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Mauretanien

Außenpolitik

Stand: September 2016

Bilaterale und multilaterale Beziehungen

In Mauretanien stoßen der arabische Maghreb und  Subsahara-Afrika aufeinander. Mauretanien gehört der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga, der Organisation der Sahelstaaten, der Union des Arabischen Maghreb, der Union für den Mittelmeerraum und der Organisation für die Nutzung des Senegalflusses an. Von Januar 2014 bis Januar 2015 hatte Mauretanien den Vorsitz in der Afrikanischen Union. Am 25. Juli 2016 richtete Mauretanien den Gipfel der Arabischen Liga aus und hat für die Dauer von einem Jahr deren Vorsitz übernommen.

Die Europäische Union ist wichtigster Partner Mauretaniens im Handel und in der Entwicklungszusammenarbeit. Das EU-Fischereiabkommen ist eine der wichtigsten Devisenquellen Mauretaniens, nach langen Verhandlungen wurde im Juli 2015 ein Folgeabkommen abgeschlossen. Von den EU-Mitgliedstaaten sind Frankreich, Spanien und Deutschland in Nouakchott mit Botschaften vertreten, Großbritannien mit einem Büro. Auch die EU ist vertreten.

Die USA unterhalten eine enge Zusammenarbeit mit Mauretanien in Sicherheitsfragen.

Japan ist zweitgrößter bilateraler Geber in der Entwicklungszusammenarbeit und einer der Hauptabnehmer der mauretanischen Fischvorkommen mit eigener Fangflotte in mauretanischen Gewässern.

Russland und China unterhalten vor allem wirtschaftliche Beziehungen zu Mauretanien. China ist neben der EU ein weiterer wichtiger Handelspartner Mauretaniens.

Regionale Zusammenarbeit

Mauretanien arbeitet in regionalen Foren zur Terrorismusbekämpfung mit. Im Rahmen des Nouakchott-Prozesses engagiert sich Mauretanien mit zehn weiteren Ländern der Region für eine bessere Kooperation im Sicherheitsbereich und im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Waffenschmuggel im Maghreb und der Sahara-Sahel-Region. Eine neue regionale Institutionmit einem Ständigen Sekretariat in Nouakchott ist der im Januar 2015 auf mauretanische Initiative hin gegründete Zusammenschluss der "G 5 du Sahel“ (Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Burkina Faso), der sich eine Kooperation auf den Gebieten Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in der Sahelregion zum Ziel gesetzt hat
Mauretanien beherbergt nach Angaben des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen ca. 50.000 malische Flüchtlinge.

Marokko und Algerien sind wichtige Handelspartner und es gibt viele grenzüberschreitende Gemeinsamkeiten.  Mauretanien unterstützt den Verhandlungsprozess der Vereinten Nationen zur Westsahara.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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