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Papua-Neuguinea

Außenpolitik

Stand: Dezember 2014

Papua-Neuguinea unterhält Außenvertretungen in 14 Ländern: In Australien, Belgien (Europäische Kommission), China, Fidschi, Großbritannien, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Neuseeland, Philippinen, Salomonen, Südkorea und den USA (Washington und Vereinte Nationen). In Port Moresby gibt es rund 15 Vertretungen anderer Staaten, darunter Australien, China, USA, Frankreich, Großbritannien, Indonesien und die Europäische Union. Darüber hinaus sind einige Staaten in Papua-Neuguinea durch Honorarkonsuln vertreten.

Als nicht nur flächenmäßig das bei Weitem größte, sondern auch als bevölkerungs- und ressourcenreichstes Land in der Südpazifikregion versteht sich Papua-Neuguinea als Brücke und Sprachrohr der Kleinstaaten der Region zur Außenwelt.

Außenpolitisch setzt sich Papua-Neuguinea für die Förderung der multilateralen politischen Zusammenarbeit der Staaten im Südpazifik untereinander ein. Unter anderem ist Papua-Neuguinea Mitglied des Pacific Islands Forum (PIF), des Secretariat of the Pacific Community (SPC) und der Melanesian Spearhead Group (MSG). Traditionell gute Beziehungen bestehen zu den südpazifischen Nachbarstaaten. Im Rahmen der regionalen Friedenstruppe RAMSI engagierte sich Papua-Neuguinea auf den Salomonen für Sicherheit und Stabilität. Das Verhältnis zu Fidschi  ist trotz einiger Verstimmungen auf Dialog ausgerichtet. Für die Wahlen in Fidschi im Oktober 2014 und damit den Wiederaufbau demokratischer Verhältnisse, stellte Papua-Neuguinea ca 25 Mio. PGK (ca. 7,6 Mio. EUR) zur Verfügung.  Nach öffentlicher Kritik Fidschis zur Mitgliedschaft Australiens und Neuseelands im PIF und der Forderung nach Austritt aus dem regionalen Zusammenschluss, ermahnte Papua Neuguineas Premierminister O’Neill seinen melanesischen Partner und forderte dazu auf, eine offene Haltung gegenüber den ebenfalls pazifischen Ländern und ihrer Mitgliedschaft im PIF einzunehmen.

Politisch und wirtschaftlich ist Australien wichtigster Partner Papua-Neuguineas. Als größter Empfänger australischer Entwicklungshilfe erhält Papua-Neuguinea jährlich Unterstützung im Wert von 519 Millionen australischen Dollar (rund 361 Millionen EUR). Auch Neuseeland ist in Papua-Neuguinea traditionell ein engagierter Partner - gemeinsam mit Australien hat es sich viele Jahre lang für die Beilegung des Konfliktes um die Insel Bougainville eingesetzt.

Australien betreibt auf der Insel Manus im Rahmen eines Abkommens mit Australien  eine Flüchtlingsauffangstation. Dorthin werden Flüchtlinge gebracht, die mit Booten nach Australien gelangen wollen. Ihre Asylanträge werden in Manus Island bearbeitet. Im Falle einer Anerkennung als Flüchtlinge gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention sollen sie in Papua-Neuguinea angesiedelt werden.

Seit den 1980er und 1990er Jahren haben sich die Beziehungen zu den ost- und südostasiatischen Staaten, vor allem China, Japan, Malaysia und Südkorea intensiviert. Insbesondere chinesische Investitionen, vor allem im Bergbausektor, gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.

Das Verhältnis zur Europäischen Union - und damit mittelbar auch zu Deutschland - ist vor allem durch substanzielle Entwicklungszusammenarbeit geprägt (siehe dazu den Abschnitt „Bilaterale Beziehungen“).

Für die Außenverteidigung des Landes ist die Papua New Guinea Defence Force (PNGDF) zuständig, eine Wehrpflicht gibt es nicht.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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