit Chile aus. Neben dem bereits 2012 in Santiago gegründeten Ableger von Fraunhofer Fokus Innocity (Smart City) hat Fraunhofer Solar 2014 seine Arbeit aufgenommen.

Zudem konnte die Max-Planck Gesellschaft ihre Kooperation mit Chile verfestigen. Im Sommer 2013 vereinbarte die MPG mit der chilenischen Seite die Förderung deutsch-chilenischer Forschungsprojekte (sogen. Tandemprojekte). Zudem wurde der Grundstein für eine ständige Max-Planck-Forschungsgruppe in Chile gelegt (Centro Interdisciplinario de Neurociencia der Universität Valparaíso).

Weiterhin sind die Helmholtz-Gemeinschaft, insbesondere das Helmholtz-Zentrum Potsdam, das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Chile aktiv. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Karthographie und Geodäsie (BKG), dem Alfred Wegener Institut und chilenischen Partnern baut das DLR seine Forschungstätigkeit in der Antarktis, der Satelliten-Empfangsstation GARS O’Higgins, weiter aus. Zudem bereitet es mit Unterstützung der Bundesregierung eine Kooperation mit Chile zur Entwicklung eines Multi-Hazard-Frühwarnsystems vor. Die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren unterhält gemeinsam mit dem chilenischen Forschungsrat CONICYT Förderprogramme für deutsch-chilenische Wissenschaftsprojekte.

Neue Kooperationsvereinbarungen gibt es zudem zwischen dem Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft der Humboldt-Universität Berlin und dem chilenischen Wirtschaftsministerium. Ziel ist es, Chile als Plattform für Internetanwendungen in der Region zu stärken. Zum anderen haben Ärzte aus Vina del Mar mit der Medizinischen Hochschule in Hannover eine Kooperation bei Kunstherzimplantationen nach Hannoveraner minimal-invasiver Methode initiiert.



Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Chile ist Mitglied der OECD und positioniert sich selbst als „Gebernation“. Bei diesem Engagement wird Chile von der Bundesregierung unterstützt. Im Rahmen dieser sogenannten „Dreieckskooperation“ stellt die chilenische Partnerorganisation „Agencia de Cooperación Internacional“ (ACGI) heute mit deutscher Beratung Drittstaaten der Region Konzepte und Erfahrungen aus der eigenen bilateralen technischen Zusammenarbeit zur Verfügung. Dreieckskooperationen finden zurzeit mit der Dominikanischen Republik, Kolumbien, El Salvador, Honduras, Guatemala und Paraguay statt.

Schwerpunkt der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Chile ist seit 2004 der Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Nach Beendigung der bilateralen EZ mit Chile im Jahr 2011, fördert seit 2008 das BMU über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) sowie die Deutsche Klimatechnologieinitiative (DKTI) die Durchführung klimarelevanter Vorhaben im Bereich Erneuerbare Energien. An dieser Zusammenarbeit sind als Durchführungs­organisationen maßgeblich die GIZ mit technischer Zusammenarbeit (TZ) und die KfW mit finanzieller Zusammenarbeit (FZ) beteiligt.

Im Rahmen der IKI fördert die Bundesregierung derzeit ein Projekt zu Energieeffizienz und Kraft-Wärme-Kopplung in öffentlichen Krankenhäusern, eines zur Erstellung einer Ausbaustrategie für netzgebundene Erneuerbare Energien und ein weiteres Projekt zur Solarenergie. 100 Mio. Euro FZ und 8 Mio. Euro TZ stellt die Bundesregierung für ein gemeinsames Vorhaben zur Förderung der Solarenergie bereit. Förderschwerpunkt liegt auf der Errichtung des ersten staatlich bezuschussten Solarkonzentrations- und -speicherungsprojekts (CSP) in Chile sowie der Etablierung des Marktes für CSP in Chile. Für den Bau der Anlage stehen internationale Gelder in Höhe von 300 Mio Euro zur Verfügung. Seit 2013 unterstützt die Bundesregierung Chile zudem - wie auch andere AILAC-Länder - bei der Optimierung der Verhandlungsführung in der Gruppe der AILAC-Staaten bei den UNFCCC-Verhandlungen.

Die KfW stellt zudem im Rahmen der FZ zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für klima- und umweltrelevante Investitionen im Rahmen der 2007 im Auftrag des BMZ ins Leben gerufenen Initiative für Klima und Umweltschutz (IKLU) bereit.

