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Die deutsch-französische Zusammenarbeit

Deutschland und Frankreich haben sich im Rahmen des 12. Deutsch-Französischen Ministerrates am 4. Februar 2010 in Paris gemeinsame Ziele für Vertiefung der Zusammenarbeit in den kommenden zehn Jahren gegeben. Die Kabinette beider Regierungen beschlossen eine "Deutsch-Französische Agenda 2020" mit insgesamt 80 Projektvorschlägen.

Innerhalb der Zusammenarbeit mit den 28 EU-Mitgliedsstaaten nimmt die deutsch-französische Partnerschaft durch ihre Geschichte, ihre Intensität und ihre besondere institutionelle Ausgestaltung eine herausgehobene Stellung ein. Die deutsch-französische Aussöhnung und der Aufbau einer Partnerschaft waren unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg Kern und Ausgangspunkt des europäischen Einigungsprozesses.

Grundlage der Partnerschaft: Der Élysée-Vertrag

1963 wurde die bilaterale Zusammenarbeit mit dem Elysée-Vertrag auf eine eigene vertragliche Grundlage gestellt. Auf allen Ebenen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelten sich vielfältige und enge Beziehungen.

Am 22. Januar 2013 jährt sich der Elysée-Vertrag zum 50. Mal. Aus Anlass dieses Jubiläums gaben Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Hollande am 22. September 2012 in Ludwigsburg den Startschuss für ein "Deutsch-Französisches Jahr". An gleicher Stelle hatte Charles de Gaulle fünfzig Jahre zuvor seine berühmte "Rede an die deutsche Jugend gehalten". Zusammen mit der Versöhnungsmesse vom 8. Juli 1962 war sie der Ausgangspunkt für die beispiellose Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg.

Mit dem "Deutsch-Französischen Jahr" wird die ganze Breite der Beziehungen gefeiert. Allein in Deutschland stehen Hunderte von Veranstaltungen dazu an.

Deutsch-französische Ministerräte

Schon in der Gemeinsamen Erklärung zum 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags vom 22. Januar 2003 wurde beschlossen, die seit dem Elysée-Vertrag von 1963 halbjährlich stattfindenden Regierungskonsultationen (Gipfel) künftig in Form von gemeinsamen Ministerräten abzuhalten.

Die Ministerräte bieten die Möglichkeit, die deutsch-französische Zusammenarbeit auf höchster politischer Ebene zu koordinieren. Dazu werden jeweils Schwerpunktthemen festgelegt (in der Regel zwei pro Ministerrat: ein Thema mit eher wirtschaftlicher Ausrichtung, das andere mit Bezug auf die Zivilgesellschaft in beiden Ländern).

Ein einzigartiges Netzwerk an gemeinsamen Strukturen

Heute ist das Netzwerk gemeinsamer deutsch-französischer Strukturen und Institutionen einzigartig. Es wird auch getragen von einem über Jahrzehnte hinweg aufgebauten Bestand enger persönlicher Bindungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Länder: diese kommen in zahlreichen Städte- und Regionalpartnerschaften zum Ausdruck.

Diese Bindungen gilt es besonders bei der jüngeren Generation zu bewahren. Daher sind neben der politischen Zusammenarbeit gerade auch gesellschaftspolitische Initiativen, zum Beispiel in der Sprachenförderung, beim Jugendaustausch oder im Bildungssektor weiterhin von hoher Wichtigkeit.

Weiterführende Links


Deutsch-Französische Website

Die Website zur deutsch-französischen Zusammenarbeit mit aktuellen Meldungen,  wichtigen Grundlagentexten und Übereinkommen.

Außerdem: praktische Tipps, Diskussionsforen, ein Veranstaltungskalender und regelmäßig neue Themenschwerpunkte. Ein echtes deutsch-französisches Portal mit einem reichhaltigen Informationsangebot.

Staatsminister Michael Roth

Der Beauftragte für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Staatsminister Michael Roth

Der Beauftragte für die deutsch-französische Zusammenarbeit koordiniert gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen die deutsch-französischen Beziehungen auf Regierungsebene und fördert die weitere Annäherung der Zivilgesellschaften beider Länder.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer

Deutsch-französische Kulturbeziehungen

Bis zum 31. Dezember 2014 nimmt die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer das Amt der Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten wahr. Das Amt wurde 1963 durch den Elysée-Vertrag geschaffen.

Deutsch-Französische Agenda 2020

Der 12. deutsch-französische Ministerrat am 4. Februar 2010 in Paris verabschiedete die "Agenada 2020", in der beide Länder ihren Willen zu noch engerer Zusammenarbeit für die kommende Dekade bekunden. Sie enthält eine Vielzahl von Projekten, die es nun umzusetzen gilt.

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