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Kolumbien

Außenpolitik

Stand: April 2013

Verhältnis zu den lateinamerikanischen Nachbarn – Ausbau der regionalen Kooperation

Ein Schwerpunkt der kolumbianischen Außenpolitik ist die regionale Integration. Ein besonders enges Verhältnis unterhält Kolumbien zu den Partnerländern der Pazifik-Allianz. Kolumbien ist darüber hinaus Mitglied der Andengemeinschaft (CAN), der Vereinigung Karibischer Staaten (AEC), der Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) und der wirtschaftlich orientierten Pazifik-Allianz mit Chile, Peru und Mexiko.

Seit Amtsantritt im August 2010 hat die Regierung Santos das Verhältnis zu den Nachbarstaaten - insbesondere zu Venezuela und Ecuador – deutlich verbessert. Für Kolumbien steht neben dem wirtschaftlichen Austausch die Bekämpfung von Drogenhandel, Waffenschmuggel und Terrorismus im Mittelpunkt.

Wie andere Staaten der Region ist der asiatisch-pazifische Raum für Kolumbien politisch und wirtschaftlich von zunehmendem Interesse.

Unverändert enges Verhältnis zu den USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind neben den Staaten der Region der wichtigste Partner. Beide Seiten streben eine Ausweitung der bilateralen Themenpalette an. Im Oktober 2011 hat der amerikanische Kongress ein Freihandelsabkommen mit Kolumbien verabschiedet, das im Frühjahr 2012 in Kraft trat.

Ausbau der Beziehungen zur Europäischen Union

Der Ausbau der Beziehungen zur EU hat hohe Bedeutung. Die EU unterstützt die Bemühungen der kolumbianischen Regierung zur Überwindung des Binnenkonflikts, setzt sich für die Achtung der Menschenrechte ein und fördert Maßnahmen zur Armutsbekämpfung. Die EU und Kolumbien führen einen Menschenrechts-Dialog.

Die kolumbianische Seite erhofft sich v.a. ein stärkeres wirtschaftliches Engagement der Europäer sowie Entgegenkommen beim Zugang kolumbianischer Produkte zum europäischen Markt.

En Assoziationsabkommen zwischen Kolumbien, Peru und der EU wurde im Dezember 2012 durch das Europa-Parlament angenommen. Die Ratifizierung in den jeweiligen Parlamenten steht bevor.

Kolumbien in den Vereinten Nationen

Kolumbien spielt als Gründungsmitglied eine aktive Rolle in den Vereinten Nationen; 1996 stimmte es als erstes Land der Einrichtung eines Büros des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zu. Teil des multilateralen Engagements Kolumbiens ist die Beteiligung an internationalen Friedenseinsätzen (Haiti, Nahost). Kolumbien war 2011/2012 nichtständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.