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Stabilitätsanker Panama
Bei seinem Besuch in Panama am 17. Februar zeigte sich Außenminister Guido Westerwelle beeindruckt von der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte des kleinen Landes. Zudem sei Panama ein "Stabilitätsanker in Zentralamerika", so Westerwelle. Aber nicht nur die Politik und die Wirtschaft führten Deutschland und Panama zusammen, sondern auch "der erklärte Wille, Brücken zu bauen zwischen unseren Ländern über die Jugend."
Die Außenminister Westerwelle und Henríquez Sasso in Panama
© photothek / Köhler
Zur Zeit wird zwischen beiden Staaten über die Möglichkeit der Eröffnung einer deutschen Schule in Panama beraten, auch ein Lektorat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes soll eingerichtet werden. Panama ist die dritte Station der Lateinamerika-Reise des Bundesaußenministers, nachdem er zuvor Brasilien und Peru besucht hatte.
Westerwelle will die Beziehungen zu ganz Lateinamerika aufwerten: "Die Tatsache, dass ich bereits zum dritten Mal in meiner Amtszeit in Lateinamerika zu Gast bin, ist Ausdruck einer neuen politischen Strategie der Bundesregierung", sagte er in Panama-Stadt. "Wir glauben, dass Lateinamerika ein Kontinent mit großer Zukunft ist."
Dabei spiele auch die Tatsache, dass Lateinamerika und Europa über gemeinsame Werte verfügten, eine wichtige Rolle - besonders auch deswegen sollen die Beziehungen zwischen den Kontinenten nach Ansicht von Außenminister Westerwelle vertieft werden.
Kampf gegen Drogen
Panama-Kanal und Panama-Stadt
© picture alliance / dpa
Ein wichtiges Gesprächsthema der Außenminister war die Problematik des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität. Panama schütze aktiv das eigene Territorium, damit keine Drogen aus Südamerika ins Land gelangen könnten, sagte Außenminister Henríquez Sasso. Dafür sei auch die Grenzpolizei zuletzt verstärkt worden, insbesondere an der Landgrenze zu Kolumbien.
Westerwelle würdigte die beherzte Politik der panamaischen Regierung auf diesem Gebiet. Auch Europa und Nordamerika hätten als zentrale Konsumentenregionen eine besondere Verantwortung bei der Bekämpfung des Drogenhandels und der damit verbundenen organisierten Kriminalität.
Vor dem Hintergrund der Drogenkriminalität arbeitet die panamaische Regierung in Sicherheitsfragen eng mit Costa Rica, Kolumbien und den USA zusammen. Im April 2011 wurde das Operative Zentrum für regionale Sicherheit des zentralamerikanischen Integrationssystem SICA in Panama eingeweiht. SICA ist ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss der zentralamerikanischen Staaten von 1991 mit dem Ziel der Integration Zentralamerikas zur Schaffung einer Region des Friedens, der Freiheit, der Demokratie und der Entwicklung.
Der Panamakanal
Am Panamakanal
© photothek / Köhler
Der Bundesaußenminister besichtigte auf seiner Reise auch die Gatún-Schleusen des Panamakanals und konnte sich ein Bild über den Stand der Arbeiten zur Erweiterung des Panamakanals machen. Der Kanal ist einer der wichtigen Vorteile des Wirtschaftsstandorts Panama - neben der privilegierten geographischen Lage, seiner Eigenschaft als modernes Finanzzentrum und der stabilen Wirtschaftslage mit einem starken Wirtschaftswachstum.
Der Panamakanal ist ungefähr 80 Kilometer lang und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Er arbeitet mittels eines Schleusensystems und wurde 1914 eröffnet. Am 31. Dezember 1999 übernahm Panama die volle Verantwortung für die Verwaltung ,den Betrieb und die Instandhaltung des Panamakanals. Die Erweiterungsarbeiten für den Panamakanal sollen 2014 planmäßig abgeschlossen sein.
Am 18. Februar reiste Außenminister Westerwelle von Panama weiter nach Los Cabos in Mexiko, wo er am ersten Außenministertreffen der G 20 teilnimmt.
Stand 18.02.2012
