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Grenzüberschreitendes Gesundheitszentrum Mali/Burkina Faso

Feierlich ist die Stimmung, als am 17. Februar 2012 das weiße Band schließlich auf den staubigen Wüstenboden fällt. Kafougouna Koné strahlt. Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes hat der malische Innenminister soeben das grenzüberschreitende Gesundheitszentrum zwischen den Dörfern Wanian in Mali und Ouarokuy in Burkina Faso eröffnet.

Entstanden ist das bislang einzigartige Projekt im Rahmen des Grenzmanagementprogramms der Afrikanischen Union (AU). Durch Festlegung und Kennzeichnung von Land- und Seegrenzen sowie die Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit wird so Konflikten vorgebeugt. Das Auswärtige Amt unterstützt das von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführte Programm seit 2008 mit rund 17 Millionen Euro.

Regionale Versöhnung als Ziel

Friedlich war das Zusammenleben nicht immer. In den 1980er Jahren standen Mali und Burkina Faso mehrfach an der Schwelle eines Krieges. Für den malischen Innenminister und seinen burkinischen Amtskollegen war klar: So weit sollte es nie wieder kommen.

Feier zur grenzüberschrei-tenden Zusammenarbeit an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso

Feier zur grenzüberschrei-tenden Zusammenarbeit an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso
© GIZ

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Feier zur grenzüberschrei-tenden Zusammenarbeit an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso

Feier zur grenzüberschrei-tenden Zusammenarbeit an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso

Feier zur grenzüberschrei-tenden Zusammenarbeit an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso

Dieser politische Wille wird auch von den Menschen vor Ort mitgetragen. Aus den umliegenden Dörfern auf beiden Seiten der Grenze haben sich bereits Hunderte in den zwei Jahren seit seiner Eröffnung im ersten grenzüberschreitenden Gesundheitszentrum Afrikas behandeln lassen. Es hat ihre medizinische Versorgung deutlich verbessert und leistet zugleich Tag für Tag einen Beitrag zur regionalen Versöhnung. Ob burkinisch oder malisch - hier spielt dies keine Rolle. Das Zentrum wird gemeinschaftlich betrieben und gemeinschaftlich genutzt.

Weitere Projekte sind schon geplant und können von den positiven Erfahrungen aus diesem erfolgreichen Modell grenzübergreifender Kooperation profitieren.


Stand 01.04.2014

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