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Die transatlantischen Beziehungen - Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik
Golden Gate Bridge, San Francisco
© dpa / picture-alliance
Die transatlantische Partnerschaft ist neben der europäischen Integration der wichtigste Pfeiler der deutschen Außenpolitik. Die USA sind Deutschlands engster Verbündeter außerhalb Europas.
Die transatlantischen Beziehungen beruhen auf gemeinsamen Werten und historischen Erfahrungen. Grundlage sind ebenso gemeinsame Interessen und unsere traditionell enge gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Verflechtung.
Die deutsche Außenpolitik zielt darauf ab, die transatlantischen Beziehungen zukunftsgerichtet zu gestalten. Unverzichtbar ist dafür ein enges Vertrauensverhältnis zwischen den USA und einem selbstbewussten Europa, das sich nicht als Gegengewicht sondern als Partner versteht.
Transatlantischen Wirtschaftsraum schaffen
Deutschland strebt eine noch engere Vernetzung der beiden Wirtschaftsräume beiderseits des Atlantiks in einem Transatlantischen Binnenmarkt an. Auch US-Präsident Barack Obama und Vizepräsident Joe Biden haben dieses Projekt jüngst in öffentlichen Reden aufgegriffen. Außenminister Westerwelle sieht in einem solchen transatlantischen Abkommen über Handel, Investitionen sowie gemeinsame Normen und technische Standards einen Motor für Wachstum in Europa und den USA.
Namensartikel von Außenminister Westerwelle: "Die Zeit ist reif für einen Atlantischen Binnenmarkt"
Partner bei globalen Herausforderungen
Die internationale Politik steht vor gewaltigen Herausforderungen - von gewaltsamen Konflikten, scheiternden Staaten, Terrorismus, der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, bis zu Fragen der globalen Wirtschaftsstabilität, Armut, Epidemien, Ressourcenknappheit und den Folgen des Klimawandels.
Diese Herausforderungen kann kein Staat alleine bewältigen. Gemeinsam verfügen die transatlantischen Partner über das nötige politische, wirtschaftliche und militärische Gewicht, um globalen Herausforderungen zu begegnen und die Zukunft zu gestalten.
Die Außenminister Guido Westerwelle und John Kerry, 26.02.2013
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Ein grundlegendes Ziel der deutschen Außenpolitik ist daher, den transatlantischen Dialog weiter zu intensivieren und konkrete Kooperation zu vertiefen. Neben traditionell wichtigen Themen wie Abrüstung und wirtschaftliche Zusammenarbeit erweitern wir die transatlantische Agenda um "Zukunftsthemen" wie Klimaschutz, Energie- und Cyber-Sicherheit. In diesen und anderen Bereichen, die für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks von unmittelbarer Bedeutung sind, treiben wir die transatlantische Vernetzung auf allen Ebenen gezielt voran.
Europa und die USA stimmen in der Bewertung zentraler Gefahren und Herausforderungen sowie in den Grundzielen ihrer Politik - Förderung von Frieden, Stabilität und Sicherheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Marktwirtschaft - weitgehend überein.
In jeder Partnerschaft kommt es aber auch zu unterschiedlichen Auffassungen über Prioritäten, Instrumente und Methoden im Umgang mit Gefahren und Herausforderungen. Umso wichtiger ist der intensive transatlantische Gedankenaustausch auch zu kontroversen Themen.
Enge gesellschaftliche Verflechtung
Das enge transatlantische Verhältnis kommt auch in den vielfältigen gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA zum Ausdruck. Austauschprogramme für Schüler und Studierende, Wissenschaftler, Künstler und Sportler haben eine lange Tradition.
Beziehungen EU-USA
EU und USA sind eng miteinander vernetzt. Auf Regierungsebene finden regelmäßig Konsultationen statt. Auf gesellschaftlicher Ebene wird der Dialog zwischen einer Vielzahl von Einzelpersonen, Gruppen und Verbänden gefördert. Wirtschaftlich sind die USA und die EU die am stärksten miteinander verflochtenen Regionen weltweit.
Stand 08.02.2013
