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Bahrain

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Juni 2015

Politische Beziehungen

Das deutsch-bahrainische Verhältnis ist gut. Deutschland genießt trotz der kritischen Bewertung der innenpolitischen Lage hohes Ansehen. Bisherige Höhepunkte waren der offizielle Besuch von König Hamad Ende Oktober 2008 in Berlin und der Gegenbesuch von Bundeskanzlerin Merkel im Mai 2010 sowie von Bundestagspräsident Lammert im April 2010 in Bahrain. Im November 2011 führten der bahrainische Kronprinz Salman bin Hamad Al Khalifa und Außenminister Khalid Al Khalifa Gespräche in Berlin, bei denen die innenpolitische Situation und die Aufarbeitung der gewalttätigen Auseinandersetzungen in Bahrain im Mittelpunkt standen. Außenminister Scheich Khalid Al Khalifa war im Oktober 2014 zu politischen Konsultationen in Berlin und nahm im Februar 2015 an der Münchner Sicherheitskonferenz teil.

Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit sind die Rechtsstaatsförderung und der parlamentarische Austausch. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth führte im März 2014 Gespräche in Bahrain. Anfang Juni 2015 nahm der Vorsitzende des Rechtsausschusses des gewählten bahrainischen Parlaments auf Einladung des Deutschen Bundestags und der Deutschen Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) an der IV. Internationalen Konferenz Parlamentarischer Rechtsausschüsse in Berlin teil.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland genießt einen guten Ruf als zuverlässiger Handelspartner, auch wenn das bilaterale Handelsvolumen (2014: rund 404,5 Mio. Euro) im regionalen Vergleich noch ausbaufähig ist. Das positive Deutschlandbild wird vor allem durch die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie und Technologie geprägt. Hieran besteht in Bahrain ein großes Interesse. Auf deutscher Seite machen sich vor allem mittelständische Unternehmen die guten Investitionsbedingungen  in Bahrain zu Nutze. Derzeit sind über 50 deutsche Firmen mit Vertretungsbüros bzw. Projekten in Bahrain tätig. Der neu ernannte Industrieminister Zayed Al-Zayani sowie der neue CEO des Economic Development Board (EDB) Khalid Al-Rumaihi besuchten Anfang dieses Jahres Deutschland. Bundesminister a. D. Peter Ramsauer, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie und Präsident der Arabisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (Ghorfa), besuchte im März 2015 mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation Bahrain. Etwa 500 deutsche Staatsangehörige leben in Bahrain.

Ein Investitionsförderungs- und -schutzabkommen wurde im Februar 2007 unterzeichnet und ist Ende Mai 2010 in Kraft getreten.

Kulturaustausch

Die regionalen Verbindungsbüros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Goethe-Instituts in Abu Dhabi konnten in den vergangenen Jahren erste Fortschritte bei der Hochschulzusammenarbeit, dem Studentenaustausch und bei der Förderung des Deutschunterrichts in Bahrain erzielen. Die deutsche Botschaft in Bahrain setzt sich verstärkt für die Intensivierung der kulturellen, bildungs- und wissenschaftspolitischen Zusammenarbeit ein und organisiert seit 2009 Sprachkurse, die auf Prüfungen des Goethe-Instituts vorbereiten. Außerdem bietet die staatliche Universität Bahrain auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Universität Leipzig Deutschunterricht an. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat gemeinsam mit der Arabian Gulf University in Bahrain 2013 die erste bilaterale Junge Akademie „Arab German Young Academy“ (AGYA) gegründet, um die Zusammenarbeit exzellenter arabischer und deutscher Nachwuchswissenschaftler und interdisziplinäre Forschungsprojekte zu fördern. Im Mai 2014 hat die deutsche Botschaft ca. 300 Bücher, auch in arabischer Übersetzung, an die bahrainische Nationalbibliothek übergeben. Für bahrainische Studierende sind aus sprachlichen und kulturellen Gründen angloamerikanische Länder die erste Wahl für das Studium im Ausland. Die bestehenden Bildungskontakte zu Deutschland sind dafür umso höherwertiger, etwa im Bereich erneuerbare Energien.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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