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Das Besucherprogramm

Das Besucherprogramm der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht ausländischen Meinungsmultiplikatoren, sich mit eigenen Augen ein authentisches, aktuelles und differenziertes Bild von Deutschland zu machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbringen auf Einladung des Auswärtigen Amts in der Regel eine Woche in Deutschland.

In der kurzen Zeit absolvieren sie ein dichtes Programm mit für sie maßgeschneiderten Terminen. Pro Jahr bekommen etwa 1000 hochrangige Persönlichkeiten und junge Nachwuchskräfte aus dem Ausland die Gelegenheit, an einer von rund 200 Informationsreisen teilzunehmen. Die Besucher kommen aus den Bereichen Journalismus, Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und prägen in ihren jeweiligen Funktionen das Deutschlandbild im Ausland.

Hinter dem Besucherprogramm steht die Überzeugung, dass Vorurteile nur durch unmittelbare, persönliche Kontakte überwunden werden können. Der Schlüssel zum Erfolg des Programms liegt in der Verbindung von sachlicher Information und eigenem Erleben.
Die Teilnehmer werden von den Auslandsvertretungen und der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin gemeinsam ausgewählt. Je nach Profil der Gäste variieren Art und inhaltlicher Schwerpunkt der Reisen. 

Themen-, Einzel- und Gruppenreisen

Teilnehmer der Themenreise "Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz"

Themenreise Erneuerbare Energien
© AA

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Teilnehmer der Themenreise "Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz"

Teilnehmer der Themenreise "Klimaschutz, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz"

Themenreise Erneuerbare Energien

Ein besonders erfolgreiches Format sind die so genannten Themenreisen. Dafür kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern und Regionen der Welt zu einem Schwerpunktprogramm nach Deutschland. Themenschwerpunkte im Jahr 2014 waren zum Beispiel die Wahlen zum Europaparlament, Deutschlands Umgang mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts, Duale Berufsausbildung in Deutschland, Innovative Mobilität und der politische Prozess der Energiewende.

Außerdem bietet das Besucherprogramm Einzelreisen für besonders hochrangige Multiplikatoren sowie Gruppenreisen, die für einen Kreis von Experten aus demselben Land oder derselben Region vorgesehen sind. Darüber hinaus unterstützt das Besucherprogramm auch Hospitanzen für ausländische Journalisten und Nachwuchskräfte in deutschen Redaktionen.

Je nach thematischem Schwerpunkt betraut das Auswärtige Amt externe Durchführungspartner – darunter das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen, die Europäische Akademie Berlin und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit – mit der Ausarbeitung von Programmvorschlägen sowie der Betreuung der Teilnehmer während ihres Aufenthalts in Deutschland.

Geschichte der Besucherreisen

Seit den ersten Einladungsreisen für Journalisten im Jahr 1958 waren mehr als 50.000 Meinungsführer im Rahmen des Besucherprogramms zu Gast in Deutschland. Die erste Themenreise zum deutschen Genossenschaftswesen wurde 1966 durchgeführt. Das Auswärtige Amt ist seit 2003 für das Besucherprogramm verantwortlich. Zuvor lag die Zuständigkeit beim Bundespresseamt. 

Bis in die 1980er Jahre hinein kam der größte Teil der Gäste aus Europa. Nach der deutschen Wiedervereinigung rückten dann Multiplikatoren auch aus anderen Regionen der Welt in den Fokus des Besucherprogramms.

Seit 2001 nimmt der Dialog über gemeinsame Fragestellungen und globale Themen einen immer größeren Platz in der Konzeption der Reisen ein. Ziel bleibt jedoch, den Gästen Deutschland näher zu bringen – durch eigenes Erleben und gezielte Informationen.

Themenreise "Netzpolitik": Bloggerinnen und Blogger aus aller Welt im Auswärtigen Amt

Kontakt: 608-7@auswaertiges-amt.de


Stand 12.11.2014

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