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Burkina Faso

Außenpolitik

Stand: Oktober 2013

Grundlinien der Außenpolitik

Burkina Faso wirkt aktiv an der zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Integration Afrikas mit und ist bestrebt, seine Rolle in der westafrikanischen Region zu stärken. Hierbei kommen dem Land seine Mitgliedschaft in der CEDEAO/ECOWAS und UEMOA sowie seine Mittlertätigkeit bei politischen Konflikten in der Region (Mali, Togo, Côte d'Ivoire, Guinea) zugute. Priorität haben für die burkinische Regierung des Weiteren der Ausbau der Beziehungen zu den Nachbarländern sowie die Vertiefung der Beziehungen zu den wichtigsten Geberländern von Entwicklungsgeldern (EU-Mitgliedstaaten, Japan, Taiwan sowie USA und Kanada). Das in den vergangenen Jahren größer gewordene außenpolitische Gewicht des Landes kommt auch durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu einer Reihe wichtiger Länder (Japan, Brasilien, Südafrika, Australien, Kasachstan, Türkei) zum Ausdruck.

Außenpolitik im multilateralen Rahmen

Burkina Faso ist Mitglied in einer Reihe von afrikanischen Regionalorganisationen und Sitz der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA sowie des Exekutiv-Sekretariats der Regionalorganisation CILSS (zwischenstaatliches Komitee zur Dürrebekämpfung im Sahel). Das Land führte von Mitte 1998 bis Mitte 1999 den Vorsitz in der Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) und engagierte sich seither verstärkt als Vermittler bei Konflikten auf dem Kontinent (zuletzt v.a. Mali, Togo, Côte d’Ivoire, Guinea). 2007 und 2008 hatte Burkina Faso den Vorsitz in der ECOWAS und UEMOA. In den Jahren 2008/2009 war Burkina Faso auch nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Zudem stellt das Land Truppen im Rahmen verschiedener Einsätze der Vereinten Nationen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.