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Sambia

Außenpolitik

Stand: Juni 2015

Beziehungen zu anderen Staaten

Die sambische Regierung verabschiedete Ende 2014 eine neue außenpolitische Strategie, die Sambias Außenpolitik im Lichte der vielfältigen Herausforderungen im Zeitalter der Globalisierung modernisieren soll. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Außenwirtschaftsförderung gelegt. Zudem wird als Ziel angegeben, eine aktivere Rolle in multilateralen Foren und bei der Stärkung regionaler Kooperationen übernehmen zu wollen. Sambia beteiligt sich bereits mit einigen Hundert Militär- und Polizeiberatern an friedenserhaltenden Maßnahmen in Afrika.

Intensivere Beziehungen hat Sambia insbesondere zu seinen acht Nachbarstaaten und zu den wichtigsten Geberländern (darunter Japan, USA, Großbritannien, Deutschland, den nordischen Staaten, Kanada sowie der EU). Wichtigster politischer und wirtschaftlicher Partner in Afrika bleibt Südafrika, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo. Sambia ist als Mitglied der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC), des Gemeinsamen Marktes im südlichen und östlichen Afrika (COMESA), der Internationalen Konferenz „Große Seen“ (ICGLR) und der Afrikanischen Union (AU) in diversen regionalen und kontinentalen Foren vernetzt.

Die COMESA hat ihren Sitz in Lusaka. Mit gegenwärtig 19 Mitgliedstaaten ist sie die größte der acht von der Afrikanischen Union anerkannten Regionalen Wirtschaftsgemeinschaften. Sie hat die Stärkung regionaler wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Entwicklung zum Ziel.

Die Volksrepublik China bleibt in Sambia sehr aktiv. Chinesische Delegationen besuchen Sambia regelmäßig und bekunden das Interesse Chinas an weiteren Investitionen, besonders im Bergbausektor und in der Bauindustrie, aber auch verstärkt in anderen Bereichen wie etwa der Energie, hier unter anderem der Wasserkraft. Inzwischen zählt China zu den wichtigsten Investoren in Sambia.


Flüchtlinge

Konflikte der Region und in den Nachbarländern Angola und Demokratische Republik Kongo hatten zu einem Zustrom von Hunderttausenden von Flüchtlingen aus diesen Ländern nach Sambia geführt. Anfang 2015 befanden sich immer noch ca. 53.000 (ehemalige) Flüchtlinge vor allem aus Angola, der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda in Sambia. Unter Vermittlung des VN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) hat Sambia mit seinen Nachbarländern Verträge über eine freiwillige Rückkehr dieser Flüchtlinge in deren Heimatländer geschlossen. Es gibt zudem großzügige Reintegrationsprogramme der sambischen Regierung, die Langzeitflüchtlingen Bleiberechte in Sambia einräumen. Durch den Konflikt im Ostkongo (Große Seen) steigen die Flüchtlingszahlen zurzeit erneut an. Die sambische Regierung arbeitet eng mit der Vertretung des Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) in Sambia zusammen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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