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Papua-Neuguinea

Außenpolitik

Stand: März 2014

Papua-Neuguinea unterhält Außenvertretungen in 14 Ländern: In Australien, Belgien (Europäische Kommission), China, Fidschi, Großbritannien, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Philippinen, Salomonen, Südkorea und den USA (Washington und Vereinte Nationen). In Port Moresby gibt es rund 15 Vertretungen anderer Staaten, darunter Australien, China, USA, Frankreich, Großbritannien, Indonesien und die Europäische Union. Darüber hinaus sind einige Staaten in Papua-Neuguinea durch Honorarkonsuln vertreten.

Als nicht nur flächenmäßig das bei Weitem größte, sondern mit etwa 7,4 Mio. Einwohnern auch als bevölkerungs- und ressourcenreichstes Land in der Südpazifikregion versteht sich Papua-Neuguinea als Brücke und Sprachrohr der Kleinstaaten der Region zur Außenwelt.

Außenpolitisch setzt sich Papua-Neuguinea für die Förderung der multilateralen politischen Zusammenarbeit der Staaten im Südpazifik ein. Unter anderem ist Papua-Neuguinea Mitglied des Pacific Islands Forum (PIF), des Secretariat of the Pacific Community (SPC) und der Melanesian Spearhead Group (MSG). Traditionell gute Beziehungen bestehen zu den südpazifischen Nachbarstaaten. Im Rahmen der regionalen Friedenstruppe RAMSI engagiert sich Papua-Neuguinea auf den Salomonen für Sicherheit und Stabilität. Das Verhältnis zu Fidschi, das seit 2006 von einer Militärregierung geführt wird, ist trotz einiger Verstimmungen auf Dialog ausgerichtet mit dem Ziel der Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse. Für die Wahlen in Fiji 2014 stellt Papua-Neuguinea 50 Mio. PGK (ca. 13,6 Mio Euro) zur Verfügung.

Politisch und wirtschaftlich ist Australien wichtigster Partner Papua-Neuguineas. Als größter Empfänger australischer Entwicklungshilfe erhält Papua-Neuguinea jährlich Unterstützung im Wert von 528 Millionen australischen Dollar (rund 345 Millionen EUR). Auch Neuseeland ist in Papua-Neuguinea traditionell ein engagierter Partner - gemeinsam mit Australien hat es sich viele Jahre lang für die Beilegung des Konfliktes um die Insel Bougainville eingesetzt.

Australien betreibt auf der Insel Manus im Rahmen eines Abkommens mit Australien eine Flüchtlingsauffangstation. Dorthin werden Flüchtlinge gebracht, die mit Booten nach Australien gelangen wollen. Ihre Asylanträge werden in Manus Island bearbeitet. Im Falle einer Anerkennung als Flüchtlinge gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention sollen sie in Papua-Neuguinea angesiedelt werden.

Seit den 1980er und 1990er Jahren haben sich die Beziehungen zu den ost- und südostasiatischen Staaten, vor allem China, Japan, Malaysia und Südkorea intensiviert. Insbesondere chinesische Investitionen, vor allem im Bergbausektor, gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.

Das Verhältnis zur Europäischen Union - und damit mittelbar auch zu Deutschland - ist vor allem durch substanzielle Entwicklungszusammenarbeit geprägt (siehe dazu den Abschnitt „Bilaterale Beziehungen“).

Für die Außenverteidigung des Landes ist die Papua New Guinea Defence Force (PNGDF) zuständig, eine Wehrpflicht besteht nicht.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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