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Kongo Demokratische Republik Kongo

Beziehungen zu Deutschland

Stand: August 2017

Politische Beziehungen

Deutschland hat unmittelbar nach der Unabhängigkeit der DR Kongo am 30. Juni 1960 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Seit dem Ende der Kongo-Kriege 2002 und dem Beginn der Übergangsphase (2002 bis 2006) hat Deutschland gemeinsam mit seinen europäischen Partnern und der internationalen Gemeinschaft den politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbauprozess maßgeblich unterstützt. In der aktuellen politischen Krise wirbt die Bundesregierung für die inklusive Umsetzung des politischen Übergangsabkommens vom 31. Dezember 2016 und einen friedlichen politischen Übergang, um einer erneuten Destabilisierung des Landes und der Region entgegenzuwirken.

Die Bundeswehr unterstützte die Sicherung der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2006 und stellte mit ca. 800 Soldaten rund die Hälfte der europäischen "EUFOR"-Mission. Deutschland trug außerdem zur Einsatzführung der Mission bei. Staatspräsident Joseph Kabila besuchte Deutschland 2002 und 2004. Zuletzt besuchten der damalige ußenminister Steinmeier Kinshasa und Goma im Februar 2015 sowie der Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Müller Kinshasa im März 2015. Der damalige kongolesische Außenminister Tshibanda reiste im Januar 2016 zu einem Besuch nach Berlin.

Auf Länder- und kommunaler Ebene sowie informell im humanitären und kirchlichen Bereich bestehen regen Kontakte.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Deutschland ist ein wichtiges Partnerland der DR Kongo. Im Rahmen von 2015 in Berlin durchgeführten Regierungsverhandlungen wurden der DR Kongo 153,4 Millionen Euro für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit in den Jahren 2016/17 zugesagt. Die für 2017 vorgesehenen Verhandlungen über die entwicklungspolitische Zusammenarbeit wurden infolge der Verschleppung der Wahlen und Menschenrechtsverletzungen im Zuge der politischen Krise auf unbestimmte Zeit verschoben.

Das Portfolio der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit dient der Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung und dem Schutz globaler Güter (insbesondere Frieden sowie Biodiversitäts- und Klimaschutz).

Deutschland leistet in erheblichem Umfang humanitäre und entwicklungsorientierte Struktur- und Übergangshilfe sowie Unterstützung für Konfliktbearbeitung, Krisenprävention und Friedenserhaltung.

Wirtschaftsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo sind gering ausgeprägt.

Der Warenaustausch ist 2016 sogar nochmal deutlich zurückgegangen. Es wurden lediglich Waren im Wert von 83,9 Millionen EUR in der Zeit von Januar bis November 2016 aus Deutschland in die DR Kongo exportiert (hauptsächlich KfZ, Maschinen, Elektronik). Die Einfuhren beliefen sich auf 106,4 Millionen EUR.Es gibt nur wenige deutsche Firmen in der Demokratischen Republik Kongo. Ein bilateraler Investitionsschutz- und -fördervertrag besteht seit 1969. 

Kulturelle Beziehungen

Seit 2015 unterhält das Goethe-Institut ein Verbindungsbüro in Kinshasa. Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Hanns-Seidel-Stiftung unterhalten Büros in Kinshasa.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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Die Demokratische Republik Kongo ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungs­zusammenarbeit.
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