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Kanada

Wirtschaft

Stand: April 2015

Kurzcharakteristik der Wirtschaft

Kanada ist der zweitgrößte Flächenstaat und die elftgrößte Volkswirtschaft der Erde, Gründungsmitglied der G7 und der G20. Die Wirtschaftszentren im Osten und Westen sind bis zu 5.000 km voneinander entfernt. Das Land ist mit 3,859 Einwohnern pro km² dünn besiedelt, weite Teile der kanadischen Arktis sind so gut wie menschenleer.   Kanadas Wirtschaft stützt sich hauptsächlich auf Rohstoffe, Industrie und Landwirtschaft. Die produzierende Wirtschaft und 85% der Arbeitskräfte sind in einem Streifen von bis zu 350 Kilometern Breite nördlich der US-Grenze konzentriert, während ein großer Teil der Rohstoffvorkommen in entlegeneren Landesteilen ausgebeutet wird. Die Industrie konzentriert sich in den Provinzen Ontario und Québec sowie im Großraum Vancouver, die Landwirtschaft in den südlichen Teilen von Saskatchewan und Alberta sowie in Teilen Ontarios.  Alle Wirtschaftszweige sind in erheblichem Maß exportabhängig, wobei die USA der mit Abstand größte Handelspartner ist.

Kanada verfügt über riesige Holz- und Wasservorräte. 46% der Landfläche sind von Wald bedeckt,  10% der weltweiten Waldfläche entspricht.) Das Land verfügt über  ca. 20% der Frischwasserreserven der Erde, wovon 7% als erneuerbar angesehen werden.  Zudem verfügt es nach Venezuela und Saudi Arabien über die drittgrößten Erdölreserven der Welt, vor allem in Form von Ölsanden in der Provinz Alberta. Gleichzeitig belegt Kanada  Platz 5 in der weltweiten Erdgas- und Erdölförderung. Seit Mitte der 90er Jahre werden nördlich des Polarkreises in den North West Territories und Nunavut Diamanten abgebaut. Heute ist Kanada einer der größten Diamantenproduzenten der Welt. Nach Kasachstan ist das Land außerdem der zweitgrößte Uranproduzent der Welt (18% der Weltproduktion). Zunehmend wichtiger werden die großen nicht-energetischen Rohstoffvorkommen wie Eisenerz, Gold, Kupfer, Nickel und seltene Erden, die auch für die europäische Industrie von strategischer Bedeutung sind.

Parallel verfügt Kanada über eine leistungsstarke, auch an Zukunftstechnologien orientierte Wirtschaft. Bedeutende Bereiche der verarbeitenden Industrie sind der Automobil- und Flugzeugbau, die Metallindustrie, die Nahrungsmittelindustrie, die Holz- und Papierverarbeitung, die chemische Industrie und die Informations- und Kommunikationstechnologie.

Kanada betreibt keine nachhaltige nationale Klimapolitik. Sichtbarer Ausdruck dessen ist auch die im Dezember 2011 bekannt gegebene Entscheidung, aus dem Kyoto-Protokoll auszusteigen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Primärenergie in Kanada gehört zu den  höchsten weltweit, entsprechend hoch sind auch die Treibhausgasemissionen pro Einwohner. Die kanadische Regierung hat sich gemäß Anhang I der Kopenhagener Vereinbarung zu einer Reduzierung des Treibhausgasausstoßes bis 2020 um 17% gegenüber 2005 verpflichtet. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das Land dieses Ziel wird erreichen können; vielmehr ist von einer Stabilisierung auf etwa dem Niveau von 2005 auszugehen. Ein wesentliches Element ist dabei die Erschließung und Verarbeitung der Ölsandvorkommen in Alberta, deren Abbau mit einem erhöhten CO2-Ausstoß verbunden ist. Aus dem Jahresbericht der kanadischen Regierung vom Dezember 2014 zur künftigen Entwicklung der Treibhausgasemissionen wird deutlich, dass die Nutzung der fossilen Energiereserven Priorität genießt gegenüber einer nachhaltigen Klimapolitik. Umweltpolitische Vorstöße kommen bislang nur aus den Provinzen, vor allem aus Ontario, Québec und British Columbia.


