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Interview mit Karsten D. Voigt, Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, zu den Kongresswahlen in den USA, ZDF-spezial

Frage: Die Demokraten regieren jetzt mit, ein Präsident scheint gebändigt. Wird jetzt alles besser?

Antwort: Es wird zuerst einmal anders, denn es gibt nicht nur eine Stimme aus Washington, obwohl der amerikanische Präsident der wichtigste Mann in der Außen- (und) Sicherheitspolitik bleibt, sondern es gibt jetzt andere Stimmen, wie die der Demokraten, die berücksichtigt werden müssen.
Damit wird auch die Situation offener, offener auch für Positionen der Europäer, offener auch für diejenigen, die andere Meinungen haben und die andere Vorschläge haben. Aber, die Europäer werden auch gefordert werden.

Das meinen Sie in dem Sinne, dass die Demokraten eine Wende in den transatlantischen Beziehungen bewirken können?

Der amerikanische Präsident hat sich ja nach den letzten Wahlen sowieso schon etwas auf die Europäer zu bewegt. Das ist eindeutig zu begrüßen, und die Demokraten sagen: Das soll noch mehr sein...
Aber die gleichen Demokraten werden natürlich auch sagen: Wir brauchen mehr Unterstützung von den Europäern. Politisch gilt das. Das gilt in dem einen oder anderen Fall auch ökonomisch-wirtschaftlich. Und das gilt zum Beispiel in Afghanistan auch militärisch.

Hat diese Wahl gezeigt, wie stabil die amerikanische Demokratie ist?

Natürlich hat sie das gezeigt... Ein solches Amerika, das verschiedene Meinungen repräsentiert, das auch wieder auf andere Leute mehr hört, wo es um eine Offenheit der Diskussion geht, ist attraktiver für Europäer.

Das Gespräch führte Dietmar Ossenberg

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