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Sambia

Außenpolitik

Stand: Oktober 2014

Beziehungen zu anderen Staaten

Die sambische Regierung bereitet eine neue außenpolitische Strategie vor, die Sambias Außenpolitik im Lichte der vielfältigen neuen Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung modernisieren soll. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf die Außenwirtschaftsförderung gelegt werden.

Intensivere Beziehungen hat Sambia insbesondere zu seinen acht Nachbarstaaten und zu den wichtigsten Geberländern (darunter Japan, USA, Großbritannien, Deutschland, den nordischen Staaten, Kanada sowie der EU).

Erklärtes Ziel der sambischen Außenpolitik ist zudem die Stärkung der regionalen Kooperation. Ein besonderes Interesse Sambias gilt der Afrikanischen Union (AU), dem Gemeinsamen Markt im südlichen und östlichen Afrika (COMESA, Sitz in Lusaka) und der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC). Wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner in Afrika bleibt Südafrika, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo.

Die Volksrepublik China bleibt in Sambia sehr aktiv. Chinesische Delegationen besuchen Sambia regelmäßig und bekunden das Interesse Chinas an weiteren Investitionen, besonders im Bergbausektor und in der Bauindustrie, aber auch verstärkt in anderen Bereichen wie etwa der Energie, hier unter anderem der Wasserkraft. Inzwischen zählt China zu den wichtigsten Investoren in Sambia.


Rolle in der Region

Sambia übt traditionell eine wichtige Rolle bei der Beilegung von Regionalkonflikten aus. So war Sambia Gastgeberland für die angolanischen Friedensverhandlungen, die im November 1994 zur Unterzeichnung des so genannten "Lusaka-Protokolls" führten. Nachdem Sambia im Herbst 1998 mit der Vermittlung im Kongokonflikt beauftragt worden war, konnte im August 1999 eine Waffenstillstandsvereinbarung ("Lusaka-Abkommen") erreicht werden.

In der Vorsitzfunktion des "SADC-Organs für Politik, Verteidigung und Sicherheit" war Sambia Ende März 2011 Gastgeber eines Sonder-Gipfels zur politischen Lage in den SADC-Mitgliedsstaaten Simbabwe und Madagaskar. Auch in der "Internationalen Konferenz der Großen Seen" (ICGLR) wirkte Sambia mit Übernahme des Vorsitzes beim Gipfeltreffen der 12 Mitgliedstaaten im August 2009 in Lusaka in einer führenden Rolle. Am 15.12.2010 fand in Lusaka ein Sondergipfel der ICGLR zur Zertifizierung von Rohstoffen statt. Darüber hinaus hat das der regionale Think Tank "Levy Mwanawasa Regional Centre for Democracy, Good Governance, Human Rights and Civic Education" der ICGLR seinen Sitz in Lusaka.


Beteiligung an friedenserhaltenden Maßnahmen

Sambia beteiligt sich mit rund 700 Militär- und Polizeiberatern an friedenserhaltenden Maßnahmen, schwerpunktmäßig im afrikanischen Raum.


Flüchtlingsproblem

Die Konflikte der Region und in den Nachbarländern Angola und Demokratische Republik Kongo führten zu einem Zustrom von Hunderttausenden von Flüchtlingen aus diesen Ländern. Anfang 2014 befanden sich immer noch ca. 53.000 (ehemalige) Flüchtlinge vor allem aus Angola, der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda in Sambia. Unter Vermittlung des VN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) hat Sambia mit seinen Nachbarländern Verträge über eine freiwillige Rückkehr dieser Flüchtlinge in deren Heimatländer geschlossen. Es gibt zudem großzügige Reintegrationsprogramme der sambischen Regierung, die Langzeitflüchtlingen Bleiberechte in Sambia einräumen. Durch den Konflikt im Ostkongo (Große Seen) steigen die Flüchtlingszahlen zurzeit erneut an. Die Vertretung des VN-Flüchtlingskommissars in Sambia bezeichnet die Zusammenarbeit mit der sambischen Regierung als vorbildlich.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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