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Schweden

Wirtschaft

Stand: März 2015

Wirtschaft

Die schwedische Volkswirtschaft ist stark exportorientiert und geprägt durch einige große, global ausgerichtete Unternehmen wie z.B. ABB, AstraZeneca, Electrolux, Ericsson, IKEA, Scania, SKF oder Volvo. 

Das Spektrum international leistungsfähiger Branchen reicht von der Holz-, Zellstoff- und Papierindustrie, der verarbeitenden Industrie (Fahrzeuge, Elektrotechnik, Pharma und Wehrtechnik) bis hin zur Informationstechnologie, Biotechnik und regenerativen Energien. Wichtigste Handelspartner Schwedens sind an erster Stelle Deutschland, daneben vor allem die nordischen Länder und die USA.

Strukturelle Stärken der schwedischen Volkswirtschaft sind eine hohe Erwerbsbeteiligung (Frauen), das Ausbildungsniveau der Bevölkerung, eine hohe Investitionsbereitschaft in Humankapital, Forschung und Entwicklung sowie die moderate Besteuerung von Unternehmen. Ihre Schwächen sind eine relativ hohe verdeckte Arbeitslosigkeit infolge einer hohen Zahl Langzeitkrankgeschriebener und Frührentner sowie die Jugendarbeitslosigkeit, weiterhin ein recht hohes Preisniveau durch die Marktmacht weniger großer Firmen (Bau, Lebensmittel) und staatlicher Monopole (Alkohol). Auch die hohe Verschuldungsquote der privaten Haushalte in Verbindung mit steigenden Immobilienpreisen bereitet Sorgen.

Die Krise eines über Jahrzehnte gewachsenen Wohlfahrtsstaates ("Volksheim") in den 1990er Jahren löste eine von Sozialdemokraten und Bürgerlichen im Konsens getragene finanzpolitische Wende aus, die zu einer deutlichen Stabilisierung der öffentlichen Haushalte führte. Nachdem in den  letzten Jahren  regelmäßig Überschüsse im Haushalt erzielt wurden, gibt es seit  2012 allerdings ein Haushaltsdefizit, dessen kontinuierliche  Reduzierung aber in der bis 2017 laufenden Legislaturperiode angestrebt wird. Die Staatsverschuldung lag  2013 bei  35 Prozent.

Auch Schweden hat als stark exportorientiertes Land in den zurückliegenden Monaten die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa gespürt. 2013 betrug der Anstieg des BIP   1.5 % (2012: 0,8 %). Motor für das wieder zunehmende Wachstum sind in erste Linie der nach wie vor robuste Binnenkonsum sowie verstärkte öffentliche Investitionen. Wegen der sich als Folge der internationalen politischen Turbulenzen abschwächenden Konjunkturaussichten hat die bis September 2014 amtierende bürgerliche Regierung ihre optimistische Wachstumsprognose von Anfang 2014 von 2.7 %  des BIP Mitte 2014 allerdings auf 1.9% nach unten korrigiert. ,. Obwohl Schweden zu den wenigen Ländern gehört, die die Kriterien der Eurozone erfüllen, gibt es für die Einführung des Euro keine Mehrheit in der Bevölkerung. Die von der schwedischen Zentralbank gesteuerte Krone hat seit 2010, bedingt durch die Probleme im Euroraum, beträchtlich an Wert gewonnen.


Ausgewählte Wirtschaftsindikatoren

  • Wachstum (BIP, real): plus 2,1 % (2014; 2013: 0,8 %)
  • Arbeitslosenquote (15 bis 74 Jahre): 8,0 % 2014, keine Veränderung zu 2013)
    Jugendarbeitslosigkeit: 23,4 Prozent (-0,5% Veränderung zu 2013)
  • Inflationsrate: -0,3 % (Januar 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum)
  • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht: 2014 erneut Handelsbilanzüberschuss
  • Öffentlicher Saldo in Prozent des BIP ("3-Prozent-Defizit-Kriterium" der Euro-Zone): -1,4 % (2014; 2013: -1,3 %)
  • Staatsschuld in Prozent des BIP ("60-Prozent-Kriterium" der Euro-Zone) 2013: 35 %, langfristig sinkend durch Haushaltsüberschüsse und Privatisierungen
  • Schwedische Krone (aggregierte Jahres-EUR-Kurse): 9,095 SEK (2014; 2013: 8,649 SEK)

Weitere Wirtschaftsdaten finden sich beim Schwedischen Statistischen Zentralbüro (www.scb.se)

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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