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Sambia

Außenpolitik

Stand: März 2014

Beziehungen zu anderen Staaten

Die sambische Regierung bereitet derzeit eine neue außenpolitische Strategie vor, die Sambias Außenpolitik im Lichte der vielfältigen neuen Herausforderung im Zeitalter der Globalisierung modernisieren soll.

Sambia strebt gute Beziehungen zu allen Staaten an und gestaltet diese besonders intensiv mit seinen acht Nachbarstaaten und mit den wichtigsten Geberländern (Japan, USA, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, nordische Staaten, Kanada).Ein besonderes Interesse Sambias gilt der Afrikanischen Union (AU), dem Gemeinsamen Markt im südlichen und östlichen Afrika (COMESA, Sitz in Lusaka) und der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC). Wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner in Afrika bleibt Südafrika, inzwischen dicht gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo.Die Volksrepublik China ist in Sambia sehr aktiv. Chinesische Delegationen besuchen regelmäßig Sambia und bekunden das Interesse Chinas an weiteren Investitionen, besonders im Bergbausektor und in der Bauindustrie, aber auch verstärkt in anderen Bereichen wie Wasserkraft und Energie. Inzwischen zählt China zu den wichtigsten Investoren Sambias.

Im August 2013 hatte Sambia, gemeinsam mit Simbabwe, die Konferenz der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) ausgerichtet. Im September 2013 fand in Lusaka die internationale Konferenz gegen den Einsatz von Streumunition statt; Sambia hält noch bis September 2014 den Vorsitz der Vertragsstaaten der Anti-Streumunition-Konvention.


Rolle in der Region

Sambia spielte eine wichtige Rolle im Bemühen, Konflikte in der Region beizulegen. So war Sambia Gastgeberland für die angolanischen Friedensverhandlungen, die im November 1994 zur Unterzeichnung des so genannten "Lusaka-Protokolls" geführt haben. Nachdem Sambia im Herbst 1998 mit der Vermittlung im Kongokonflikt beauftragt worden war, konnte im August 1999 eine Waffenstillstandsvereinbarung ("Lusaka-Abkommen") erreicht werden.In der Vorsitzfunktion des "SADC-Organs für Politik, Verteidigung und Sicherheit" war Sambia Ende März 2011 Gastgeber eines Sonder-Troika Gipfels zur politischen Lage in den SADC-Mitgliedsstaaten Simbabwe und Madagaskar. Auch in der "Internationalen Konferenz der Großen Seen" hat Sambia mit Übernahme des Vorsitzes beim Gipfeltreffen der 11 Mitgliedstaaten im August 2009 in Lusaka eine führende Rolle übernommen. Am 15.12.2010 fand in Lusaka ein Sondergipfel der "Internationalen Konferenz der Region der Großen Seen" zur Zertifizierung von Rohstoffen statt.


Beteiligung an friedenserhaltenden Maßnahmen

Sambia beteiligt sich mit rund 700 Militär- und Polizeiberatern an friedenserhaltenden Maßnahmen, schwerpunktmäßig im afrikanischen Raum.


Flüchtlingsproblem

Die Konflikte der Region und in den Nachbarländern Angola und Demokratische Republik Kongo hatten zu einem Zustrom von Hunderttausenden von Flüchtlingen aus diesen Ländern geführt. Anfang 2014 befinden sich immer noch ca. 53.000 (ehemalige) Flüchtlinge vor allem aus Angola, aus der Demokratischen Republik Kongo und aus Ruanda, in Sambia. Unter Vermittlung des VN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) hat Sambia mit seinen Nachbarländern Verträge über eine freiwillige Rückkehr in die Heimatländer geschlossen. Es gibt zudem großzügige Reinterationsprogramme der sambischen Regierung, die Langzeitflüchtlingen Bleiberechte in Sambia einräumen. Derzeit bedingt der Konflikt im Ostkongo (Große Seen) einen erneuten Anstieg von Flüchtlingszahlen. Die Vertretung der VN-Flüchtlingskommissars in Sambia (UNHCR) bezeichnet die Zusammenarbeit mit der sambischen Regierung als vorbildlich.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.