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Internationaler Tag der Menschenrechte

Es war ein außergewöhnliches Jahr für die Menschenrechte. In vielen Ländern - zum Beispiel der arabischen Welt - sind die Menschen auf die Straße gegangen, um für ihre grundlegenden Freiheiten und Rechte einzutreten. "Der Schutz der Menschenrechte ist ein Kernanliegen unserer Außenpolitik", betonte Außenminister Guido Westerwelle. Das Jahr 2011 habe mit seinen historischen Umbrüchen in der arabischen Welt gezeigt, wie sich der Ruf nach Achtung der Menschenrechte über alle Grenzen von Kulturen, Religionen und Nationen verbreite.

Menschenrechte sind Rechte, die eigentlich für alle Menschen gelten sollten, es aber längst noch nicht tun. Auch deshalb gibt es den Internationalen Tag der Menschenrechte, der jedes Jahr am 10. Dezember daran erinnert, dass an diesem Tag im Jahre 1948 die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

"Wir denken an diesem Tag an alle, deren Menschenrechte immer noch missachtet werden", so Westerwelle. Und: "Wir stehen fest an der Seite derjenigen, die für Demokratie und Menschenrechte eintreten."

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte gilt als "Magna Charta" des internationalen Menschenrechtsschutzes; sie ist für Menschenrechtsverteidiger in aller Welt die wichtigste Berufungsgrundlage im Kampf für die Stärkung und Durchsetzung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. 

Es gibt die Erklärung momentan in mehr als 380 Sprachen und Dialekten - von Abchasisch bis Zulu. Sie ist damit das am häufigsten übersetzte Dokument der Welt. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte ist dafür sogar vom Guinness-Buch der Rekorde ausgezeichnet worden.

Mehr Informationen der VN zum Internationalen Menschenrechtstag (englisch)

Friedensnobelpreis 2011

Traditionell wird am 10. Dezember jedes Jahr auch der Friedensnobelpreis verliehen: 2011 werden in Oslo die jemenitische Menschenrechtlerin Tawakul Karman, die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und die liberianische Bürgerrechtlerin Leymah Gbowee ausgezeichnet.

Bei einem Besuch von Tawakul Karman im Auswärtigen Amt am 8. Dezember bekräftigte Westerwelle die deutsche Unterstützung für die Sache der Demokratie und der Menschenrechte im Jemen und würdigte Karman dafür, dass sie "mit ihrem mutigen Engagement insbesondere für Frauenrechte ein Vorbild weit über den Jemen hinaus" sei.

Ein Logo für die Menschenrechte

Kür des Gewinners

Kür des Gewinners
© Photothek/Imo

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Kür des Gewinners

Kür des Gewinners

Kür des Gewinners

Das Auswärtige Amt fördert jährlich weltweit zahlreiche Projekte zur Stärkung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Mit den Ländern des "Arabischen Frühlings" wurden besondere Transformationspartnerschaften vereinbart, um den demokratischen Wandel in der Region zu fördern. Auf deutsche Einladung trafen Mitte November in Tunis Menschenrechtsaktivisten aus der ganzen Region zu einem Meinungsaustausch zusammen. 

Um der Sache der Menschenrechte weltweit mehr Beachtung zu verschaffen, hat Deutschland zudem Anfang 2011 eine besondere Initiative gestartet. In einem weltweiten Wettbewerb mit mehr als 15.000 Vorschlägen aus über 190 Ländern wurde ein international gültiges Symbol für die Menschenrechte gesucht. Das Gewinnerlogo verbindet die blaue Silhouette einer Hand mit der eines Vogels. "Free as a man" heisst das Logo, dessen Schöpfer, der Serbe Predrag Štakić, im September in New York ausgezeichnet wurde.

"Free as a man" hat sich in mehreren Abstimmungsrunden durchgesetzt. Durch eine Online-Abstimmung wurden 100 Einsendungen für eine engere Auswahl bestimmt. Aus dieser wiederum wählte eine international besetzte Jury die zehn Finalisten aus. Jury-Mitglieder waren unter anderem die Friedensnobelpreisträger Aung San Suu Kyi, Jimmy Carter, Muhammed Yunus und Shirin Ebadi, der chinesische Künstler Ai Weiwei oder der kolumbianische Musiker Juanes. Aus der von der Jury ausgewählten zehn Finalisten wurde dann wiederum in einer Online-Abstimmung das Siegerlogo bestimmt.


Stand 10.12.2011

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