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Italien

Außenpolitik

Stand: Oktober 2014

Grundlinien der Außenpolitik

Zu den regionalen Schwerpunkten der italienischen Außenpolitik zählen die Mittelmeerregion, der Westliche Balkan, der Nahe Osten, Afghanistan, das Horn von Afrika mit besonderem Fokus auf die ehemaligen Kolonien, daneben Lateinamerika mit seiner hohen Zahl italienischer Emigranten und deren Nachfahren (Uruguay, Argentinien, Brasilien, Venezuela). Aufgrund seiner zentralen Lage versteht sich Italien zudem als Brücke zwischen Europa und den südlichen Mittelmeeranrainern, namentlich zu Libyen, Ägypten und Tunesien, aber auch zu Israel. Im Verhältnis zu Russland, zu dem intensive Wirtschaftsbeziehungen bestehen, setzt sich auch Italien für eine weitere Annäherung Russlands an die EU (Europäische Union) ein.

Italien engagiert sich in besonderem Maße bei internationalen Missionen. Weltweit sind aktuell ca. 4.300  italienische Soldaten an Einsätzen im Rahmen der Vereinten Nationen (VN), NATO (North Atlantic Treaty Organisation) oder EU beteiligt, hauptsächlich in Afghanistan (derzeit etwa 1.600 Soldaten) sowie im Libanon und auf dem Balkan. Italien ist damit derzeit einer der weltweit größten Truppensteller. Parallel sind derzeit etwa 5.000 Soldaten bei Einsätzen im Inneren gebunden.

Italien in der EU

Italien gehört ebenso wie Deutschland zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Gemeinschaften. Über zahlreiche Regierungswechsel hinweg gehörte Italien stets zu den besonders integrationsfreundlichen Mitgliedstaaten der EU. Italien setzt sich für die zügige Umsetzung des Vertrags von Lissabon in Bezug auf einen raschen Aufbau des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) ein. Auch der Prozess der EU-Erweiterung um neue Mitglieder (besonders der westlichen Balkanländer und der Türkei) wird von Italien aktiv unterstützt. In den Mittelpunkt seiner EU-Ratspräsidentschaft im 2. Halbjahr 2014 legt Italien inhaltliche Schwerpunkte u.a. auf die Themen Wachstum und Beschäftigung, Stärkung des Außenhandelns der EU sowie Migrations-, Asyl und Flüchtlingspolitik.

Sicherheitspolitik

Die italienische Sicherheitspolitik ruht unverändert auf der Einbindung in NATO, EU und VN sowie auf der strategischen Partnerschaft mit den USA. Neben einer Verbesserung der Beziehungen zu Russland setzt sich Italien im Bereich Abrüstung für die weltweite Beachtung der Verträge ein, so auch für das Verbot von Streubomben. Italien unterstützt die Initiative zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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