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"Freiräume für Kunst schaffen"

Alle zwei Jahre findet in Venedig eines der größten internationalen Kunstereignisse statt: die Biennale. Außenminister Gabriel hat am Mittwoch (10.05.) in Venedig den deutschen Pavillon auf dem Kunstfestival eröffnet. Gestaltet wurde der deutsche Pavillon in diesem Jahr von der Künstlerin Anne Imhof.

Wichtiges Forum für zeitgenössische Kunst

Es ist das 57. Mal, dass Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt in Venedig zur Biennale zusammenkommen. Alle zwei Jahre trifft sich die internationale Kunstszene in den venezianischen Giardini di Castello, das Festival wurde 1895 ins Leben gerufen. Im Laufe der Zeit hat sich die älteste Biennale der Welt zu einem der wichtigsten internationalen Foren für zeitgenössische Kunst entwickelt.

Den Kern der Ausstellung bilden 85 Länderpavillons, die von Künstlerinnen und Künstlern gestaltet werden. Zusätzlich gibt es eine von Kuratoren zusammengestellte internationale Ausstellung. Deutschland nahm von Anfang an mit eigenen Beiträgen an der Biennale teil, seit 1909 existiert ein deutscher Pavillon, der nach Entwürfen des venezianischen Architekten Daniele Donghi erbaut wurde.

Außenminister Gabriel mit Susanne Pfeffer, Kuratorin des deutschen Biennale-Pavillons

Außenminister Gabriel mit Susanne Pfeffer, Kuratorin des deutschen Biennale-Pavillons
© Inga Kjer / photothek.net

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Außenminister Gabriel mit Susanne Pfeffer, Kuratorin des deutschen Biennale-Pavillons

Außenminister Gabriel mit Susanne Pfeffer, Kuratorin des deutschen Biennale-Pavillons

Außenminister Gabriel mit Susanne Pfeffer, Kuratorin des deutschen Biennale-Pavillons

Kunst als Einladung zum Dialog

Den deutschen Pavillon hat Außenminister Gabriel heute eröffnet. "Wir müssen Freiräume für Kunst schaffen und bewahren", betonte Gabriel in seiner Eröffnungsrede. 

Die freie Kunst, wie auch die Wissenschaft, Kultur und Lehre seien zentrale Bestandteile der Demokratie, setzte Gabriel fort. Deshalb müsse die Kunstfreiheit geschützt werden: von der Einengung der Kunstfreiheit sei es nur ein kleiner Schritt zur Ignoranz und Intoleranz.

Wichtig sei es auch, den nationalen Beitrag zur Biennale stets als Einladung zum Dialog zu verstehen. "Künstlerische Freiheit darf nicht auf ein nationales Format reduziert werden", betonte Gabriel. Diesen Ansatz verfolge auch die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik: nicht die Repräsentation nationaler Kunst steht im Vordergrund, sondern die Möglichkeit zu Austausch und Dialog.

Im Anschluss besuchte Gabriel die Performance der Künstlerin Imhof im Deutschen Pavillon. Noch bis zum 26. November werden die Ausstellungen auf dem Biennale-Gelände zu sehen sein.


Stand 10.05.2017

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