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Nachhaltige Urbanisierung

Mit ihren Leitlinien zur internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Urbanisierung will die Bundesregierung bei der Bewältigung der großen Herausforderungen der Urbanisierung, wie etwa in Verbindung mit dem Klimawandel, einen sichtbaren Beitrag leisten.

Partner in einer Welt der Städte - Leitlinien der Bundesregierung zur internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Urbanisierung

China - Yuzhong Halbinsel in Chongqing

China - Yuzhong Halbinsel in Chongqing
© picture alliance / Photoshot

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China - Yuzhong Halbinsel in Chongqing

China - Yuzhong Halbinsel in Chongqing

China - Yuzhong Halbinsel in Chongqing

Das 21. Jahrhundert wird oft das Jahrhundert der Städte genannt. Zurzeit lebt mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten oder städtischen Ballungsgebieten. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Schätzungen zufolge werden bis 2050 Dreiviertel der Weltbevölkerung, also rund 7 Mrd. Menschen in Städten wohnen. Das heißt, das weltweite Bevölkerungswachstum wird vor allem in Städten stattfinden, wobei sich der Zuwachs fast ausschließlich in Schwellen- und Entwicklungsländern vollziehen wird. In den Städten entscheiden sich damit weltweit Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, aber auch der Regierbarkeit, Sicherheit, der politischen Partizipation und der Nachhaltigkeit.

Die Versorgung dieser schnell anwachsenden Zahl von Menschen mit Wohnraum, Wasser, Nahrung und Energie wie auch der Zugang zu Einkommensmöglichkeiten, Bildung, Gesundheitsversorgung und Transport stellen die Welt vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gilt es, globale öffentliche Güter zu schützen und öffentliche Sicherheit und Stabilität zu wahren. So sind Städte beispielsweise einerseits wesentliche Mitverursacher der globalen Klimaveränderungen, bieten aber auf der anderen Seite auch ein enormes Potenzial für wirksame Maßnahmen des Klimaschutzes.

Die Art und Weise, wie nationale und lokale Regierungen und die internationale Gemeinschaft mit den Chancen und Herausforderungen des Urbanisierungsprozesses umgehen, hat direkten Einfluss auf die Verwirklichung der globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele nach 2015 und mittel- und unmittelbar auch Auswirkungen auf Deutschland.

Die Bundesregierung will bei der Bewältigung der großen Herausforderungen der Urbanisierung, wie etwa in Verbindung mit dem Klimawandel, einen sichtbaren Beitrag leisten und beispielsweise mit dem Auf- und Ausbau von bilateralen Urbanisierungspartnerschaften, dem Engagement im Kontext des VN-Weltsiedlungsgipfels Habitat III sowie mit einer Vielzahl anderer Aktivitäten aktiv zu nachhaltiger globaler Entwicklung, zur Förderung von Frieden und Sicherheit sowie zur Umsetzung der Menschenrechte beitragen.

Deshalb erarbeitete die Bundesregierung Leitlinien zu ihrem internationalen Engagement im Bereich Urbanisierung. Damit möchte sie auch internationale Prozesse wie die Erreichung der Post 2015-Ziele unterstützen. Darüber hinaus sollen die Leitlinien die Aktivitäten der Bundesregierung zusammenfassen und den deutschen Akteuren im Bereich internationale Urbanisierung eine gemeinsame Plattform bieten.

Wenn es gelingt, nachhaltige Lösungen zur Gestaltung urbaner Lebensräume zu finden, kommt dies auch Deutschland zugute. Deutsches Knowhow ist in allen, die Urbanisierung betreffende Themen stark ausgeprägt und wird zunehmend von unseren Partnern nachgefragt. Deutsche Unternehmen, Politik und Wissenschaft  können dazu beitragen, den gewaltigen Urbanisierungsprozess in der Welt mit zu gestalten.

Um auch deutsche Partner außerhalb der Bundesregierung besser in die internationalen Aktivitäten der Bundesministerien im Bereich Urbanisierung einzubeziehen, informieren wir über ausgewählte internationale Aktivitäten der Bundesministerien im Bereich internationale Urbanisierung.  


Stand 25.07.2016

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