Wirtschaftsstruktur

Bereits vor Ausbruch der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise war deutlich geworden, dass Kanada aufgrund steigender Kosten- im Wesentlichen als Folge nachlassender Produktivität als Standort von Industriearbeitsplätzen innerhalb der NAFTA an Bedeutung verloren hat. Die daraus resultierenden Strukturprobleme, die vorrangig den Ostteil des Landes betreffen, haben die Krise verschärft. Gestützt auf den Rohstoffreichtum und die wachsende Bedeutung des Handels mit den Anrainerstaaten des Pazifiks hat innerhalb Kanadas zudem eine Verschiebung des wirtschaftlichen und politischen Kräftepotentials in Richtung Westen stattgefunden.

Die kanadische Regierung hat in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen, einen in Teilen durchaus schmerzhaften Wandel von einer verlängerten Werkbank der US-Industrie hin zu einer ressourcengestützten Wissensgesellschaft mit zunehmender Wertschöpfung im Hochtechnologiebereich zu vollziehen. Ziel dieser Politik ist es, die zur Sicherung des Lebensstandards notwendigen Wachstumsraten der Wirtschaft über eine Steigerung der Produktivität, die deutlich unter derjenigen der USA liegt, zu erreichen.  Trotz einer Reihe von Fortschritten im Wissensbereich stützt sich der wirtschaftliche Erfolg weitgehend auf den Export von Rohstoffen. Neben Energieträgern bilden auch mineralische Rohstoffe aufgrund der weltweit gestiegenen Nachfrage eine weitere wichtige Grundlage des kanadischen Wohlstandes. Ein Produktivitätszuwachs ist hingegen nur in einigen Sektoren zu verzeichnen. Als Bremse für die Produktivität kanadischer Unternehmen wirkt sich außerdem zunehmend der Fachkräftemangel aus. Betroffen sind vor allem technische Berufe, Maschinenbau und Informationstechnologie. Nach Auffassung vieler Beobachter macht sich Kanada zu einseitig und risikoreich von auch künftig weiterhin steigender Erdöl- und Erdgasförderung und einem entsprechend steigenden Exportpotential abhängig und lässt dabei die noch ungeklärten Transport- und Umweltfragen außer Acht.

Die Ölpreiskrise von 2014, die zu einem Verlust mancher Arbeitsplätze in der Ölprovinz Alberta führt, scheint jetzt allerdings wiederum eine gewisse Rück-Migration in die industriell orientierten östlichen Provinzen Ontario und Quebec zu bewirken.

Gleichzeitig ist ein nicht nur relativer sondern auch absoluter Rückgang der industriellen Produktion ("manufacturing") zu beobachten: laut Statistics Canada bei konstanten Preisen von 177 Mrd. CAD (2007) auf 169 Mrd. CAD (2012).

Markt und Wettbewerb sind traditionell gut entwickelt. Eine besondere Rolle kommt der Energiewirtschaft zu. Die starke Stellung des Landes bei fossilen Energieträgern, Wasserkraft und auch Kernkraft soll auch durch erneuerbare Energien ergänzt werden. Die Verbindung zwischen Wissenschaft und Industrie soll verbessert, Forschungsergebnisse schneller zur Marktreife gebracht und deren Markteinführung durch besseren Zugang zu Risikokapital gefördert werden. Die Elektrizitätsgewinnung ist noch nicht vollständig liberalisiert – ausgenommen in Alberta und Ontario – und liegt überwiegend in den Händen von Betrieben im Eigentum der Provinzen. Die Strompreise sind staatlich reguliert.

