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Luxemburg

Bildungs- und Kulturpolitik

Stand: März 2014

Bildung

Luxemburg hat ein dreistufiges Schulsystem (Kindergarten, Grundschule, Oberschule), das vor allem auch für eine gute Integration der Kinder der ins Land eingewanderten Arbeitnehmer aus südlichen Ländern sorgen muss. 

Die Regierung Luxemburgs will die begonnenen Reformen im Bildungsbereich trotz Widerständen bei Lehrern und Schülern fortsetzen. Die Reform der Grundschule ist seit dem Herbst 2009 in Kraft. Die Reform der Oberschule wurde noch von der vorherigen Regierung in die Wege geleitet, sie soll zum Schuljahresbeginn 2014/15 umgesetzt werden. Die neue Regierung will die Möglichkeit prüfen, die Alphabetisierung künftig auch auf Französisch durchzuführen (bisher auf Deutsch). Darüber hinaus ist geplant, den Religionsunterricht durch einen obligatorischen allgemeinen Werteunterricht zu ersetzen.

Der Ausbau der landeseigenen Universität, die 2003 gegründet wurde, schreitet voran. Die Universität Luxemburg zählte im akademischen Jahr 2012/13 6.200 Studierende. Weitere Studienmöglichkeiten bestehen am Lehrerseminar und Konservatorium (Musik und Schauspiel). Die rund 13.300 Luxemburger Studierenden erwerben ihre akademischen Abschlüsse zurzeit noch großenteils im Ausland. Im Jahr 2013 war Deutschland der wichtigste Studienort für Luxemburger Studentinnen und Studenten vor Belgien, Frankreich und Großbritannien. Die Studierenden an deutschen Hochschulen sind überwiegend in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern eingeschrieben.

1994 hatte die UNESCO die Luxemburger Altstadt zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Seit November 2010 ist Luxemburg mit der Echternacher Springprozession auch auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO vertreten.

Neben der staatlichen und kommunalen Kulturförderung gibt es in Luxemburg eine Vielzahl privater und institutioneller Mäzene (insbesondere Banken) für die bildenden und darstellenden Künste.

Das auch international bekannte RTL-Symphonieorchester, das seit 1995 als Luxemburger Philharmonisches Orchester weiter besteht, verfügt mit der im Juni 2005 fertig gestellten neuen Philharmonie über eine repräsentative Heimstätte. Das von dem chinesisch-amerikanischen Stararchitekten Pei erbaute und im Sommer 2006 eröffnete Museum für moderne Kunst zeigt ambitiöse Ausstellungen moderner Malerei und Plastik.

Im Jahr 2003 wurde das trilaterale (Deutschland-Frankreich-Luxemburg) Kulturinstitut Pierre Werner (IPW) gegründet. Das IPW möchte durch Förderung des kulturellen und intellektuellen Dialoges zwischen den Gründungsländern einen Beitrag zur Entwicklung einer europäischen Staatsbürgerschaft im Sinne der Tradition der europäischen Aufklärung und der Erfahrungen der Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts leisten.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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