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Mikronesien

Außenpolitik

Stand: Juni 2014

Grundlinien der Außenpolitik

Mikronesien ist bestrebt, seine Integration in internationale Organisationen zu verstärken und parallel hierzu das Geflecht seiner bilateralen Beziehungen auszubauen.

Besonders beachtlich ist das starke Engagement der mikronesischen Regierung für globale Klimaschutzabkommen zur Verminderung des Treibhauseffektes, unter dem die Inselgruppe bereits jetzt zu leiden hat.


Beziehungen zu den USA

Außenpolitisch ist Mikronesien sehr eng mit den USA verbunden. 1986 schlossen sie den über 15 Jahre laufenden Vertrag über die freie Assoziierung ("Compact of Free Association"), wonach allein die USA für die Verteidigung Mikronesiens zuständig sind. Als Gegenleistung erhält Mikronesien von den USA sehr hohe finanzielle Unterstützungsleistungen (bis 2001 waren es insgesamt 1,339 Mrd. US-Dollar). Der erneuerte "Compact" hat eine Laufzeit von 20 Jahren und soll Mikronesien zu einer offenen und effizienten Marktwirtschaft verhelfen, die dann ohne weitere Unterstützungsleistungen auskommt. Er ist nach Ratifizierung durch die Parlamente in Mikronesien und den USA im Jahr 2004 in Kraft getreten.


Beziehungen zur Volksrepublik China

Mikronesien unterhält im Gegensatz zu den beiden Nachbarstaaten Palau und Marschallinseln diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China, die das Land auch mit Entwicklungshilfe unterstützt.


Beziehungen zu den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union treten in der außenpolitischen Bedeutung im Vergleich zu den USA, Japan, Australien und der Volksrepublik China merklich zurück. Mikronesien ist allerdings seit 2002 Mitglied des Cotonou-Abkommens. Als sogenannter AKP-Staat kommt es daher nunmehr auch in den Genuss von Leistungen der Entwicklungszusammenarbeit der EU.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.