In Einzelbereichen bestehen Barrieren zwischen den Provinzen, die von der Wirtschaft als Belastung empfunden werden (u. a. bei der Mobilität der Arbeitskräfte, der Anerkennung beruflicher Qualifikationen und bei öffentlichen Auftragsvergaben, die provinzfremde Firmen benachteiligen) Mit British Columbia und Alberta haben 2007 erstmals zwei kanadische Provinzen ein bilaterales Freihandelsabkommen geschlossen. Dieses wurde 2010 durch den Beitritt der Provinz Saskatchewan zur „New West Partnership“ (NWP) ausgeweitet. 2009 schlossen Ontario und Québec das „Ontario-Québec Trade and Cooperation Agreement“ zur Förderung des freien Handels und Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums.


Außenhandel

Kanada ist als Exportnation traditionell an freiem Handel und dem Abbau von  Investitionsschranken interessiert. Ausländische Direktinvestitionen unterliegen in Kanada allerdings in einigen Schlüsselbereichen Einschränkungen (z.B. Transportwesen, Kultur, Medien, Telekommunikation, Nuklearindustrie, Bank- und Versicherungswesen, Landwirtschaft). 2012 wurden zusätzlich die Hürden für ausländische Direktinvestitionen in der Ölsandindustrie heraufgesetzt, so dass hier nur noch Minderheitsbeteiligungen erlaubt sind. Hierdurch will die kanadische Regierung verhindern, dass die strategisch wichtigen Erdöl- und Gasreserven von ausländischen Regierungen kontrolliert werden - wohlwissend, dass die Branche bei ihren Explorationsprojekten auf ausländisches Kapital angewiesen ist.

Die üppigen Ressourcen Kanadas und die solide Wirtschaftsstruktur sorgen dafür, dass Kanada weiter ausländische Investoren anzieht.

Kanada und die kanadischen Provinzen werben mit weitgehenden steuerlichen und anderen Vergünstigungen um ausländische Direktinvestitionen in Schwerpunktbereichen wie Automobilsektor, Biotechnologie, Nanotechnologie, Luft- und Raumfahrt, Petrochemie und Energiegewinnung. Hauptinvestor ist die USA, der Anteil der deutschen Direktinvestitionen ist vergleichsweise gering; wichtige Ausnahme ist die 4,1 Mrd CAD - Investition von K+S in ein Kali-Projekt in Süd-Saskatchewan. Insgesamt ist das Land ein Nettoexporteur von Investitionen.

Die wichtigsten Exportgüter Kanadas sind Energierohstoffe und Elektroenergie, mineralische Rohstoffe, metallurgische und chemische Erzeugnisse, Maschinen Fahrzeug(teil)e, landwirtschaftliche und Fischerei- sowie forstwirtschaftliche Erzeugnisse. Eingeführt werden hauptsächlich Maschinen, metallurgische und chemische Erzeugnisse), Fahrzeug(teil)e und Verbrauchsgüter.

Im November 2013 stellte Außenhandelsminister Fast die Economic-Diplomacy-Initiative der kanadischen Regierung vor. Sie zielt darauf ab, Außenhandelsförderung zur Hauptaufgabe kanadischer Außenpolitik zu machen. Damit soll vor allem Kanadas Handelsposition in Schwellenländern gestärkt werden. Innerhalb von fünf Jahren will die Regierung die Anzahl der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Ländern wie China, Indien und Brasilien nahezu verdoppeln.

Kanada ist Mitglied aller wichtigen internationalen Wirtschaftsforen wie G7, G20, OECD, WTO, IWF sowie Weltbank und ist mit den USA und Mexiko über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA verbunden. Seit 2009 ist ein Freihandelsabkommen mit den EFTA-Staaten in Kraft. Mit der EU verhandelt Kanada über ein umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement - CETA). Nach der erzielten Einigung auf einen Abkommenstext im September 2014 wird erhofft, dass das Abkommen ab 2016 zumindest als vorläufig anwendbar in Kraft treten können wird.

