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Moldau, Republik

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Februar 2014

Politische Beziehungen

Die politischen Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland sind problemfrei und freundschaftlich. Sie haben sich in den vergangenen Jahren stetig intensiviert. Am 30. April 2012 feierten Deutschland und die Republik Moldau den 20. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. 2014 jährt sich zum 200. Mal die Einwanderung deutscher Siedler, die als „Bessarabien-Deutsche“ bekannt wurden. Der Anlass wird im Mai 2014 mit einer Veranstaltungsreihe gewürdigt.

Auf dem von der Republik Moldau angestrebten Weg nach Europa ist Deutschland ein wichtiger Partner und genießt große Wertschätzung. Das gilt auch für die deutsche Unterstützung des Verhandlungsprozesses zur Überwindung des Transnistrienkonfliktes. Die bilateralen Beziehungen werden durch eine Vielzahl offizieller Besuche intensiviert. Mehrere moldauische Minister und hochrangige Funktionäre besuchen regelmäßig Deutschland, Premierminister Leancă zuletzt im Oktober 2013. Parlamentssprecher Igor Corman besuchte die Bundesrepublik im November 2013. Am 22. August 2012 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Republik Moldau. Sie ermutigte das Land, dem eingeschlagenen Weg zur EU-Annäherung weiter zu gehen. In Berlin sowie in Chişinău hat sich ein Deutsch-Moldauisches Forum gebildet, das die Kontakte auf politischer, wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Ebene ausbauen und vertiefen möchte.

Die deutschen politischen Stiftungen und die Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) unterstützen den Transformationsprozess in Moldau intensiv. Das Internationale Parlamentsstipendium des Bundestages wird jährlich von mehreren Moldauern genutzt.


Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist einer der wichtigsten westlichen Handelspartner der Republik Moldau.

Die Bundesrepublik Deutschland befindet sich unter den wichtigsten Importeuren und Exporteuren in der Republik Moldau. Bei den Importen in die Republik Moldau stand Deutschland 2013 an fünfter Stelle und bei deren Exporten an sechster Stelle. Es gibt einige wichtige Direktinvestitionen deutscher Firmen im Land, etwa in der Automobilzulieferindustrie. Insgesamt betrugen die deutschen Direktinverstitionen im Jahr 2012 ca. 159 Mio. USD. Davon wurden 24 Mio. USD in den Bankensektor investiert. Moldauische Hoffnungen auf eine weitere Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen durch Bildung einer größeren Zahl von Joint Ventures haben sich - auch wegen Korruption, Bürokratie und Mängeln bei Konzeption und Umsetzung von Investitionsförderungsmaßnahmen - bisher nur teilweise erfüllt. Das Interesse am Investitionsstandort Moldau wächst derzeit auch bei deutschen Firmen wieder, wobei der Fokus auf die Freihandelszonen des Landes gerichtet ist. Ende 2013 fanden begrenzt Privatisierungen statt, weitere sind für die Zeit nach den nächsten Parlamentswahlen vorgesehen. Es wird erwartet, dass die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens (einschließlich eines umfassenden und vertieften Freihandelsteils - DCFTA) mit der EU die die Bedingungen für Handel mit und Investitionen in der Republik Moldau positiv beeinflusst.

Im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit arbeitet die Bundesregierung seit 1993 mit der Republik Moldau zusammen. Insgesamt hat Deutschland in dieser Zeit über 58 Mio. Euro für die Zusammenarbeit mit der Republik Moldau bereitgestellt. Die Bundesregierung verstetigte im Oktober 2013 den Ansatz der bilateralen Entwicklungshilfe bei 15,5 Mio. Euro. Die Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind die Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und der Annäherung an die EU.


Kulturelle Beziehungen

Die deutsch-moldauischen Kulturbeziehungen haben sich in den vergangenen Jahren weiter intensiviert. In der Republik Moldau sind sowohl der DAAD als auch die Robert Bosch Stiftung mit Vertretern vor Ort tätig. Die Beziehungen werden durch den Einsatz von Lehr- und Lernmitteln zur Förderung der deutschen Sprache, ein intensives DAAD-Stipendienprogramm, Lehrerfortbildungen in Deutschland und einen regen Wissenschaftleraustausch in Zusammenarbeit mit der Alexander von Humboldt-Stiftung belebt. Das Goethe-Institut unterhält in Kooperation mit einer Bibliothek in Chişinău den Deutschen Lesesaal, der Anlaufstelle für Deutschlerner und -lehrer des ganzen Landes sowie interessierte Besucher ist. Das Sprach- und Kulturzentrum „Akzente“ ist offizieller Partner des Goethe-Instituts.

Drei moldauische Schulen sind Teil des Programms „PASCH – Schulen, Partner der Zukunft“ aufgenommen. An einer von ihnen kann das Deutsche Sprachdiplom abgelegt werden. Auch in musikalischer Hinsicht gibt es eine Vielzahl von Kooperationen zwischen deutschen Dirigenten und Musikern mit moldauischen Orchestern.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.