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Tansania

Außenpolitik

Stand: November 2015

Grundlagen der Außenpolitik

Tansanias Außenpolitik wird geprägt durch die gute und pragmatische Zusammenarbeit mit den Staaten der Region sowie den bedeutenden Geberländern und -institutionen. Das Land, ein Gründungsmitglied der G77, bemüht sich um eine aktive Rolle in der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC), der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrikas (SADC), der Afrikanischen Union (AU) und den Vereinten Nationen. Tansania hat seine Bemühungen um eine Diversifizierung seiner außenpolitischen Partner spürbar verstärkt. Vor allem zu den Anrainerstaaten des Indischen Ozeans, in der Golfregion und in Asien haben sich die Beziehungen seitdem deutlich intensiviert.

Beziehungen zu den Nachbarstaaten

Tansanias außenpolitische Prioritäten liegen in der Region, wo das Land eine vermittelnde und stabilisierende Rolle spielt. Tansania unterhält gute Beziehungen zu seinen acht Nachbarn, wobei insbesondere die anderen EAC-Mitgliedsstaaten (Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi) bedeutsam sind.

Konflikte in der Region der Großen Seen

Tansania hat in den vergangenen Konflikten in der Region der Großen Seen (Demokratische Republik Kongo, Burundi, Ruanda) traditionell eine vermittelnde und stabilisierende Rolle eingenommen. Mit der Aufnahme von bis zu einer Million Flüchtlingen aus Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo hatte Tansania eine Hauptlast dieser Konflikte zu tragen gehabt. Viele kongolesische Flüchtlinge erhielten die tansanische Staatsangehörigkeit. Als derzeit noch Vorsitzende der EAC spielt Tansania eine führende Rolle bei den regionalen Anstrengungen, eine Lösung der Krise in Burundi zu erarbeiten. Im Mai 2015  tagte auf Einladung des damaligen Präsidenten Kikwete bereits der zweite Sondergipfel der EAC zu Burundi in Daressalam. Seit Anfang 2015 haben rund 100.000 burundische Flüchtlinge Schutz in Tansania gesucht. 

Zweiter aktueller Schwerpunkt bei Tansanias Einsatz für Frieden und Stabilität in der Region ist der Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo. Als engagierter Vorsitz des SADC-Gremiums für Sicherheit und Politik hat sich Tansania 2012/2013 für eine robuste Rolle der SADC bei der Konfliktlösung stark gemacht und mit der Bereitstellung einer bis heute aktiven Interventionsbrigade Führungsstärke gezeigt.

Beziehungen zu den wichtigsten Gebern

Von besonderer Bedeutung sind für Tansania die Beziehungen zu Weltbank, Afrikanischer Entwicklungsbank und Internationalem Währungsfond sowie zu seinen wichtigen internationalen Partnerländern. Das sind neben den USA, China und Indien die Partnerländer der Europäischen Union. Insbesondere zu Deutschland und den nordischen Staaten bestehen gute, historisch gewachsene Beziehungen. Die ausgezeichneten Beziehungen gehen auf die Gründungszeit der Republik zurück als China dem Staatspräsidenten Nyerere großzügige Entwicklungszusammenarbeit leistete (TAZARA Eisenbahn).

Rolle in den Vereinten Nationen

Tansania fordert in den Vereinten Nationen eine stärkere Berücksichtigung der Interessen afrikanischer Entwicklungsländer. Dementsprechend unterstützt es die Erweiterung des Sicherheitsrates und tritt auch für eine Reform des Gremiums ein, um die "Gleichheit in der geographischen Repräsentanz" sicherzustellen. Tansania lehnt das Vetorecht der ständigen Sicherheitsratsmitglieder ab. Die Afrikanische Union wird von Tansania als geeignete Institution angesehen, Afrika international Gehör zu verschaffen und zur Lösung innerafrikanischer Konflikte beizutragen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Tansania ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu:

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