Kanada hat insgesamt ca. ein Dutzend bilaterale Freihandelsabkommen geschlossen, darunter 2014 mit Südkorea. Mit einer Reihe weiterer Länder sind Verhandlungen aufgenommen worden. Kanada hat sich ferner den Verhandlungen über eine Trans Pacific Partnership (TPP) angeschlossen, über die in Ausweitung der bestehenden Trans Pacific Strategic Economic Partnership (Singapur, Neuseeland, Brunei, Chile) eine Freihandelszone mit Australien, Chile, Malaysia, Mexiko, Peru, den USA und Vietnam geschaffen werden soll. Außerdem hat Kanada eine Reihe von Investitionsschutzabkommen geschlossen, zuletzt 2012 mit China.


Wirtschaftsbeziehungen mit den USA

Die USA sind mit Abstand der wichtigste Wirtschaftspartner Kanadas, fast drei Viertel aller kanadischen Warenexporte gehen in die USA. Von besonderem kanadischen Interesse sind dabei der reibungslose Transfer von Gütern und Dienstleistungen über die gemeinsame Grenze sowie in zunehmendem Maße die gleichberechtigte Teilnahme kanadischer Unternehmen an öffentlichen Aufträgen in den USA. Die im Zuge der Terrorabwehr immer stärker ausgebauten Grenzkontrollen, die „just-in-time“-Lieferungen sehr erschweren, stoßen bei der kanadischen Wirtschaft ebenso auf Kritik wie protektionistische Bestrebungen (z.B. bei der Etikettierung von importiertem Rindfleisch).

Strapaziert werden die Beziehungen zwischen den USA und Kanada durch das Pipeline-Projekt Keystone-XL. Es sieht vor, die bestehende Pipeline, die Athabasca-Ölsande aus der westkanadischen Provinz Alberta zu Erdölraffinerien in den US-Bundesstaaten Illinois, Oklahoma und Nebraska transportiert, bis zu Raffinerien in Texas zu verlängern. Seit US-Präsident Obama das Projekt Ende 2011 vor allem aus umweltpolitischen Gründen vorübergehend stoppte, ist noch keine Entscheidung über die Baugenehmigung für die Pipeline gefallen. Außer Zu den Umweltbedenken sinkt die US-Nachfrage nach Energieimporten aufgrund der zunehmend ausgebeuteten Schiefergas- und Ölvorkommen im eigenen Land. Für Kanada ist der Bau der Pipeline hingegen von großer Bedeutung.

Kanada hat starkes wirtschaftliches und politisches Interesse an der Diversifizierung seines Außenhandels insbesondere (aber nicht nur) im Erdölsektor, ohne die privilegierten Beziehungen zu den USA in Frage stellen zu wollen. In diesem Zusammenhang strebt die kanadische Regierung auch den Bau einer „Northern Gateway“-Pipeline von den Ölsänden Albertas zur Pazifikküste an, über die die asiatischen Märkte versorgt werden könnten. Dieses Projekt trifft bislang auf den Widerstand von Umweltschützern und Urbevölkerung, die über extensive Landrechte verfügt, ebenso wie auf Zurückhaltung der Provinzregierung von British Columbia. Ferner gibt es Pläne für zusätzliche Pipeline-Verbindungen in den kanadischen Osten, dessen Raffinerien derzeit Erdöl aus dem Nahen Osten und Europa importieren, und weiter an die Ostküste zwecks Exportes nach Europa. Auch diese Projekte stoßen auf Umweltwiderstände und auf eine nur zurückhaltende Unterstützung der Regierungen von Ontario und Quebec, durch diese Pipelines gelegt werden müssten.


Wirtschaftsbeziehungen mit der EU

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Kanada sind gut, nachdem 2014 zu den nachrangigeren Streitfragen, dem Importverbot für Robbenprodukte und der geplanten Änderung der EU-Richtlinie zur Qualität von Kraftstoffen (Fuel-Quality Directive), beidseitig befriedigende Lösungen gefunden werden konnten. Eine neue Belastung könnte sich aus den derzeitigen (noch nicht abgeschlossenen) Überlegungen der kanadischen Regierung ergeben, eventuell ein Anti-Dumping-Verfahren gegen Zucker-Importe aus der EU einzuleiten.

