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Minen- und Kampfmittelräumung in Vietnam

Vietnam ist eines der am stärksten mit Blindgängermunition belasteten Länder der Welt. Im Vergleich dazu spielen Landminen eine eher untergeordnete Rolle. Mehr als 66.000 Quadratkilometer gelten als betroffen, was etwa 20 Prozent der gesamten Fläche Vietnams entspricht. 

Die höchste Belastung findet sich entlang der ehemaligen Frontlinien im Zuge des 17. Breitengrads, aber auch im Verlauf des so genannten Ho Chi Minh Pfades. Die Opferzahlen sind in den letzten Jahren ständig gefallen, lagen im Jahr 2010 aber immer noch bei 36 Personen (davon 9 durch Streumunition, 14 durch Blindgänger und 13 durch unbekannte Ursache).

Wegen der stetig steigenden Bevölkerungszahl hat Vietnam unter anderem großen Bedarf an landwirtschaftlichen Nutzflächen und Siedlungsraum. Um einer Gefährdung durch Blindgänger und Minen entgegenzuwirken, kommt der vorangegangenen qualifizierten Räumung solcher Flächen große Bedeutung bei.

Das Auswärtige Amt fördert seit 1998 Minen- und Kampfmittelräumung in den Provinzen Hué und Quang Tri über die deutsche Nichtregierungsorganisation Solidaritätsdienst International (SODI). Deren Projekte können als beispielgebend betrachtet werden, weil die geräumten Flächen unmittelbar für entwicklungspolitische Maßnahmen genutzt werden. Bei der Konzeption der Projekte arbeitet SODI eng mit den zuständigen nationalen Behörden zusammen und kann so den besonderen Bedürfnissen gerecht werden.


Stand 25.03.2013

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