Im Rahmen der Initiative für national angemessene Klimaschutzmaßnahmen des deutsch-britischen NAMA-Fonds erhielt Chile zudem im November 2013 die Förderzusage eines Projektes zur Unterstützung der Selbstversorgung mittels Erneuerbarer Energien. Der Gesamtbetrag der Finanzierung beläuft sich während der 5-jährigen Laufzeit des Projektes auf 15 Mio. Euro. Von den zugesagten Mitteln sind 3 Mio. Euro für die technische Zusammenarbeit (durchgeführt von der GIZ) und 12 Mio. Euro für die finanzielle Zusammenarbeit (verwaltet von der KfW) bestimmt.

Weitere Schwerpunkttehmen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Chile sind Berufsbildung und nachhaltiger Bergbau. 2013 startete ein in Chile angesiedeltes Regionalvorhaben zur nachhaltigen Gestaltung des Bergbaus. Es soll zur wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Gestaltung und Nutzung des Bergbaus in der Andenregion beitragen. Die Bundesregierung stellt dafür insgesamt 3,5 Mio. Euro für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Das Vorhaben wird durch die GIZ und BGR implementiert, regionaler Partner ist die „Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik“ (CEPAL).

Im Bereich der Berufsbildung startete das BMZ 2013 eine Berufsbildungspartnerschaft zwischen der IHK Chemnitz, der AHK Chile und der dem chilenischen Arbeitsministerium zugeordneten Einrichtung Chile Valora. Die Partnerschaft  widmet sich vor allem der Schaffung kontinuierlicher Aus- und Weiterbildungswege durch die Zertifizierung von Fähigkeiten. Das Projekt ergänzt die zahlreichen Berufsbildungsaktivitäten der AHK Chile und ist mit dem Einsatz deutscher Experten zu dem Themenbereich im chilenischen Arbeits- und Bildungsministerium sowie konkreten Bildungseinrichtungen eng verzahnt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) hat 2011 eine Kooperationsvereinbarung mit dem chilenischen Bildungsministerium abgeschlossen. Generelles Ziel der Zusammenarbeit ist es, Reformprozesse im Bereich der Berufsbildung zu unterstützen, Expertise auszutauschen und gemeinsame Projekte durchzuführen.

Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit (TZ) sind derzeit insgesamt 9 deutsche Experten in Chile tätig. Neben projektgebundenen Experten handelt es sich dabei vorwiegend um sogenannte „integrierte Experten“ des CIM (Zentrum für Internationale Migration), die vor allem im Umwelt-, Energie- und Berufsbildungsbereich eingesetzt werden. Zahlreiche Fortbildungsangebote runden die deutsch-chilenische Zusammenarbeit in diesem Feld ab.


Kulturelle Beziehungen

Die bilateralen Kulturbeziehungen sind eng und vielseitig. Schwerpunkte sind die wissenschaftlichen Kontakte zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen beider Länder, die Programmarbeit des Goethe-Instituts und anderer Kulturmittler sowie die finanzielle und personelle Förderung von 27 Schulen im Pasch-Netzwerk.

Die traditionsreichen Deutschen Schulen genießen in Chile einen exzellenten Ruf. In der jährlich in ganz Chile durchgeführten Universitätszugangsprüfung (PSU) zeichneten sich viele der Deutschen Schulen auch 2014 durch einen der vordersten Plätze im informellen „Schul-Ranking“ aus. Alle fünf Deutschen Auslandsschulen (im Oktober 2010 die Deutsche Schule „Carlos Anwandter“ in Valdivia, im Mai 2011 die Deutschen Schulen in Valparaíso und Santiago, im Oktober 2011 die Deutsche Schule Concepción, und 2012t die Thomas Morus Schule in Santiago) wurden von einer Bund-Länder-Inspektion (BLI) zertifiziert und erhielten im Ergebnis das vom Bundespräsidenten verliehene Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule“. Die Deutsche Schule Santiago ist die einzige Schule in Chile, die über einen durchgängig deutschsprachigen Bildungsgang verfügt. Die Schule hat im Schuljahr 2012 zum ersten Mal die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DiAP) durchgeführt. Die vier weiteren Deutschen Auslandsschulen haben durch die Einführung des „Gemischtsprachigen Internationalen Baccalaureat“ ihr Deutschprofiel gestärkt. Die Schüler dieses Bildungsgangs werden in den Fächern Biologie und Geschichte in deutscher Sprache unterrichtet. Die übrigen traditionellen Deutschen Schulen unterrichten Deutsch als Ergänzungs- oder Fremdsprache und bieten Prüfungen zum deutschen Sprachdiplom an. Im Rahmen der seit 2009 bestehenden Initiative des Auswärtigen Amts „Schulen: Partner der Zukunft“ wurden außerdem sechs chilenische Partnerschulen gewonnen, darunter auch das sehr renommierte „Instituto Nacional“, an dem der Deutschunterricht durch das Goethe-Institut gefördert wird. Deutsch wird in Chile derzeit von mind. 24.000 Schülern und Studenten als Fremdsprache gelernt.

