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Gabriel wieder in Washington: Transatlantische Partnerschaft dient beiden Seiten

Gemeinsame Sicherheit in einer krisenumwölkten Welt bieten. Hunderttausende Arbeitsplätze durch enge wirtschaftliche Kooperation sichern. Eine historisch gewachsene Freundschaft erhalten. Es mangelt nicht an guten Gründen, um sich für die europäisch-amerikanische Partnerschaft einzusetzen. Außenminister Sigmar Gabriel ist darum am Mittwoch (17.5.) bereits zum zweiten Mal seit Amtsantritt in die USA gereist. Nach dem Gespräch mit seinem Amtskollegen Rex Tillerson äußerte er sich zufrieden: "Das war ein außerordentlich gutes Gespräch!"

Win-Win statt Nullsummenspiel

Nach seinem Treffen mit Außenminister Tillerson sagte Sigmar Gabriel: "Das war ein außerordentlich gutes Gespräch!"

Nach seinem Treffen mit Außenminister Tillerson sagte Sigmar Gabriel: "Das war ein außerordentlich gutes Gespräch!"
© Thomas Köhler/photothek.de

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Nach seinem Treffen mit Außenminister Tillerson sagte Sigmar Gabriel: "Das war ein außerordentlich gutes Gespräch!"

Nach seinem Treffen mit Außenminister Tillerson sagte Sigmar Gabriel: "Das war ein außerordentlich gutes Gespräch!"

Nach seinem Treffen mit Außenminister Tillerson sagte Sigmar Gabriel: "Das war ein außerordentlich gutes Gespräch!"

Rund 670.000 Arbeitsplätze, die deutsche Investitionen in den USA geschaffen haben, sprechen eine deutliche Sprache: Der wirtschaftliche Austausch zwischen beiden Ländern ist alles andere als ein Nullsummenspiel, bei dem sich alles um Konkurrenz auf Absatzmärkten dreht. Stattdessen sind beide Seiten des Atlantiks Gewinner des offenen und regelbasierten Handelssystems. Außenminister Gabriel hat daher im Gespräch mit US-Außenminister Tillerson und sowie mit Finanzminister Mnuchin für den Erhalt offener Märkte plädiert.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Auch die zahlreichen Krisenherde der Welt – von Syrien über die Ukraine bis nach Nordkorea – sind ein Grund für Europa und die USA, näher zusammenzurücken. Denn in der vernetzten Welt spürt man die Folgen vermeintlich lokaler Krisen rund um den Globus. Ob Klimawandel oder Terrorismus: Solche Herausforderungen betreffen die Weltgemeinschaft als Ganze. Und um Lösungen dafür zu finden, müssen Europa und die USA gemeinsam Verantwortung übernehmen. Das Gespräch, das Außenminister Gabriel zu diesen Themen mit dem US-Außenminister führte, dauerte doppelt so lang wie ursprünglich geplant. Zu Themen wie der Ukraine, Syrien, Irak oder Russland habe man in vielen Punkten gleiche Auffassungen über die Herausforderungen und darüber, wie sie zu bewältigen sind. Insofern sei das ein sehr hilfreiches Gespräch gewesen, zog Gabriel anschließend Bilanz.

Starkes Europa im US-Interesse

Am Abend vor seinem Abflug hatte Gabriel bei der Deutsch-Amerikanischen Konferenz in Berlin betont, dass ein starkes und geeintes Europa daher auch im US-Interesse liege. Die Initiative dafür müsse allerdings von Europa ausgehen, so Gabriel. Dazu gehöre auch, sich im Bereich der Sicherheitspolitik zu emanzipieren. Und wenn Europa Nachholbedarf im Bereich der "hard power" habe, dürfte die amerikanische Seite die Wichtigkeit ihrer "soft power" nicht aus dem Auge verlieren. Wenn diese Balance gewahrt und die Lasten dabei fair verteilt sind, könne man auf beiden Seiten des Atlantiks sicher sein: "Die USA und Europa sind gemeinsam stärker."

Zum Weiterlesen:

Außenminister Gabriel vor Abreise in die USA und nach Mexiko (Pressemitteilung vom 17.05.2017)

Rede von Außenminister Gabriel bei der Eröffnung der Deutsch-Amerikanischen Konferenz "The Marshall Plan and its legacies - Towards a strong transatlantic partnership" (16.05.2017)

Bilaterale Beziehungen: Deutschland und USA

Die transatlantischen Beziehungen


Stand 17.05.2017

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