Grundlagen der Beziehungen zwischen der EU und Kanada sind das das Rahmenabkommen über Wirtschaftliche und Handelszusammenarbeit (1976) und der Gemeinsame EU-Kanada-Aktionsplan von 1996. Daneben haben beide Seiten Abkommen en über Zollzusammenarbeit (1997), Veterinärzusammenarbeit (1999), Wissenschaft und Technologie (1998), Zusammenarbeit im Nuklearbereich (1998), Wettbewerbsfragen (1999), Wein- und Spirituosenhandel (2001), Luftsicherheit (2008), Luftverkehr (2009), wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Nachwuchsförderung (2011) und zuletzt über mehr Sicherheit im Handel (2013) geschlossen.

Auf kanadischen Wunsch wurden nach vorbereitenden Studien am 10. Juni 2009 in Brüssel formelle Verhandlungen zwischen der EU und Kanada über ein umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) begonnen.

Das Abkommen sieht neben dem weitgehenden Abbau bestehender Zölle und anderer Handelshemmnisse u.a. die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die Gleichstellung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, einen verbesserten Schutz geistigen Eigentums und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investititionen vor.

Im September 2014 konnten PM Harper und EU-Kommissionspräsident Barroso die Einigung auf einen Vertragstext verkünden. Der Abkommenstext durchläuft nun die Rechtsförmlichkeitsprüfung (legal scrubbing) und muss anschließend in die Amtssprachen der EU-Mitgliedstaaten übersetzt werden. Die Unterzeichnung des Abkommens wird für Anfang 2016 erhofft.


Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind im Wesentlichen frei von Belastungen. Allerdings bleibt der Umfang des Warenaustauschs hinter den Möglichkeiten beider Volkswirtschaften zurück.  Kanada rangiert als Empfängerland deutscher Exporte auf Platz 26 der deutschen Außenhandelsstatistik (zum Vergleich: USA ist Nummer 2). Unter den Ländern, aus denen Deutschland Waren bezieht, liegt Kanada auf Platz 35). Für Kanada hingegen ist Deutschland der fünftwichtigste Exporteur und achtwichtigste Importeur von Waren. Deutschland exportiert nach Kanada hauptsächlich Kraftwagen(teile) und Maschinen. Importiert werden aus Kanada vor allem Rohstoffe. Beide Länder liefern sich außerdem Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische, optische und chemische Erzeugnisse.

Etwa 800 deutsche Firmen sind in Kanada vertreten, darunter praktisch alle großen Unternehmen. Zwar liegt der Schwerpunkt bei Verkaufsbüros, es gibt aber auch eine Reihe von Firmen, die in Kanada produzieren. Hierzu gehören Siemens, Dr. Oetker, Mercedes-Benz (Brennstoffzellen), K+S AG (Pottasche), SAP (Software) und Enercon (Türme für Windenergieanlagen). Die Produktpalette wird dabei den Bedürfnissen des kanadischen Marktes angepasst. So fertigt Siemens inzwischen auch Rotorblätter für Windkraftanlagen in Kanada Weitere im Windenergiebereich stark vertretene deutsche Unternehmen sind ENERCON und Senvion (Ex- REpower). Die größte deutsche Investition ist das bereits genannte Kalisalzprojekt der K+S AG in der Provinz Saskatchewan für rund 2,5 Mrd. €. Hapag Lloyd Canada, im 100%-igen Besitz von Hapag Lloyd Hamburg- gilt als  die größte kanadische Reederei. Die wichtigsten kanadischen Firmen in Deutschland sind Rio Tinto Alcan (Aluminium, Verpackungen), Bombardier (Schienen- und Luftfahrzeuge), CAE (Flugzeugsimulatoren)und Magna (Fahrzeugteile). Bombardier macht über seinen Teilbereich „Transportation“ den größten Teil seiner Umsätze in Europa und hat seine Zentrale für diesen Bereich von Montreal nach Berlin verlegt.


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