Deutsche und chilenische Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten in der Regel unmittelbar zusammen. Es gibt ein enges Netz von Kontakten und vertraglichen Vereinbarungen: Die Zahl der Kooperationen ist inzwischen auf über 240 angestiegen. 2013studierten 831chil. Studierende an deutschen Hochschulen, womit Deutschland in Lateinamerika in Relation zur Bevölkerungszahl auf Platz 1 der Beliebtheitsskala liegt. 2013 vergab der DAAD 388 Stipendien an deutsche Studierende und 489  Stipendien an chil. Studierende. Das im März 2009 unterzeichnete Kofinanzierungsabkommen „BecasChile“ zwischen DAAD und chilenischem Bildungsministerium  konzentriert sich seit 2013 ausschl. auf Promotionsstudien, die ersten Kandidaten wurden 2014 ausgewählt. Der DAAD fördert überdies über das IPID-Programm (International Studieren in Deutschland) zwei Promotionskollegs und erzielt große Erfolge mit dem Jungingenieurspogramm (2014 fuhren 60 Studenten nachDeutschland). Am 7. September 2009 haben die Hochschulrektorenkonferenz und ihr chilenisches Gegenstück, der „Consejo de Rectores de las Universidades Chilenas“, ein Abkommen zur Errichtung von sechs Promotionskollegs unterzeichnet. Diese Kollegs fördern den wissenschaftlichen Austausch und ermöglichen eine Anerkennung der Titel in beiden Ländern.

Das 2001 in Chile gegründete Heidelberg Center Lateinamerika (HCLA) wurde als Postgraduierten- und Weiterbildungszentrum der Universität Heidelberg in Santiago de Chile am 9. April 2002 offiziell eröffnet. Finanziell unterstützt wird das HCLA vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, der Universität Heidelberg und dem DAAD. Seit 2010 erhält das Zentrum überdies über den DAAD Mittel aus der Außenwissenschaftsinitiative des Auswärtigen Amts. In Zusammenarbeit mit der Universidad de Chile und der Pontificia Universidad Católica bietet das Heidelberg Center seit 2010 nun auch die Fächer medizinische Physik, medizinische Informatik sowie Geowissenschaften und Astronomie für Postgraduierte an.

Deutschland ist mit einer Vielzahl kultureller Projekte in Chile präsent. Das Goethe-Institut Santiago (GI), das 2012 den 60. Jahrestag seiner Gründung in Chile feierte, ist eines der profiliertesten Kulturzentren der chilenischen Hauptstadt, das auch erfolgreich mit anderen europäischen Kulturinstituten kooperiert. Nach dem  EU-Filmfestival im Mai 2014 t, das von den in Chile vertretenen Botschaften und den jeweiligen Kulturinstitutionen gemeinsam organisiert wurde, fanden im Oktober erneut das Internationale Filmfestival von Santiago (SANFIC), an dem Deutschland über das GI wieder mit deutschen Produktionen beteiligt war, und im November das EU-Jazzfestival statt.

Im Januar 2015 war Deutschland beim s 22. Internationalen Theaterfestival „Santiago a Mil“ mit der  Volksbühne Berlin und Rimini Protokoll prominent vertreten. Im Herbst haben Botschaft und Kulturmittler mit einem „Kulturfächer 2014“ ihre Kulturprojekte gemeinsam in der Öffentlichkeit präsentiert. Anlässlich des Gedenkjahres 2014 zeigten Schüler der Deutschen Schule Santiago eine Ausstellung über den 1. Weltkrieg. Der Deutsch-Chilenische Bund organisierte eine Ausstellung über die im März 1915 vor der chilenischen Insel Juan Fernández gesunkene MS Dresden, die mithilfe der Botschaft in mehreren Städten gezeigt wurde.


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