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Vereinigte Arabische Emirate

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Juli 2017

Die Bildungspolitik genießt – neben der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik – höchste Priorität. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) investieren seit einigen Jahren konsequent in den Auf- und Umbau ihres Bildungssektors, nicht zuletzt durch großzügige Stipendienvergabe an emiratische Studenten.

Auch im Schulbereich strebt man durch eine Mischung aus zunehmender Privatisierung, erhöhtem Wettbewerb und der Integration emiratischer Kinder in internationale Schulen (darunter auch die Deutsche Internationale Schule Abu Dhabi) eine Verbesserung des Niveaus an. Im Berufsbildungsbereich wird durch eine Mischung von staatlichen Investitionen und internationaler Zusammenarbeit eine Verbesserung des Ausbildungsniveaus angestrebt.

Neben der größten und ältesten Universität, der UAE-Universität in Al Ain, der Zayed-Universität Abu Dhabi/Dubai und der Universität Abu Dhabi gibt es 17 Technische Hochschulen und eine von der staatlichen Ölgesellschaft ADNOC geförderte Hochschule, das Petroleum-Institut Abu Dhabi. Private emiratische Universitäten mit internationalem Profil und Ausgründungen ausländischer Universitäten (American University Sharjah and Dubai, Université Paris Sorbonne Abu Dhabi, New York University Abu Dhabi) bieten ausländischen wie emiratischen Studenten die Möglichkeit, in den VAE auf international hohem Niveau zu studieren. 2010 hat das Masdar Institute for Science and Technology in Zusammenarbeit mit dem MIT (Cambridge, USA) den Lehrbetrieb in Abu Dhabi aufgenommen. Anfang 2017 fand der Zusammenschluss von Masdar Institute, Petroleum Institute und Khalifa University statt. Seit  September 2011 bietet das German-UAE College an  den Higher Colleges of Technology  in Kooperation mit drei deutschen Fachhochschulen ein 4-jähriges Studium mit Bachelor-Abschluss und Ausbildung in Logistik an. 2014 nahm der Kronprinzenhof von Abu Dhabi Deutschland 2014 in sein "Youth Ambassadors Programme" auf, durch das ausgewählte emiratische Studierende Deutschkurse beim Goethe-Institut machen und durch Besuchsreisen und Praktika bei Firmen in Deutschland einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt erhalten.

Die meisten Emirate verfügen über eigene Museen von regionaler Bedeutung. Das Emirat Sharjah hat mit 16 verschiedenen Museen eine herausgehobene Stellung. Seit 2013 besteht eine Kooperatiosvereinbarung zwischen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dem Sharjah Museum Department (umfasst 16 Museen) sowie dem Goethe-Institut die 2014 die Präsentation der Ausstellung "Early Capitals of Islamic Culture" in Sharjah, ermöglichte. Die Kooperation wird als Ausbildungsprogramm mit Kursen für Museumspersonal fortgesetzt, das inzwischen auch Teilnehmern aus anderen Golf – und MENA-Staaten offen steht.

Auf der Saadiyat-Insel will sich Abu Dhabi auch als bedeutender Kulturstandort etablieren. Geplant sind u.a. der "Louvre Abu Dhabi" als Universalmuseum in Kooperation mit dem Louvre in Paris (mehrfach verschobene Eröffnung auch für Ende 2017 ungewiss), ein Guggenheim-Museum nach einem Entwurf von Frank Gehry, und das "Scheich Zayed"-Nationalmuseum in Zusammenarbeit mit dem British Museum.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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