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Singapur

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Dezember 2013

Kulturförderung

Singapur möchte zu einem kulturellen Zentrum von Weltrang aufsteigen. Ehrgeizige Kulturbauten, wie zum Beispiel ein Konzertsaal und ein Musical-Theater (Esplanade-Theatres on the Bay), erlauben Gastspiele auf Weltniveau. Das gleiche gilt für die Kunstszene (spektakuläre Neu- und Umbauten von Museen wie z. B. das "Arts Science Museum"). Im Norden der Stadt investiert die Regierung massiv in den Bau des Medienzentrums "Mediopolis" (geplante Fertigstellung 2020). Hier entstehen moderne Filmstudios sowie Ausbildungseinrichtungen. Die Kulturszene wird jedoch weiterhin staatlich kontrolliert. Für Filmvorführungen und Theaterstücke gelten Zensurvorschriften.


Bildungssystem

Bildung und Ausbildung sind prioritär für die singapurische Regierung. Bildung rangiert an zweiter Stelle des Staatshaushalts und erhält regelmäßig 20 Prozent des Gesamtetats. Die jahrzehntelangen nicht nur finanziellen Investitionen in das Bildungssystem haben zu einem im internationalen Vergleich hohen Standard geführt: 2009 nahm Singapur erstmals an der OECD-PISA-Studie teil und erreichte auf Anhieb in allen Kategorien Spitzenplätze unter den besten fünf der teilnehmenden Länder.


Wissenschaft und Forschung

Singapur ist der Wissenschafts- und Forschungsstandort in Südostasien. Sowohl Universitäten und polytechnische Hochschulen als auch die Forschungsinstitute wurden und werden weiterhin mit erheblichen Mitteln ausgestattet, um Singapur auf der weltweiten Forschungslandkarte einen vorderen Platz in Asien und im globalen Vergleich zu sichern. Mit einem Volumen von 16 Mrd. S$ (ca. 10 Mrd. Euro) werden Forschung und Entwicklung in Singapur (2011 – 2015) gefördert. Schwerpunkte bilden die Bereiche Biomedizin, Interaktive und Digitale Medien, Marine und Offshore sowie nachhaltige Energieforschung. 

Singapurs Hochschulen sind international aufgestellt. Kooperationen mit weltweit renommierten Universitäten und Forschungsinstituten (aus Deutschland u.a. TU München und Fraunhofer Gesellschaft) werden aktiv ausgebaut. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter als auch die Studenten sind bis zu 50 Prozent nicht singapurische Staatsbürger und befruchten somit die internationale Entwicklung des Standortes maßgeblich. 2011 wurde mit der Singapore University for Technology and Design die vierte Universität gegründet. Die Gründung der fünften und sechsten staatlichen Universität wurde 2012 angekündigt.


Sprachenpolitik

Amts- und Verkehrssprache in Singapur ist Englisch. Weitere Amtssprachen sind Chinesisch (Mandarin), Malaiisch und Tamil. Weit verbreitet sind auch südchinesische Dialekte wie unter anderem Kantonesisch, Hokkien und Hakka. Aus historischen und politisch-psychologischen Gründen ist Malaiisch die "Nationalsprache" (Nationalhymne, Staatsbezeichnung).

Neben Englisch werden drei von der Regierung anerkannte "Muttersprachen" Mandarin, Malaiisch und Tamil in den Schulen gezielt als Träger kultureller Werte gefördert; die zu lernende Sprache ergibt sich aus dem ethnischen Hintergrund der Schüler und ist obligatorisch.

Bei der Wahl einer weiteren Fremdsprache rangiert Deutsch hinter Japanisch und Französisch an dritter Stelle.


Medienpolitik

Singapur ist bestrebt, Medienzentrum der Region zu werden und investiert verstärkt in Breitbandtechnologien, Online-Dienste und neue Medien. Bis 2020 soll mit "Mediopolis" im Norden der Stadt ein hochmoderner Medien-Hub entstehen. Die singapurischen Medien - Print, TV und Radio - gehören zu Medienkonzernen, die direkt oder indirekt im Besitz des Staates sind.

Ausländische Korrespondenten sind in ihrer Berichterstattung weitgehend frei. Der private Empfang von Satellitenfernsehen ist nicht möglich, aber über Kabel können auch internationale Programme einschließlich der Deutschen Welle empfangen werden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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