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Brückenbauer für lebendigen Austausch

Besondere Verdienste um die deutsch-polnischen Beziehungen werden jedes Jahr mit einem Preis gewürdigt. Die Preisträger  des Jahres 2011 sind am 14. Juni in Berlin geehrt worden. Staatsministerin Cornelia Pieper verlieh gemeinsam mit ihrer polnischen Amtskollegein Grazyna Bernatowicz den Deutsch-Polnischen Preis an die Stadt Breslau und das Deutsch-Polnische Gymnasium in Löcknitz. 

Der Deutsch-Polnische Preis biete seit fast 20 Jahren die Gelegenheit, besondere Initiativen zur Mitgestaltung unserer Beziehungen für einen Moment ins Rampenlicht zu stellen, sagte Staatsministerin Pieper bei der Verleihung des Preises.

Der Blick auf die Preisträger 2011 zeige, wie vielfältig und reichhaltig die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen sind, so Pieper. Mit der Europaschule Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz in Mecklenburg-Vorpommern wird erstmals eine Schule geehrt. Beide Preisträger seien zu Brückenbauern geworden und hätten Steine aus dem Weg geräumt, sagte Pieper weiter:  "Sie tragen in hohem Maße dazu bei, dass die deutsch-polnischen Beziehungen heute auf lebendigem Austausch und gewachsenem Vertrauen beruhen."

Vertrauensvolle Begegnung

Die Stadt Breslau lobte Pieper als "eine Stadt breitester und stets vertrauensvoller Begegnung von Deutschen und Polen" - was angesichts der Geschichte alles andere als selbst verständlich sei. Wie kaum ein zweiter Ort sei die Stadt heute verflochten mit dem Nachbarland Deutschland. "Wo die Distanz am größten hätte sein können, wurde die Nähe als erstes und beispielgebend für die Gesamtgesellschaft ermöglicht." 

Die Stadt Breslau und die Europaschule Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz erhalten mit der Auszeichnung je 10.000 Euro. In der Vergangenheit ging der Deutsch-Polnische Preis zum Beispiel an die Europa-Universität Frankfurt / Oder, die deutsch-polnische Schulbuchkommission oder Persönlichkeiten wie Richard von Weizsäcker und Lech Walesa.

Der Deutsch-Polnische Preis wird seit 1992 jährlich verliehen und soll "besondere Verdienste um die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen" würdigen. Die deutsche und die polnische Regierung haben die Auszeichnung im Rahmen des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags aus dem Jahr 1991 ins Leben gerufen. Es wird in der Regel jeweils eine deutsche und eine polnische Persönlichkeit bzw. Initiative geehrt.


Stand 14.06.2012