Hauptinhalt

Brunei Darussalam

Brunei Darussalam: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 02.08.2014
(Unverändert gültig seit: 23.04.2014)

Letzte Änderung:
Allgemeine Reiseinformationen
Besondere Zollvorschriften
Besondere strafrechtliche Vorschriften

Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Für Brunei Darussalam besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.


Allgemeine Reiseinformationen

Verhalten in der Öffentlichkeit

Das Sultanat Brunei Darussalam ist eine islamisch-malaiische Monarchie, seine Gesetze entsprechen einer islamischen Wertevorstellung.
Es empfiehlt sich, auch bei kurzfristigen Aufenthalten, den landesüblichen Ethik- und Moralkodex in Bezug auf Kleidung, Verhalten, Alkoholverbot in der Öffentlichkeit und weitgehendes Rauchverbot, auch in der Öffentlichkeit, vor allem in der Nähe von öffentlichen Gebäuden) zu beachten. Dies bedeutet u. a. Zurückhaltung im gegenseitigen Umgang und eher „konservative“ Kleidung, insbesondere müssen Schultern, Knie und Dekolletés bedeckt sein. Während des Ramadan ist auch für Nicht-Muslime das Essen, Trinken und Rauchen tagsüber strikt untersagt. Zuwiderhandlung kann mit Geldstrafe bis zu 4.000,- B$ (ca. 2.300 Euro) oder/und mit Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden.

Am 22.10.2013 wurde die Einführung eines neuen Scharia-Strafrechts zu Ende April 2014 verkündet. Es ergeben sich daraus eine ganze Reihe von neuen Straftatbeständen, wobei die bruneiischen Behörden bislang keine Informationen zum genauen Umfang und der Ausgestaltung der neuen Strafrechtsordnung veröffentlicht haben. Aufgrund der unklaren Rechtslagen wird dazu geraten, insbesondere Kritik an der islamischen Religion oder am Sultan als Privatperson wie auch als obersten Religionsführer des Landes zu vermeiden. Der Gesetzestext kann auf der Website des bruneiischen Generalstaatsanwalts heruntergeladen werden. Link: http://www.agc.gov.bn/ Weitere Informationen siehe: Besondere strafrechtliche Vorschriften


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Nein, Anerkennung nur für Flughafentransit

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja, mit Foto,

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Nein

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum

Deutsche Touristen können für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen visafrei einreisen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes


Besondere Zollvorschriften

Devisen
Einfuhr von Devisen ist unbeschränkt möglich. Eventuelle Deklarierungsvorschriften auf den Einreisekarten sind zu beachten.

Alkohol
Einfuhrbeschränkung für Nicht-Muslime, über 17 Jahre alt, von Alkohol auf 2 Flaschen Wein oder 2 Flaschen höherprozentige Getränke sowie 12 Dosen Bier pro Person. Muslime dürfen keinen Alkohol einführen. Zwischen einer erneuten Einfuhr müssen mindestens 48 Stunden liegen. Die Ware ist bei der Einreise zu deklarieren. Die Zollbescheinigung sollte man wegen möglicher späterer Inspektionen vorhalten, um sich nicht dem Verdacht der illegalen Einfuhr auszusetzen.

Souvenirs, Reiseandenken
Vorsicht bei exotischen Souvenirs. Bitte informieren Sie sich bereits vor Antritt Ihrer Reise darüber, welche Reiseandenken aus Artenschutzgründen nicht ausgeführt werden dürfen.

Viele Reiseandenken unterliegen strengen Ein- und Ausfuhrregeln – bitte informieren Sie sich!

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Homosexuelles Verhalten, auch im Privatleben, wird als schwere Straftat geahndet und kann mit Prügel- oder auch Todesstrafe bestraft werden. Ähnliches gilt für Ehebruch, wenn mindestens einer der Beteiligten Muslim oder Muslima ist; wobei auch der/die nicht-muslimische Partner/Partnerin angeklagt wird.

Sexuelle Handlungen zwischen nicht verheirateten Personen und Prostitution stehen in Brunei unter Strafe.

Die Einfuhr und der Besitz von pornographischem Material ist strikt verboten.

Drogen
Es wird auf die eindringlichen Warnungen der Behörden vor Erwerb, Besitz, Verteilung sowie der Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art hingewiesen. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben. Schon der Besitz relativ geringer Drogenmengen führt - ebenso wie der Besitz von Waffen - zu langjährigen Freiheitsstrafen mit harten Haftbedingungen bis hin zur Todesstrafe.

Waffen
Einfuhr und Besitz von Waffen ist verboten und wird mit hohen Freiheitsstrafen – und sogar mit Todesstrafe - geahndet.

Illegaler Aufenthalt
Illegaler Aufenthalt kann mit Prügelstrafen geahndet werden.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und zusätzlich für Brunei Hepatitis A.
Bei längeren Aufenthalten und besonderen Risiken (insbesondere bei Aufenthalten im Hinterland) wird auch die Impfung gegen Hepatitis B, ggf. Tollwut, Typhus und Japanische Encephalitis empfohlen.
Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt, siehe hierzu  www.who.int

Generell treten in Brunei die klassischen Tropenkrankheiten wie Malaria, Japanische Enzephalitis oder Tollwut nur sehr selten auf. Im Oktober 2013 wurden erstmals 12 Fälle von Japanischer Enzephalitis im Sultanat diagnostiziert. Die anderen Erkrankungen treten immer wieder auf, wurden dann aber meist aus den Nachbarstaaten importiert. Die Übertragung von Denguefieber ist möglich. Auf einen konsequenten Mückenschutz sollte geachtet werden

Durchfallerkrankungen, Hygiene

Durchfallerkrankungen treten auch in Brunei Darussalam gelegentlich auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sie sich häufig vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen; diese finden Sie in der rechten Randspalte.

Influenzainfektionen sind während der Regenzeiten häufiger, seit 2009 hat sich im ganzen Land auch die Neue Influenza A/H1N1 verbreitet. Vogelgrippe (Influenza A/H5N1) ist weder bei Menschen noch bei Tieren diagnostiziert worden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande bietet eine gut strukturierte stationäre Versorgung und Notfallversorgung durch Ärzte, die überwiegend aus anderen asiatischen Ländern zugezogen sind. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich  beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/ ).

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.


Weltweite Terrorwarnung

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.

Reisemedizinische Hinweise

FAQ

Bitte beachten Sie auch unsere Fragen und Antworten zum Thema "Sicherheitshinweise"

Mehr