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Grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum eröffnet
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
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Feierlich ist die Stimmung, als das weiße Band schließlich auf den staubigen Wüstenboden fällt. Kafougouna Koné, die Schere noch in der Hand, strahlt. Denn: Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes hat der malische Innenminister soeben das grenzüberschreitende Gesundheitszentrum zwischen den Dörfern Wanian in Mali und Ouarokuy in Burkina Faso eröffnet.
Entstanden ist das bislang einzigartige Projekt im Rahmen des Grenzmanagementprogramms der Afrikanischen Union (AU). Durch Festlegung und Kennzeichnung von Land- und Seegrenzen sowie die Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit wird so Konflikten vorgebeugt. Das Auswärtige Amt unterstützt das von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführte Programm seit 2008 mit rund 15 Millionen Euro. Auch Karl Flittner, deutscher Botschafter in Mali, würdigte bei der Eröffnung des Zentrums die Initiative: "Das hier ist eine wichtige und solide Basis für das friedliche Zusammenleben zwischen den Bevölkerungen auf beiden Seiten der Grenze."
Regionale Versöhnung als Ziel
Friedlich war das Zusammenleben nicht immer. Koné und sein burkinischer Amtskollege Toussaint Abel Coulibaly erinnern sich noch an die Grenzkonflikte, welche die Beziehungen zwischen ihren Ländern über lange Zeit prägten. In den 1980er Jahren standen Mali und Burkina Faso mehrfach an der Schwelle eines Krieges. Für beide ist klar: So weit soll es nie wieder kommen. Das Gesundheitszentrum ist hier von zentraler Bedeutung für die regionale Versöhnung.
Eröffnung des Gesundheitszentrums
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Dieser politische Wille wird auch von den Menschen vor Ort mitgetragen. Zahlreiche Bewohner der umliegenden Dörfer sind zu beiden Seiten der Grenze gekommen, um das mit deutschen Mitteln finanzierte Zentrum in Augenschein zu nehmen. In Zukunft werden sie es gemeinschaftlich nutzen und betreiben. Burkinisch oder malisch – im neuen Gesundheitszentrum wird das keine Rolle mehr spielen. Damit werde also nicht nur die medizinischen Versorgung verbessert, sondern auch ein Beitrag zur Annäherung der örtlichen Bevölkerungen geleistet, wie Mamadou Diarrassouba, Leiter des GIZ-Projekts zur Unterstützung des AU-Grenzprogramms, betonte.
Wie das neue Zentrum es schaffen kann, Brücken zwischen den Bewohnern auf beiden Seiten der Grenze zu schlagen, wurde bereits bei der Eröffnung deutlich. Gemeinsam nahmen Standesbeamte beider Länder am Rande der Veranstaltung zwei Trauungen vor – von malisch-burkinischen Paaren.
Stand 07.03.2012
